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Für eine persönlichere Erfahrung

Xpeng G6 und G9 werden künftig in Europa gebaut

Serienfertigung bei Magna in Graz beginnt noch im dritten Quartal 2025. Auch GAC will angeblich bei Magna fertigen lassen.

Fertigung von Xpeng-Fahrzeugen
Bild von: Magna

Bisher werden alle Xpeng-Modelle – also der P7, der G6 und der G9 – in China gebaut. Künftig soll sich das ändern. Schon ab dem dritten Quartal 2025 werden zwei Elektromodelle in Europa gefertigt, und zwar bei Magna in Graz (Österreich). Das teilte der kanadisch-österreichische Auftragsfertiger nun offiziell mit. 

Magna spricht nur von zwei batterieelektrischen Fahrzeugen. CarNewsChina berichtet jedoch, dass es sich um den G6 und den G9 handelt. Laut Automobilwoche wurde das auch von einem Xpeng-Sprecher bestätigt. Nach dem Bericht will auch die Guangzhou Automobile Group (GAC) Elektroautos bei Magna produzieren lassen. Dabei soll es sich um das Kompakt-SUV Aion V und den Kompaktwagen Aion UT handeln.

Bisher produziert noch keine einzige rein chinesische Marke Elektroautos in Europa, auch wenn BYD bereits vor einiger Zeit ein Werk in Ungarn angekündigt hat. Jetzt startet ausgerechnet die kleine China-Marke Xpeng eine eigene Fertigung in Europa. Angeblich handelt es sich aber nicht um eine komplette Fertigung, sondern um eine Semi-Knocked-Down-Produktion, bei der vorgefertigte Komponenten zusammengeschraubt werden. Damit gelten auch günstigere Zollsätze beim Import aus China.

Magna unterstützt chinesische Automobilhersteller schon seit fast 20 Jahren mit der Entwicklung kompletter Fahrzeuge. Seit 2018 werden auch Fertigungs- und Montageleistungen angeboten. Der Auftrag von Xpeng jedoch betrifft erstmals eine komplette Fahrzeugmontage. 

Xpeng G6 AWD Performance (2026): Das Exterieur

Der Xpeng G6 ist ein Model-Y-Rivale, der zu Preisen ab 47.600 Euro angeboten wird, eine Basisversion für 43.600 Euro soll folgen.

Bilder von: Xpeng
Xpeng G9 AWD Performance (2026): Das Exterieur

Der Xpeng G9 ist ein 4,89 Meter langer Fünfsitzer, der ab 59.600 Euro angeboten wird.

Bildergalerie: Xpeng P7+ auf der IAA 2025

Mit der Serienproduktion von zwei BEVs durch Magna soll eine langfristige Zusammenarbeit beginnen. Das heißt: Auch kommende Xpeng-Modelle sollen von Magna in Europa für Europa gebaut werden. Zu den künftigen Modellen gehört die neue Generstion der Elektro-Limousine P7, die erstmals 800-Volt-Technik besitzt, sowie der P7+, eine P7-Variante mit großer Heckklappe, die auf der IAA 2025 gezeigt wurde. Auf der Messe wurde auch der große Elektrovan X9 gezeigt, der ebenfalls in bald nach Deutschland kommen soll.

Xpeng X9

Der Xpeng X9 ist ein 5,29 m langer Van, der dem Vernehmen nach Ende 2026 in Deutschland starten soll.

Bild von: InsideEVs

"Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Xpeng", sagte Roland Prettner, Präsident von Magna Complete Vehicles. "Der erste chinesische OEM-Partner hier in Europa stellt einen wichtigen Meilenstein dar." Dank der "umfassenden Erfahrung und der hochmodernen Anlagen" sei Magna bestens aufgestellt, um die ehrgeizigen Ziele von Xpeng für den europäischen Markt zu unterstützen, so der Manager.

"Unsere Partnerschaft mit Magna passt perfekt zu unserer Vision und Strategie, unsere europäischen Kapazitäten zu stärken", ergänzte Brian Gu, Vice Chairman und President von Xpeng. "Sie ist ein erster Schritt für unser Wachstum in Europa, da wir uns langfristig in Europa engagieren."

Mit über 125 Jahren Erfahrung im Fahrzeugbau gehört Magna zu den bekanntesten und angesehensten Auftragsfertigern. Das Unternehmen hat über 40 komplette Fahrzeuge und Derivate entwickelt und mehr als vier Millionen Fahrzeuge produziert. Zu den Fahrzeugen, die in Graz gebauten wurden oder werden, gehören die Mercedes G-Klasse, die M-Klasse, der BMW X3, der Jeep Grand Cherokee, der Chrysler 300C, der Mini Countryman, der Aston Martin Rapide, der Peugeot RCZ, der Jaguar I-Pace und der Fisker Ocean.

Unter dem Strich

Nicht der riesige BYD-Konzern oder SAIC mit der in Europa sehr erfolgreichen Marke MG, sondern ausgerechnet die kleine Marke Xpeng etabliert als erster chinesischer Hersteller eine Produktion in Europa. Auf den ersten Blick mag das verwundern, aber andererseits ist eine Auftragsfertigung natürlich viel einfacher aufzubauen als ein großes Automobilwerk, wie es BYD in Ungarn bauen will. Bei den kleinen Stückzahlen von Xpeng – letztes Jahr wurden nur etwa 400 Fahrzeuge in Deutschland verkauft – ergibt ein eigenes Werk in Europa auch gar keinen Sinn.