Xiaomi SU7 Ultra “Extreme“ auf dem Nürburgring erwischt
Offenbar plant auch diese China-Marke einen Rekordjäger
Dass die chinesische Konkurrenz günstigere und mittlerweile qualitativ absolut konkurrenzfähige Elektroautos baut, ist eine Realität, mit der man sich in der Porsche-Zentrale in Zuffenhausen zähneknirschend abgefunden hat. Schließlich konnte man sich in der Chefetage bislang mit dem Gedanken trösten, dass die eigene Vormachtstellung auf der Rennstrecke unangetastet bleibt und nach wie vor niemand bessere Sportwagen konstruiert als Porsche selbst.
Doch nun gerät selbst dieser sicher geglaubte Thron ins Wanken. Ausgerechnet ein etablierter Mobiltelefonhersteller schickt sich an, mit seinem allerersten Automobilprojekt die historischen Rundenrekorde der Stuttgarter Traditionsmarke zu pulverisieren.
Bildergalerie: Xiaomi SU7 Ultra "Extreme" (2027) Erlkönig
Besonders schmerzhaft trifft diese Entwicklung die Verantwortlichen auf der legendären Nürburgring-Nordschleife. Die anspruchsvolle Rennstrecke in der Eifel wird von den Ingenieuren aus Zuffenhausen gerne als das firmeneigene Wohnzimmer bezeichnet, da hier fast jedes Porsche-Modell im Laufe seiner Entwicklungsphase eine neue Bestzeit aufgestellt hat.
Diese Epoche scheint jedoch vorerst Risse zu bekommen, denn die Rekorde des Taycan und auch des Panamera wurden deutlich unterboten. Mit einer offiziell gemessenen Rundenzeit von 7:04,957 Minuten hat sich der Xiaomi SU7 Ultra an die Spitze gesetzt. Das Fahrzeug gilt damit als das schnellste elektrische Serienfahrzeug und ist zeitgleich die schnellste viertürige Limousine, die diese anspruchsvolle Strecke je bezwungen hat.
Für die chinesischen Entwickler ist dieser Erfolg mit einem ohnehin schon 1.548 PS starken Boliden, der den Standardsprint von null auf einhundert Kilometer pro Stunde in unter zwei Sekunden absolviert, jedoch kein Grund zum Innehalten. In der hochdynamischen Automobilbranche Chinas gilt vielmehr das Prinzip, das Erreichte umgehend mit einer noch leistungsstärkeren Variante zu übertreffen.
Xiaomi SU7 Ultra "Extreme" (2027) Erlkönig
Genau diesen Plan scheint Xiaomi nun in die Tat umzusetzen. Erlkönig-Fotografen an der Nordschleife haben kürzlich Aufnahmen eines stark modifizierten Prototyps gemacht, bei dem es sich aller Voraussicht nach um eine noch radikalere Ausführung mit dem Namen Xiaomi SU7 Ultra Extreme handelt.
Das gesichtete Testfahrzeug präsentiert sich mit tiefgreifenden aerodynamischen Anpassungen. Ein gewaltiger Heckdiffusor, ein markanter Heckflügel sowie eine weitaus aggressiver gestaltete Frontpartie prägen das optische Erscheinungsbild des Prototyps. Hinzu kommen auffällig dimensionierte Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln und auf der Motorhaube. Diese Modifikationen deuten unmissverständlich darauf hin, dass Xiaomi die Motorleistung nochmals signifikant anheben möchte.
In Branchenkreisen wird bereits spekuliert, dass zusätzliche Pferdestärken mobilisiert werden, um die Beschleunigung aus dem Stand auf einhundert Kilometer pro Stunde auf einen Fabelwert von rund 1,5 Sekunden zu drücken. Damit untermauert der chinesische Technologiekonzern eindrucksvoll seinen Anspruch auf die absolute Performance-Krone im Segment der elektrischen Sportwagen.
Quelle: Automedia
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