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Renault will den R5 offenbar mit LFP-Batterien ausrüsten

Günstige Batteriezellen könnten das Auto so erschwinglich machen wie versprochen

Renault 5 (Designstudie, 2021)

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

16. Feb. 2021 um 09:07 Uhr

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Das unumstrittene Highlight der Renaulution-Pressekonferenz war der neue Renault R5, ein Elektroautos, das erschwinglich für die Massen sein sollte, so Renault-Chef Luca de Meo bei der Pressekonferenz. Nun wird deutlich, wie Renault den Kleinwagen zu einem massentauglichen Preis verhelfen könnte: mit LFP-Batterien.

In einem Interview mit Automotive News Europe sagte de Meo, dass der angepeilte günstige Preis für den R5 erreichten werden könnte, indem man Batterien mit Lithium-Eisen-Phosphat-Chemie (LFP-Akkus) einsetzt. LFP-Batterien haben zwar eine geringere Energiedichte als konventionelle Nickel-Mangan-Cobalt-Akkus (NMC), sind dafür aber auch günstiger, weil man für ihre Herstellung kein teures Cobalt und Nickel braucht. 

Was den Preis für den Renault 5 angeht, so versprach de Meo in der Pressekonferenz nur Preise, die sich viele leisten können. Laut Automotive News Europe soll er unter 30.000 Euro liegen. Das wäre plausibel, da der Einstiegspreis von vergleichbaren Elektro-Kleinwagen wie Peugeot e-208 oder Renault Zoe ebenfalls in diesem Bereich liegt.

Tesla strebt mit seinem neuen Klein- oder Kompaktwagen allerdings einen Preis von 25.000 Dollar an – das wären nur 21.000 Euro. Auch Tesla wird wohl eine LFP-Batterie einsetzen. Einen ähnlichen Preisrahmen wie Elon Musk hat offenbar auch Herbert Diess von VW für seinen angeblich geplanten Kleinwagen im Sinn. Nach einem Bericht des Handelsblatts vom vergangenen November soll der ID.2 etwa 20.000 Euro kosten, ebenfalls LFP-Batterien bekommen und von JAC in China gebaut werden.

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LFP-Batterien scheinen der Königsweg zu erschwinglichen Elektroautos zu sein. Doch sie haben auch Nachteile. Vor allem sind sie bei gleicher Reichweite schwerer als NMC-Batterien. Außerdem lassen sie sich bei Kälte schlechter laden und sorgen bei Minusgraden für einen stärkeren Abfall der Reichweite.

Während die Kälteabhängigkeit wohl bleiben wird, könnte sich bei der Energiedichte noch etwas tun. Vor allem neuen Techniken wie Cell-to-Pack (CTP) und Cell-to-Chassis (CTC) wird zugetraut, das Gesamtgewicht von Akkus zu senken.

Bei Cell-to-Pack werden die Batteriezellen direkt zu einem Batteriepaket (Pack) zusammengebaut, statt zuvor in Batteriemodule. Das spart Volumen und Gewicht. An dieser Technik arbeiten CATL und BYD sowie Tesla. Noch radikaler ist Cell-to-Chassis, wobei auch das Batteriegehäuse wegfällt: Die Batteriezellen werden ins Chassis eingebaut. Wenn man gewichtssparende Techniken wie CTP und CTC mit der günstigen LFP-Zellen verbindet, könnten also bessere Elektroautos dabei herauskommen – nicht nur Elektro-Kleinwagen.

Bildergalerie: Renault 5 (Designstudie, 2021)

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Renault 5 (Designstudie, 2021)

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Quelle: Automotive News Europe

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