Bestseller ist ein VW, aber nicht der, an den man als erstes denkt

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat nun die Statistik für die meistverkauften Autos des Jahres fürs erste Quartal 2021 veröffentlicht - oder genau gesagt: die Neuzulassungsstatistiken. Danach wurden in den Monaten Januar bis März knapp 65.000 neue Elektroautos erstmals zugelassen.

Mit 16.220 Stück am meisten Elektroautos verkaufte im ersten Vierteljahr die Marke VW. Am begehrtesten war allerdings nicht etwa der ID.3 oder ID.4, sondern der e-Up, der derzeit gar nicht mehr erhältlich ist. Mit 7.260 Stück war er auch das meistgekaufte Elektroauto auf dem deutschen Markt. Der praktisch baugleiche Skoda Citigo kam mit 1.509 Stück ebenfalls noch auf ein respektables Ergebnisse, während der jüngst neu aufgelegte Seat Mii nur auf 964 Stück kam.

In der VW-Verkaufsstatistik dahinter landete der ID.3 mit knapp 6.000 Stück, vom gerade gestarteten ID.4 wurden 1.445 Exemplare verkauft. Auch der e-Golf spielte mit 1.472 Stück noch eine Rolle, die allerdings schnell kleiner wird – er stand im Gesamtjahr noch auf Platz 2.

Tesla verkaufte praktisch ausschließlich das Model 3: 6.031 von insgesamt 6.074 Autos insgesamt waren Model-3-Exemplare. Die andere reine Elektro-Marke, Smart, verkaufte 5.975 Autos, davon etwa drei Viertel Fortwo und nur ein Viertel Forfour.

Elektroauto-Bestseller im 1. Quartal 2021:

  1. Quartal 2021

Gesamtjahr 2020

Platzierung im Gesamtjahr 2020
1. VW e-Up 7.260 Stück 10.839 Stück 7. (Aufstieg um 6 Plätze)
2. Tesla Model 3 6.031 Stück 15.202 Stück 3. (Aufstieg um 1 Platz)
3. VW ID.3 5.951 Stück 14.493 Stück 4. (Aufstieg um 1 Platz)
4. Hyundai Kona 5.722 Stück 14.008 Stück 5. (Aufstieg um 1 Platz)
5. Renault Zoe 4.282 Stück 30.376 Stück 1. (Abstieg um 4 Plätze)
6. BMW i3 2.841 Stück 8.629 Stück 8. (Aufstieg um 2 Plätze)
7. Mini Cooper SE 2.388 Stück 4.365 Stück >10
8. Audi e-tron 2.126 Stück 8.135 Stück 9. (Aufstieg um 1 Platz)
9. Opel Corsa-e 2.109 Stück 6.016 Stück 10. (Aufstieg um 1 Platz)
10. Peugeot e-208 1.906 Stück 2.631 Stück >10

Zurückgefallen ist der Renault Zoe, der in der KBA-Statistik zum Gesamtjahr 2020 noch auf Platz eins stand: Von dem Elektro-Kleinwagen wurden nur rund 4.200 Stück verkauft - vermutlich wegen der ständig stärker werdenden Konkurrenz. Stark präsentiert sich der Hyundai Kona, der auf rund 5.700 Stück kam, während der Ioniq mit 440 Stück nur noch eine Statistenrolle spielt. Auch das kleine SUV von Partnermarke Kia, der e-Soul, kam nur auf 550 Stück. Besser verkaufte sich das Kompakt-SUV e-Niro (1.172 Stück).

Unter "Ferner liefen" rangieren der Fiat 500 e (1.614 Stück), sowie die schon erwähnten Modelle aus dem VW-Konzern: Skoda Citigo (1.509) und Seat Mii (964 Stück), VW e-Golf (1472) und VW ID.4 (1.445). Der Mercedes EQC kam auf 1.110 Stück, der noch ganz neue EQA auf 315 Stück. Der neue Porsche Taycan verkaufte sich 957 Mal, während der noch neuere Audi e-tron GT nur auf 308 Exemplare kam.

Eher enttäuschend schnitten die Modelle aus dem Stellantis-Konzern ab. Opel Corsa-e und Peugeot e-208 landeten zwar noch unter den Top Ten, aber der Opel Mokka-e verkaufte sich nur 608 Mal - hier mögen auch die Probleme mit der Verfügbarkeit niedergeschlagen haben.  

Keine Verkaufsschlager sind der Honda e (137 Stück), der inzwischen schon angejahrte Jaguar I-Pace (142 Stück) und der Mazda MX-30 (406 Stück). Auch der Polestar 2 ist mit 445 Stück kein Renner, aber hier ist durch die günstigeren neuen Versionen Besserung in Sicht.