Peugeot E-408 (2026): Facelift jetzt für 46.300 Euro bestellbar
Elektro-Crossover erhält eine Front à la E-308 und am Heck erstmals einen leuchtenden Markenschriftzug.
Das Facelift des Peugeot E-408 ist ab sofort bestellbar, meldet der Hersteller. Dabei wird die Optik an den kürzlich ebenfalls gelifteten E-308 angeglichen. Der Preis ist der Gleiche wie bisher: 46.300 Euro werden für die Basisversion Allure verlangt.
Der Peugeot E-408 segelt ein wenig unter dem Radar; der optisch auffällige Crossover ist schon seit Oktober 2024 bestellbar, aber im Jahr 2025 brachte er es in Deutschland nur auf 115 Neuzulassungen. Die Verbrennerversion ist mit 3.500 Stück deutlich beliebter. Wie dem auch sei: Nun erhält das Auto ein Facelift. Vorn entfallen die auffälligen Reißzähne. Stattdessen gibt es je drei schräg angeordnete LED-Elemente plus weitere weiße Lichtstriche, die auf das mittige Makenlogo weisen. Die Scheinwerfer sind weiter unten integriert und fallen kaum auf. Beim "Grill" entfällt der Klötzchen-Look; stattdessen gibt es mehr Streifen:
Am Heck gibt es wie bisher drei schräge rote Lichtlinien; dazwischen prangt jedoch erstmals bei einem Peugeot-Serienmodell ein beleuchteter Markenschriftzug:
Je nach Ausstattung und Antrieb rollt der Peugeot E-408 auf 17-, 19- oder 20-Zoll-Leichtmetallfelgen. Neu im Angebot ist die je nach Lichteinfall changierende Farbe Flare Green, die unsere Bilder zeigen.
Bildergalerie: Peugeot E-408 (2026)
Interieur
Der Innenraum scheint sich nicht wesentlich verändert zu haben. Es soll aber hochwertigere Stoffe geben. Bei den gehobenen Ausstattungen GT und GT Exclusive gibt es echtes Aluminium, Alcantara und Nappaleder. Neu sind auch Peugeot-"Monogramme" auf den Einstiegsleisten. Wie von anderen Peugeot-Modellen bekannt, gibt es ein kleines Lenkrad und ein hoch positioniertes Instrumentendisplay. Optional gibt es Letzteres mit 3D-Darstellung. Der 10-Zoll-Touchscreen ist hier nicht wie beim E-3008 und E-5008 auf gleicher Höhe, sondern deutlich tiefer positioniert.
Wie beim E-3008 gibt es i-Toggles, die hier direkt unter dem Touchscreen angeordnet sind. Die Touch-Tasten lassen sich nach Belieben mit oft genutzten Funktionen belegen. Das Infotainment ist in zwei Ausbaustufen erhältlich und unterstützt unter anderem Apple CarPlay, Android Auto, Online-Navigation sowie vernetzte Dienste über die MyPeugeot-App.
Die Vordersitze bieten optional eine Massage- und Heizfunktion. Der Kofferraum fasst wie gehabt bei den reinen Verbrennerversionen 536-1.611 Liter. Beim Plug-in-Hybrid waren es bisher 471-1.545 Liter. Der Wert für den Stromer wird weder in der neuen Pressemeldung noch in der Preisliste zur alten Variante genannt.
Antrieb und Akku
Bei Antrieb und Akku ändert sich offenbar nichts. Wie bisher bringt der Elektromotor 157 kW und 343 Nm. Die NMC-Batterie speichert 58,2 kWh netto. Die WLTP-Reichweite und der Stromverbrauch scheinen sich minimal verbessert zu haben. Vorbehaltlich der noch nicht erfolgten Homologation werden nun bis zu 456 Kilometer und 14,7–15,0 kWh/100 km angegeben. Die maximale Ladeleistung beträgt wie bisher 120 kW, und auch die Ladedauer ist unverändert: Der Akku soll sich in rund 30 Minuten laden lassen, aber bezogen auf den unüblichen Hub von 20 auf 80 Prozent.
Die Laderoutenplanung ist nur optional an Bord; sie gehört zum Paket Connect Plus. Auch Vehicle-to-Load wird unterstützt: Um externe Geräte oder zum Beispiel ein E-Bike mit Strom zu versorgen, gibt es beim Händler einen Adapter für den Ladeslot. Dann stehen bis zu 3,5 kW und 16 Ampere zur Verfügung.
Ungewöhnlich ist, dass die Vorkonditionierung manuell über den Touchscreen gestartet wird. Nur bei der Ausstattungslinie GT wird sie auch automatisch aktiviert, wenn man den Schnelllader als Ziel eingegeben hat. Ab Sommer 2026 wird auch Plug & Charge unterstützt. Die automatische Authentifizierung über das Ladekabel wird dann Teil des Connect-One-Pakets sein. Für Wechselstrom gibt es eine neue Funktion mit dem seltsamen Namen "80 Prozent Ladevorbehalt". Damit wird offenbar nur auf 80 Prozent aufgeladen.
Produziert wird das Modell im französischen Werk Mulhouse. Der Elektromotor wird in Trémery vom Joint Venture Stellantis-Nidec hergestellt, das Getriebe wird von Stellantis in Valenciennes gefertigt. Bislang gab es neben der Basisvariante Allure noch die Ausstattungen GT und GT Exclusive. Deren Preise sind noch nicht bekannt, da die neue Variante bislang weder im Konfigurator noch in der Preisliste erscheint.
Unter dem Strich
Der Peugeot E-408 ist in Deutschland ziemlich unbeliebt. Mit nicht einmal 120 Verkäufen im letzten Jahr fristet er ein Nischendasein. Obwohl er eine schicke und recht eigenständige Karosserie bietet und mehr Power hat als der ansonsten technisch ähnliche E-308 und E-308 SW. Auch Schräghecklimousine und Kombi sind keine Megaseller, diese Varianten verkauften sich 2025 knapp 300 Mal. Zum Vergleich: Der Opel Astra Electric wurde über 2.000 Mal ausgeliefert. Aber sei's drum: Der E-408 jedenfalls bekommt nun eine neue Optik; an der Technik ändert sich nichts Wesentliches.
Quelle: Peugeot (Bestellstart, 3/2026, per E-Mail), Peugeot (1/2026)
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