Plus 55 Prozent: Lucid hat 2025 knapp 16.000 Autos verkauft
Der US-Autohersteller hat seinen Absatz deutlich gesteigert, aber nach wie vor auf niedrigem Niveau.
Lucid hat im Gesamtjahr 2025 genau 15.841 Fahrzeuge verkauft. Das ist ein sattes Plus von 55 Prozent gegenüber 2024. Der neu hinzugekommene Lucid Gravity hat offenbar die verringerte Nachfrage nach Elektroautos in den USA überkompensiert. Die Absatzschwäche im letzten Quartal ist auf die ausgelaufenen Steuergutschriften zurückzuführen.
In den Vereinigten Staaten bietet Lucid die Elektro-Limousine Air schon seit 2021 an, 2025 kam das elektrische SUV namens Gravity hinzu. Beide treten in der Oberklasse an. Eine Aufschlüsselung nach Modell legt Lucid nicht vor.
Doch brachte Lucid kurz vor Jahresende die neue Touring-Version des Gravity auf den Markt, die mit knapp 80.000 Dollar deutlich günstiger ist als der Grand Touring für rund 95.000 Dollar. Das günstigere Modell dürfte deutlich zur Absatzsteigerung beigetragen haben, vermutet Reuters. Zudem gewährte Lucid im Jahr 2025 Rabatte für den Air, berichtet die Nachrichtenagentur.
Der nach wie vor bescheidene weltweite Absatz kommt wohl kaum durch eine limitierte Produktionskapazität zustande. Denn die Produktionszahlen liegen deutlich über den Verkaufsziffern: Im Gesamtjahr 2025 wurden 18.378 Fahrzeuge gefertigt, also 16 Prozent mehr, als verkauft wurden. Das gleiche Bild ergibt sich, wenn man nur das vierte Quartal betrachtet: 8.412 Autos wurden produziert, aber nur 5.345 Fahrzeuge ausgeliefert.
In Deutschland wurden bis Ende November 153 Stück vom Lucid Air neu zugelassen und nur 18 Lucid Gravity. Allerdings ist der Gravity in Deutschland erst seit dem Herbst bestellbar. Der seit Ende November bestellbare Touring kostet hierzulande 99.900 Euro, der Grand Touring 116.900 Euro. Den Air gibt es in Deutschland ab 85.900 Euro.
Unter dem Strich
55 Prozent mehr Verkäufe: Das Plus von Lucid liest sich gut, aber die US-Firma ist nach wie vor ein kleiner Hersteller. Nicht einmal 16.000 Autos hat die 2007 gegründete Firma im letzten Jahr verkauft, nach 10.241 Stück im Vorjahr. Gewinne macht die Firma nicht, im Gegenteil: Im dritten Quartal belief sich der Nettoverlust auf 978 Millionen Dollar. Die Bilanz für das Gesamtjahr soll am 24. Februar veröffentlicht werden; ein Gewinn ist nicht zu erwarten.
Existenzsorgen hat die Firma aber nicht, denn ein Investmentfonds aus Saudi-Arabien schießt immer mal wieder Kapital nach. Gut so, denn die Technik ist wirklich vom Feinsten. Der Air gehört nicht nur zu den sparsamsten Autos, sondern ist auch das mit der größten Reichweite: Der Grand Touring schafft bis zu 960 km nach WLTP.
Quelle: Lucid via Reuters, Lucid (3. Quartal 2025, PDF)
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