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Citroën e-C3: Modellübersicht mit allen Daten und Preisen

Vorgestellt als "erstes erschwingliches Elektroauto Europas", wurde der e-C3 inzwischen noch erschwinglicher.

Citroen e-C3 (2024)

Vorgestellt wurde der Citroën e-c3 als "erstes erschwingliches Elektroauto Europas". Das stimmt nur, wenn man den in China produzierten Dacia Spring nicht zu den europäischen Autos rechnet, denn der ist noch günstiger. Aber mit einem Basispreis von 19.990 Euro gehört der 2024 gestartete Citroën-Stromer doch zu den billigsten Elektroautos auf dem Markt.

Für unsere aktualisierte Modellübersicht haben wir uns die Preis-Daten-Broschüre und unsere bisherigen Artikel zu dem Auto noch einmal ganz genau angesehen. 

Erstmals gezeigt wurde der Citroën e-C3 am 17. Oktober 2023 in Paris. Mit 4,02 Meter ist er etwa so lang wie der Jeep Avenger, mit 1,57 Meter aber ein paar Zentimeter höher. Während der Avenger auf der altbekannten eCMP-Architektur basiert, beruht der e-C3 auf der neuen Smart Car Platform, die auch den C3 in Indien und Südamerika trägt. Der Fiat Grande Panda Elektro ist das Schwestermodell des e-C3. Auf der gleichen Plattform beruhen auch der Citroën e-C3 Aircross und der Opel Frontera, die mit rund 4,40 m aber deutlich länger ausfallen.


Exterieur |  Interieur | Antrieb/Akkus | AufladenPreise/Ausstattungen | Tests


Bildergalerie: Citroën ë-C3 (2024) im Test

Exterieur

Im Vergleich zum alten Citroën C3, den es ausschließlich mit Verbrenner gab, haben sich die Abmessungen des e-C3 kaum verändert. Mit 4,02 Meter Länge gehört das Auto nach wie vor ins B-Segment, die Höhe von 1,57 Metern spricht für eine Einordnung als Kleinwagen-SUV. Auch die stattliche Bodenfreiheit von 167 mm und die Plastikleisten an Radläufen und Türunterkanten deuten in diese Richtung. 

  Länge Breite m. Spiegeln Höhe o. Dachreling Radstand Kofferraum
Citroën e-C3 4,02 m 1,81 m 1,58 m 2,54 m 310 – ca. 1.115 Liter

Die Front sieht ähnlich aus wie beim später vorgestellten C3 Aircross und dem e-C4 Facelift. Vorne prangt das neue Markenlogo im Retro-Stil. Dazu passt, dass die Türen über konventionelle Bügeltürgriffe geöffnet werden. Die Karosserieform ist eher eckig und kantig als rundlich. Die Basisversion rollt auf 18-Zoll-Stahlfelgen, bei der mittleren Variante sind es 17-Zoll-Stahlfelgen und erst die Topvariante hat 17-Zoll-Aluräder. 

Citroen e-C3 (2024)

Das schmale Display unter der Scheibe zeigt nur die wichtigsten Fahrdaten an.
Bild von: Citroen

Interieur

Innen gibt es ein mit Stoff bespanntes Armaturenbrett, das für Wohnzimmer-Ambiente sorgen soll. Für die wichtigsten Fahrdaten gibt es ein kleines, zeilenartiges Display. Es erscheint aus Fahrersicht über dem recht kleinen Lenkrad und wird deshalb von Citroën als "Head-up-Display" bezeichnet. Die Basisausstattung You hat nur eine Handy-Halterung, der 10,25-Zoll-Touchscreen im Querformat kommt erst ab der mittleren Version Plus hinzu.

Der e-C3 bietet fünf Türen und ebensoviele Sitze. Der Kofferraum fasst 310 Liter Gepäck, was weniger ist als die 361 Liter, die Fiat für den Grande Panda Electric angibt, und auch weniger als die 380 Liter des Jeep Avenger. Die Rücksitzlehnen lassen sich serienmäßig nur am Stück umklappen, erst ab der mittleren Ausstattung Plus sind sie im Verhältnis 60:40 geteilt. Das Maximalvolumen des Kofferraums wird nicht angegeben. Der ADAC gibt es mit 1.115 Litern an.

Antrieb und Akkus

Für den Antrieb sorgt stets ein 83-kW-Permanentmagnetmotor von Nidec an der Vorderachse. Bei der Batterie hat man die Wahl zwischen zwei Lithium-Eisenphosphat-Paketen (LFP): Die Variante Urban Range bietet 30 kWh, die Version Standard Range aber 44 kWh. Die Unterschiede zwischen Brutto- und Nettowerten sind laut Preisdatenblatt so minimal, dass sie bei der Rundung auf ganze Kilowattstunden wegfallen.

  Citroën e-C3
Urban Range
Citroën e-C3
Standard Range
Antrieb FWD 83 kW, 125 Nm FWD 83 kW, 125 Nm
0-100 km/h / Vmax 12 Sek. / 125 km/h 11 Sek. / 132 km/h
WLTP-Verbrauch 16,7-17,3 kWh 16,5-17,2 kWh
Akku (netto wie brutto) 30 kWh (LFP) 44 kWh (LFP)
WLTP-Reichweite 204-212 km 314-325 km
EU-Leergewicht 1.413-1.458 kg 1.491-1.560 kg

Obwohl die Basisversion gleich stark und leichter ist (wohl wegen der kleineren Batterie), sind die Fahrleistungen seltsamerweise schlechter: Die Sprintzeit ist eine Sekunde länger, die Höchstgeschwindigkeit minimal niedriger und der Verbrauch etwas höher. Die Rekuperation lässt sich wie bei den eCMP-Fahrzeugen zweistufig einstellen. Statt der B-Taste für eine starke Rekuperation von Corsa & Co. gibt es hier aber eine C-Taste am Getriebe-Wahlschalter für eine schwächere Bremswirkung. Die Reichweiten liegen je nach Batterie bei maximal 212 bzw. 325 km.

Aufladen

Als Kleinwagen wird der e-C3 wohl weit vorwiegend zu Hause mit Wechselstrom geladen. Hier bietet Citroën jedoch bei allen Varianten serienmäßig nur einen einphasigen Lader, womit man in Deutschland wegen der sogenannten Schieflastverordnung nur mit 4,6 kW laden kann. Für 400 Euro Aufpreis wird ein dreiphasiger Bordlader für 11 kW angeboten. Damit soll ein Ladehub von 20 auf 80 % etwa 2h50 dauern.

Das Laden mit Gleichstrom kostet bei der kleinen Batterie 500 Euro Aufpreis; dafür kann man aber nur mit maximal 30 kW laden. Man muss sich allerdings zwischen dem dreiphaisgen Bordlader und der DC-Lademöglichkeit entscheiden – beides zusammen geht nicht. Die große Batterie kann dagegen serienmäßig mit DC geladen werden, und zwar mit 100 kW. Ein Ladevorgang von 20 auf 80 % dauert beim Urban Range etwa 36 min, beim Standard Range nur 26 min.

  Citroën e-C3
Urban Range
Citroën e-C3
Standard Range
Akku 30 kWh (LFP) 44 kWh (LFP)
WLTP-Reichweite 204-212 km 314-325 km
AC-Laden einphasig, optional 11 kW einphasig, optional 11 kW
DC-Laden optional bis 30 kW 100 kW
DC-Ladedauer 36 min (20-80 %) 26 min (20-80 %)
DC-Ladegeschwindigkeit 0,5 kWh/min 1,0 kWh/min
Reichweite-Nachladen bis 3,5 km/min bis 7,5 km/min

Aus den Herstellerangaben zur Speicherkapazität und Ladedauer haben wir die Ladegeschwindigkeit errechnet. Für die gehobene Variante ergeben sich 44 kWh x 0,6 / 26 min = 1,0 kWh/min. Schon das ist kein guter Wert, aber die 0,5 km/min der Basisversion sind fast schon unterirdisch. Zum Vergleich: Der MIni Cooper liegt je nach Version bei 0,9 bzw. 1,1 kWh/min. Ähnlich schlecht sind die analog errechneten Werte fürs Reichweite-Nachladen: In einer Minute kann man Strom für nicht einmal acht Kilometer nachladen. Hier liegt der Mini bei 7,3 bis 9,3 km/min.

Preise und Ausstattungen

Für die Version mit großer Batterie werden drei Ausstattungen angeboten; sie heißen You, Plus und Max. Beim Modell mit kleinem Akku ist Max nicht bestellbar:

  Citroën e-C3
Urban Range
Citroën e-C3
Standard Range
You 19.990 Euro 23.300 Euro
Plus 23.300 Euro 25.500 Euro
Max 27.800 Euro

Zur Serienausstattung von You gehören (neben der Smartphone-Halterung und dem einphasigen Bordlader) auch noch 16-Zoll-Stahlräder, LED-Scheinwerfer mit Lichtsensor, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne, Parkpiepser hinten, ungeteilt umklappbare Rücksitzlehne, Tempomat und Klimaanlage sowie Anti-Kollisionssystem, Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung.  

Bei der Version Plus kommen 17-Zoll-Stahlfelgen zum Einsatz, außerdem sind die Außenspiegel hier auch elektrisch anklapp- und beheizbar, der Fahrersitz höhenverstellbar. Zudem besitzt der Plus den erwähnten 10,25-Zoll-Touchscreen, geteilt umklappbare Rücksitze, LED-Scheinwerfer, Regensensor und eine Dachreling.

Der e-C3 Max verfügt zudem über 17-Zoll-Alufelgen, eine Bicoloroptik mit schwarzem oder weißem Dach, ein Navi, LED-Rückleuchten in 3D-Optik, elektrische Fensterheber hinten, Klimaautomatik, kabelloses Laden fürs Handy, Parkpiepser hinten und Rückfahrkamera.

Die hellblaue Lackierung kostet keinen Aufpreis. Daneben gibt es noch Weiß (200 Euro), Schwarz (520 Euro), Grau (ebenfalls 520 Euro) und Rot (700 Euro). Außer den Lackierungen und dem 11-kW-Lader gibt es kaum Extras für das Auto. Auch eine Wärmepumpe ist nicht verfügbar.  

Gebaut wird der Citroën e-C3 im slowakischen Trnava.

Sitzprobe, Test und Rivalen

Bei unserer ersten Sitzprobe in einem Vorserienmodell überzeugte das Anzeigekonzept: Dank der einzeiligen Instrumentenanzeige muss man nicht wie beim Tesla Model 3/Y oder beim Volvo EX30 den Blick von der Straße wenden, um zu sehen, wie schnell man fährt.

Die Materialqualität war ordentlich; über Hartplastik in den unteren Bereichen muss man auch in höheren Klassen hinwegsehen. Die Klimaanlage wird über physische Tasten eingestellt (wohl auch weil der You keinen Touchscreen hat). Positiv auch: Anders als der Volvo EX30 und VW ID.3 hat der neue Elektro-Citroën für vier Fensterheber auch vier Knöpfchen. Unser Vorführ-Modell hatte jedoch ein kaum mehr zeitgemäßes Zündschloss mit Schlüssel. 

Die Türen öffnen und schließen ordentlich, die Heckklappe wirkt dagegen wenig solide. Das Gleiche gilt für die Ladeklappe. Darunter kam bei den Vorserienmodellen ein CCS2-Port ohne Verschlussstöpsel zum Vorschein – beim Laden per Typ-2-Stecker könnte da Regenwasser eindringen. 

Im Fond gibt es mehr als genug Kopffreiheit für 1,75 m große Personen, die Kniefreiheit reicht durch die geschickte Formgebung der Vordersitzlehnen ebenfalls aus. Ein Nachteil ist die etwa 22 cm hohe Schwelle am Eingang des Kofferraums.

Kollege Roland testete den e-C3 mit großer Batterie im Mai 2024. Dabei gefiel die ausreichende Bestückung mit physischen Bedienelementen. Das Zeilendisplay wirkte ausgesprochen scharf. Die "Advanced Comfort"-Sitze sind zwar besser als das Gestühl eines Dacia Sandero, aber auch nicht wirklich bequem. Dagegen wirkte die "Advanced Comfort"-Federung angenehm, der Vortrieb deutlich flotter als beim Spring.

Auch das kleine Lenkrad und die recht direkte Lenkung fanden Beifall. Der Kollege empfiehlt die Topversion Max, nicht nur wegen des Touchscreens und der Klimaautomatik, sondern auch, weil nur hier das Winter-Paket mit Sitz- und Lenkradheizung bestellbar ist.

Zu den Rivalen des Citroën e-C3 gehören die günstigsten Elektroautos auf dem Markt. Damit tritt der Wagen unter anderem an gegen den Dacia Spring in der neuen Version und den Leapmotor T03. Beide sind günstiger. Der BYD Dolphin Surf in der Basisversion Active ist technisch vergleichbar, aber zum Listenpreis deutlich teurer:

  Antrieb Reichweite Kofferraum  Basispreis 
Citroën e-C3 Urban Range FWD 83 kW bis 212 km  310 Liter 19.990 Euro
Leapmotor T03 FWD 70 kW bis 265 km 210-880 Liter 18.900 Euro
Dacia Spring FWD 52 kW bis 221 km 208-1.004 Liter 16.900 Euro
BYD Dolphin Surf Active FWD 65 kW 220 km 308-1.037 Liter 22.990 Euro

Die gehobene Version mit bis zu 325 km Reichweite für 23.300 Euro tritt gegen den Fiat Panda Grande Electric und den Hyundai Inster mit der kleineren Batterie an. Auch der BYD Dolphin Surf kommt infrage, aber nicht zum arg überhöhten Listenpreis:

  Antrieb Reichweite Kofferraum  Basispreis 
Citroën e-C3 Urban Range FWD 83 kW bis 325 km  310 Liter 23.300 Euro
BYD Dolphin Surf Boost FWD 65 kW 322 km 308-1.037 Liter 26.990 Euro
Fiat Panda Grande Electric FWD 83 kW bis 320 km 361 Liter 24.990 Euro
Hyundai Inster 42 kWh FWD 71 kW 327 km 280-1.059 Liter 23.900 Euro

Von der Größe her ähnlich wie der e-C3, aber deutlich teurer sind die kleinen Stellantis-SUVs à la Fiat 600e (ab 35.450 Euro, 115 kW, rund 410 km Reichweite) oder Jeep Avenger (ab 38.500 Euro). 

Technische Daten des Citroën e-C3

  • Frontantrieb mit 1 Permanentmagnet-Synchronmotor
  • Systemleistung/Drehmoment: 83 kW / 125 Nm
  • 0-100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: 12 bzw. 11 Sek. / 125 bzw. 132 km/h
  • WLTP-Stromverbrauch: 16,5-17,3 kWh/100 km
  • Akku / WLTP-Reichweite: 30 bzw. 44 kWh netto wie brutto (LFP) / 204 bis 325 km
  • Max. Ladeleistung: mit AC einphasig (optional 11 kW), mit DC optional 30 bzw. serienmäßig 100 kW
  • DC-Ladedauer: 36 bzw. 26 min (20-80 %)
  • Maße: 4.015 mm Länge / 1.813 mm Breite (mit Spiegeln) / 1.567 mm Höhe / 2.540 mm Radstand
  • Kofferraum: 310– ca. 1.115 Liter 
  • Basispreis: 19.990 Euro

Letzte Änderung am 24. Dezember 2025: Ausstattung Plus hinzugefügt, Details zum Bodlader und zum DC-Laden ergänzt.