Polestar 2: Neue Generation soll 800 Volt bekommen
Der neue Polestar 2 startet 2027. Er soll auf der Geely-Plattform SEA basieren und 800-Volt-Technik erhalten
Der Polestar 2 war lange Zeit der Bestseller der schwedisch-chinesischen Marke, doch inzwischen hat der Polestar 4 diese Rolle übernommen, und zwar deutlich. Das 2020 eingeführte Einstiegsmodell der Marke soll sich nun weiterentwickeln: Schon im Februar wurde ein völlig neuer Nachfolger angekündigt. Die Markteinführung sei für Anfang 2027 geplant, schrieb Polestar damals.
Viel ist zu dem Neuling noch nicht bekannt. Aber das Teaserbild vom Februar (unser Titelbild) zeigte zumindest, dass er die neue Polestar-Lichtsignatur mit dem in zwei Teile aufgeteilten "T" tragen wird. Eine ähnliche Optik wie beim Polestar 4 und 5 also. Wie das Heck aussehen wird, ist noch Spekulation. Die niederländische Autoweek vermutet, dass das Modell ein Schrägheck statt der bisherigen Limousinenform haben wird.
Der aktuelle Polestar 2 hat eine Limousinenform, aber eine große Heckklappe
Das Polestar 4 Coupé besitzt ebenfalls eine große Heckklappe, aber kein Heckfenster
Bisher basiert der Polestar 2 auf der schon etwas angejahrten Plattform CMA, die auch dem Volvo EX40 und EC40 zugrunde liegt. Laut einem Artikel der niederländischen Autoweek soll er künftig auf die Sustainable Experience Architecture SEA des Mutterkonzerns Geely wechseln, auf der unter anderem der Polestar 4 basiert. Zudem soll der Neuling von 400 auf 800 Volt wechseln – die Plattform unterstützt das. So sollen hohe Ladeleistungen um die 300 kW möglich werden.
Die zweite Generation des Polestar 2 ist nicht das einzige neue Modell der Marke. Das Topmodell Polestar 5 wurde auf der IAA im Herbst 2025 vorgestellt. Er ist seither bestellbar, wird aber offenbar noch nicht ausgeliefert, denn laut Statistik des Kraftfahrtbundesamts gab es bislang noch keine Neuzulassungen. Auch der auf 800 Volt umgestellte Polestar 3 kann bereits geordert werden.
Polestar 4 SUV als Erlkönig
Teaserbild zum Polestar 7
Ab 2. September soll auch das Polestar 4 SUV konfigurierbar sein, eine neue Karosserievariante des Polestar 4 mit steil stehender Heckscheibe. Für 2028 angekündigt ist zudem der Polestar 7, ein elektrisches Kompakt-SUV, das auf SPA3 basieren und technisch eng mit dem noch nicht offiziell bestätigten Volvo EX50 verwandt sein soll. Der Polestar 7 ist auch das erste Polestar-Modell, das in Europa gebaut wird – die meisten Polestar-Fahrzeuge für Europa kommen bisher aus China, der Polestar 3 aus den USA.
Unter dem Strich
Im ersten Halbjahr 2026 wurden etwa 2.400 Polestar-Fahrzeuge zugelassen. Die weitaus meisten, nämlich fast 1.700 Stück, entfielen auf den Polestar 4, der inzwischen als Polestar 4 Coupé bezeichnet wird. Der Polestar 2, 2024 noch unumstrittener Bestseller der Marke, ist bei den Verkaufszahlen zurückgefallen. Der Nachfolger könnte diesen Trend mit 800-Volt-Technik umkehren. Das stellt bisher nur ein Gerücht dar. Offiziell bestätigt ist jedoch die Markteinführung Anfang 2027.
Quelle: Autoweek, Polestar (2/2026)
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