Elektroauto-Markt mit deutlichem Plus in China und Europa
Der BEV-Absatz in China wuchs in den ersten drei Quartalen um 32 Prozent, in Europa ging es um 25 Prozent nach oben.
Von Januar bis September 2025 legten die Elektroauto-Märkte in allen drei Kernregionen zu: Sowohl in China wie in Europa und den USA gab es in den ersten drei Quartalen ein Absatzplus gegenüber dem Vorjahreszeitrum. Das gilt sowohl für reine Elektroautos (BEVs) wie für Plug-in-Hybride (PHEVs). Das geht aus dem neuen CAM Electromobility Report hervor.
China baut seinen Vorsprung als Leitmarkt der Elektromobilität weiter aus: Wie unsere Titelgrafik zeigt, legt das Reich der Mitte mit 5,4 Millionen BEVs in den ersten drei Quartalen des Jahres gegenüber den 4,1 Millionen aus dem Vorjahreszeitraum erneut zu, und zwar um starke 32 Prozent. Das PHEV-Segment inklusive Range-Extender-Fahrzeugen (REEVs) wächst mit 14 Prozent deutlich langsamer. Nach wie vor tobt in China ein Preiskampf; eine Marktkonsolidierung zeichnet sich bereits ab. So kommt BYD bei BEVs, PHEVs und REEVs auf 29 Prozent Marktanteil, der Geely-Konzern liegt bei 12 Prozent, während die Volkswagen-Gruppe nicht einmal auf ein Prozent kommt.
Auch in Europa (EU, EFTA, UK) wuchs der Absatz von BEVs von 1,4 auf 1,8 Millionen Stück, also um etwa ein Viertel. Damit bleibt Europa nach China der zweitgrößte Elektromarkt weltweit. Die Märkte entwickeln sich jedoch in den drei wichtigsten europäischen Ländern unterschiedlich:
Im Vereinigten Königreich steigen die BEV-Neuzulassungen von knapp 270.000 auf fast 350.000 Stück, was einem Plus von 29 Prozent entspricht. In Deutschland wurden ein wenig mehr BEVs verkauft, hier stieg der Absatz um 38 Prozent auf etwa 382.000 Stück. In Frankreich hingegen stagnierten die BEV-Neuzulassungen.
BEV-Zulassungen in der EU im 1. Halbjahr 2025
Die BEV-Quote, also der Anteil der Elektroauto-Neuzulassungen am Gesamtmarkt, liegt in Großbritannien bei stolzen 22 Prozent, Deutschland und Frankreich kommen jeweils auf 18 Prozent. Teils weit über 30 Prozent sind es dagegen in den skandinavischen Ländern sowie in den Niederlanden und Belgien, während in Italien und Spanien sowie Osteuropa der BEV-Anteil noch im einstelligen Bereich liegt.
In den USA läuft es weiterhin zäh mit der Elektromobilität. Die BEV-Neuzulassungen stiegen nur minimal von 946.000 auf 1.004.000 Stück, also um magere sechs Prozent. Der BEVs-Marktanteil ist mit acht Prozent nicht einmal halb so hoch wie in Deutschland oder Frankreich.
Sieht man sich die Bilanz nach Hersteller an, so verschiebt sich der Markt deutlich in Richtung chinesischer Fabrikate. Nachdem der Zweikampf von BYD und Tesla im Jahr 2024 noch knapp zugunsten des US-Autobauers ausgegangen war, überholt der China-Konzern den Rivalen nun in den ersten drei Quartalen dieses Jahrs.Im Gesamtjahr 2025 wird BYD seinen Vorsprung wohl noch ausbauen und erstmals der führende Elektroauto-Hersteller sein. Der Konzern steigerte seine BEV-Auslieferungen in den letzten drei Quartalen um rund 37 Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge und erhöhte damit den BEV-Anteil am Gesamtabsatz von 43 auf 56 Prozent.
Geely zeigte ebenfalls ein starkes Wachstum und steigerte seine BEV-Verkäufe um fast 90 Prozent auf 943.000 Fahrzeuge. Der BEV-Anteil am Gesamtabsatz stieg von 28 auf 35 Prozent. Der VW-Konzern verzeichnete mit 717.500 BEVs ein starkes Plus von 42 Prozent, allerdings liegt der BEV-Anteil am Gesamtabsatz hier nur bei 11 Prozent.
BMW steigerte seinen Absatz auf 323.000 BEVs (+10 Prozent) und erreicht einen BEV-Anteil von 22 Prozent, also den doppelten Wert des Volkswagen-Konzerns. Mercedes konnte seine BEV-Verkäufe nicht steigern und liegt mit 118.000 Einheiten sogar leicht unter dem Vorjahreswert. Auch der BEV-Anteil ist mit acht statt zuvor neun Prozent leicht rückläufig.
Unter dem Strich
Auch wenn die Stimmung in der Branche eher schlecht ist: Der Elektroauto-Markt zeigt weltweit weiter nach oben. Das gilt besonders für China und Europa. In China tobt weiter ein harter Konkurrenzkampf, aus dem Riesen wie BYD und Geely als Sieger hervorgehen werden, während kleinere Marken verschwinden dürften. Hier hat die Regierung inzwischen einen Förderstopp verhängt, weil die Elektromobilität längst auf eigenen Beinen laufen kann.
Auch in Europa bestimmen die Regierungen nach wie vor mit, wie es mit der BEV-Quote vorangeht. Das zeigt zum Beispiel die Entwicklung in Großbritannien, wo staatliche und lokale Förderungen den BEV-Anteil auf stattliche 22 Prozent gehievt haben. In den USA stiegen die Elektroauto-Zulassungen zuletzt zwar auch noch, aber nur langsam. Dort ist wegen der Elektroauto-kritischen Trump-Administration auch keine schnelle Verbesserung zu erwarten.
Quelle: CAM (per E-Mail)
Auch interessant
Skoda Elroq ganz vorn: Elektroauto-Absatz im 1. Quartal 2026
Jeep Avenger (2027): Neues Modelljahr mit beleuchtetem Grill
Tesla im 1. Quartal: Mit rund 358.000 Verkäufen weiter schwach
"Pleos Connect": Neues Infotainment für Hyundai, Kia, Genesis
Rabattaktion: BYD verlängert E-Bonus bis Ende Juni 2026
Leapmotor B05 Ultra: Startet die Sportversion bald bei uns?
Preiskracher: BYD haut Atto 3 Evo mit 11.000 Euro Rabatt raus