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Simulierte Gänge: Hyundai bringt N-Feature in normale E-Autos

Das System mit Sound und Schalten per Wippen bleibt auf stärkere Varianten beschränkt, Autos wie der Hyundai Inster gehen leer aus.

Hyundai Ioniq 5 N (2024) im Test

Die im Hyundai Ioniq 5 N eingeführten simulierten Gangwechsel mit entsprechender Klangkulisse haben die Branche umgekrempelt. Nun soll die Technik auch in normalen Hyundais ohne das "N" im Namen eingeführt werden, sagte ein Manager.

Die Technologie soll in allen mittelstarken und starken Modellen kommen; Basismodelle werden ausgeschlossen, weil sich da kein entsprechendes "Benutzererlebnis" ergibt. Sprich: Da passt der Sound dann nicht zur Beschleunigung. "Wir wollen wirklich ein richtiges Fahrerlebnis bieten – nicht nur den Sound, sondern auch ein bisschen mehr Power", sagte Produktplaner Raf van Nuffel von Hyundai Europe gegenüber dem Onlinemagazin carsales. Wir wurden über einen Artikel im KoreanCarBlog darauf aufmerksam, wo wir auch ein kleines Video gefunden haben, das den Sound des Ioniq 5 N wiedergibt:

Geschaltet wird im Ioniq 5 N über die Wippen, die normalerweise zum Einstellen der Rekuperation genutzt werden. Das System kann per Knopfdruck ein- und ausgeschaltet werden; wer den Sound nicht mag, kann ihn also deaktivieren.

Bisher gibt es die simulierten Gangwechsel im Ioniq 5 N, im Ioniq 6 N sowie angeblich auch im Ioniq 9. In dem großen SUV wurde die Technik stillschweigend implementiert, um die Akzeptanz bei der Kundschaft zu testen, heißt es in dem Artikel. Auch die Partnermarken Kia und Genesis setzen die Technik ein, so zum Beispiel im Kia EV6 GT und im Genesis GV60 Magma.

Hyundai Ioniq 3 (2026) auf der Milan Design Week

Der Hyundai Ioniq 3 sieht in der N-Line-Version richtig sportlich aus, aber die Beschleunigung ist wohl weniger toll. Doch eine N-Version mit entsprechender Motorleistung ist offenbar in Planung. 

Bild von: Hyundai

Beim Inster mit seinen maximal 85 kW oder beim neuen Ioniq 3 (maximal 108 kW) wird es das System nicht geben, möglicherweise aber bei einer später startenden Ioniq-3-Variante mit etwa 150 kW und sicher in einer ebenfalls erwarteten N-Variante. 

Unter dem Strich

Die Schaltmöglichkeit im Ioniq 5 N mitsamt Drehzahlbegrenzer und Fehlzündungen hat uns wirklich begeistert. Genauso ist es vielen Kolleginnen und Kollegen gegangen. Sogar die Konkurrenz bis hin zu Porsche ist hellhörig geworden und arbeitet an entsprechenden Technologien. Nun will Hyundai das System offenbar demokratisieren.

Ob es dabei auch verwässert wird, wissen wir erst, wenn wir ein entsprechendes Auto gefahren sind. Aber in einem Kompaktstromer mit etwa 200 kW können wir uns das gut vorstellen. Kürzlich hatten wir im Cupra Born viel Spaß mit der Launch Control. Das Soundsystem von Hyundai wäre die Kirsche auf der Torte gewesen.