Förderung für die Batteriezell-Fabrik von Tesla in Grünheide nun genehmigt

Bislang kommen die allermeisten Batteriezellen für Elektroautos aus Asien – von Panasonic, BYD, LG Chem, CATL, Samsung SDI und wie sie alle heißen. Damit das Geld für die teuren Akkus künftig nicht mehr nach Fernost abfließt, fördert die Politik neue Fabriken in Deutschland.

Genaueres war am vergangenen Dienstag von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zu erfahren. Er verkündete, dass die EU-Kommission die Förderung weiterer Batterieprojekte genehmigt hatte, wie der Tagesspiegel berichtet. 

Die Förderung ist ein europäisches Projekt (ein so genanntes Important Project of Common European Interest, IPCEI) unter deutscher Leitung. Es umfasst 2,9 Milliarden Euro. Gefördert wird unter anderem Teslas Batteriezellen-Produktion in Grünheide (Bericht bei Motor1).

Insgesamt erhalten 42 Unternehmen aus zwölf EU-Ländern Geld, darunter BMW, FCA und Tesla, aber auch kleinere Firmen. Allein in Deutschland stellt das Bundeswirtschaftsministerium drei Milliarden Euro bereit. Hinzu kommen Beiträge der Bundesländer. 

Wie viel Geld Tesla für sein Batteriezellen-Werk erhält, sagte Altmaier am Dienstag offenbar nicht. Neben Tesla gibt es auch IPCEI-Mittel für BMW, und zwar unter anderem für die Beteiligung an der Entwicklung von Festkörperbatterien. Porsche bekommt Geld für die Entwicklung von Zellen mit besonders hoher Energiedichte und kurzer Ladezeit (zusammen mit dem Zellhersteller Customcells), so der Bericht.

Auch Northvolt wird gefördert. Die schwedische Firma baut derzeit in Salzgitter eine Batteriezellfertigung zusammen mit VW auf. In dem neuen IPCEI-Projekt soll die Möglichkeit eine weiteren Fertigungsstätte in Deutschland untersucht werden.

Außerdem werden gefördert: die Firma Liofit aus Kamenz (Akku-Recycling), ACI Systems (Lithium-Gewinnung), Alumina Systems (Kathode auf Basis von Natriumnickelchlorid), ElringKlinger (Entwicklung eines Zellgehäuses), Manz (Maschinen zur Produktion von Zell-Produktion), SGL Carbon (Herstellung und Recycling von Anodenmaterialien) sowie die Skeleton Technologies (Kombination aus Lithium-Ionen-Akkus und Supercaps).

Schon 2019 hatte die EU grünes Licht für ein ähnliches IPCEI gegeben. Damals wurden die Produktion von Kathodenmaterialien durch BASF in Schwarzheide (Lausitz) und ein deutsch-französisches Projekt von Saft und PSA/Opel (Batteriezellen-Produktion in Kaiserslautern und im französischen Douvrin) gefördert.