Hongqi EHS5: Neues Mittelklasse-SUV mit bis zu 550 km Reichweite
Neues 800-Volt-Modell mit besonders robuster Karosserie, stark geschützter Batterie und großen Display debütiert auf der IAA.
Die chinesische Marke Hongqi stellt auf der IAA Mobility 2025 in München ein neues batterieelektrisches Modell vor, den EHS5. Offenbar handelt es sich um die Elektroversion des 4,76 Meter langen Verbrenner-SUVs HS5 oder um den kleinen Bruder des EHS7.
Die Angaben sind bislang spärlich; sogar die Antriebsleistung und ob es sich um einen Front- oder Hecktriebler handelt, bleibt ein Geheimnis. Doch zum Marktstart in Europa wird der Hongqi EHS5 in 2WD-Konfiguration mit einer 85 kWh großen LFP-Batterie angeboten. Damit sollen bis zu 550 km nach WLTP drin sein, der Verbrauch wird mit 16,2 kWh/100 km angegeben. Aufgeladen wird in rund 20 Minuten (10-80 %). Wenn 85 kWh die Nettokapazität sind, errechnet sich daraus eine Ladegeschwindigkeit von 85 kWh x 0,7/20 min = 3,0 kWh/min. So hohe Werte sind wohl nur mit einem 800-Volt-System erreichbar.
Bildergalerie: Hongqi EHS5
Das Modell soll eine besonders robuste Architektur mit einem großzügigen Innenraum, hohem Reisekomfort und moderner Vernetzung bieten. So bestehen 78 Prozent der Karosseriestruktur aus ultrahochfestem Stahl; im chinesischen C-NCAP-Crashtest erhielt das Modell volle fünf Sterne. Die Hochvoltbatterie soll besonders gut gegen mechanische Beschädigung und eindringendes Wasser gesichert sein. Im Crashfall werden die Hochvolt-Komponenten innerhalb von 3 Millisekunden von der Batterie abgeklemmt.
Zu den Abmessungen heißt es nur, dass der Radstand 2.900 mm beträgt – das sind drei Zentimeter mehr als beim fossil angetriebenen HS5. Außerdem bietet der Wagen bis zu 1.611 Liter Kofferraum plus einen 42 Liter großen Frunk.
Die "Queen’s Seat"-Vordersitze lassen sich 18-fach elektrisch einstellen und lassen sich per One-Touch-Funktion in eine Relaxposition bewegen. Zudem sind sie mit Sitzbelüftung, Sitzheizung und Massagefunktion ausgestattet. Im Fond erhöht eine um bis zu sechs Grad neigbare Rückenlehne den Langstreckenkomfort.
Typisch chinesisch fällt das Cockpit des Hongqi EHS5 aus. Ein Instrumentendisplay gibt es offenbar nicht
Zur sonstigen Ausstattung gehören eine Akustikverglasung, Soft-Touch-Oberflächen, ein Mikrofaser-Dachhimmel und ein 2,16 m² großes Glasdach. Obendrein gibt es einen 15,6-Zoll-Touchscreen und ein besonders großes Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion sowie ein Dynaudio-Soundsystem mit 14 Lautsprechern.
Apple CarPlay und Android Auto, sowie Apps wie Spotify und YouTube sind ebenso Standard in jedem Hongqi EHS5, wie eine Vier-Zonen-Sprachbedienung, die die akustische Steuerung von jedem Platz aus ermöglicht. Vehicle-to-Load (V2L), kabelloses Laden von Smartphones, sowie eine One-Touch-Bett-Funktion oder ein Haustier-Modus erhöhen Nutzwert und Komfort zusätzlich. Was das Auto kosten soll und wann es in Deutschland erhältlich ist, wurde nicht mitgeteilt. Zur Orientierung: Der große Bruder Hongqi EHS7 ist ab knapp 60.000 Euro zu haben.
Unter dem Strich
Die Marke Hongqi hat zwar eine deutsche Website, auf der Modelle wie der EH7, der EHS7 und der E-HS9 erscheinen, aber es gibt keinen Konfigurator und in den offiziellen Statistiken des Kraftfahrtbundesamts erschien bisher noch nie ein Eintrag; demnach wurden in Deutschland höchstens homöopathische Zulassungszahlen erzielt.
Dennoch präsentiert sich die Marke auf der Münchner IAA mit einem neuen Modell. Die wichtigste Besonderheit scheint die 800-Volt-Technik zu sein, obwohl diese im Pressetext gar nicht explizit erwähnt wird.
Quelle: Hongqi (per E-Mail)
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