Endgültiger Name des Elektro-Supersportlers könnte "Leevno" lauten

Kürzlich haben wir uns den Pininfarina Battista näher angesehen und uns beim Chef-Entwickler René Wollmann aus erster Hand informiert. Dabei stießen wir erneut auf den Rimac C_Two, der technisch fast identisch ist. Der Pininfarina soll ab Spätsommer 2021 produziert werden. Und was ist mit dem Rimac? Wir haben zusammengestellt, was bisher bekannt ist.

Zunächst: Der Name C_Two ist nicht der endgültige. C steht wohl für Concept und Two für das zweite Modell nach dem 2011 vorgestellten Concept One. Den Namen des Serienmodells will der Hersteller bald verraten, wie auf der Facebook-Seite vor wenigen Tagen zu lesen war:

"…new official name #ComingSoon" (Facebook-Seite von Rimac)

Bildergalerie: Rimac c_Two (Bilder von 2018)

Auf LinkedIn berichtet ein User, dass das Auto Rimac Leevno heißen soll, was offenbar eine Anspielung auf das englische Wort Leaf (Blatt) sein soll. Der User beruft sich auf eine Grafikdatei. Wenn wir die Google-Übersetzung aus dem Kroatischen richtig verstehen, wurde diese Datei auf einer Xbox gefunden. Auf der Spielekonsole war offenbar die Rennsimulation Forza Horizon 4 installiert, in der man auch den Rimac fahren kann.

Aber kehren wir zu den Tatsachen zurück. Entwickelt wurde das Auto vom kroatischen Hersteller Rimac. Das Debüt fand 2018 auf dem Genfer Autosalon statt. Mit 1.408 kW nochmal deutlich stärker als der erwähnte Concept One, sollte er in 1,85 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Ganz so schnell ist das Auto derzeit wohl noch nicht. Ivan Rimac (wohl jemand aus der Unternehmerfamilie) postete am 11. Mai auf der Facebook-Seite von Rimac ein Foto von einem Fahrcomputer mit einigen Beschleunigungsdaten:   

 

Danach kann das Auto derzeit in 2,12 Sekunden auf 60 mph sprinten. Dieselbe "Race Box" ist im folgenden Video von Ende April zu sehen, wo sie noch 2,33 Sekunden anzeigt – man nähert sich also den zwei Sekunden. In dem Video erklärt Unternehmenschef Mate Rimac, wo man mit dem Auto steht; auch ein sehenswertes Wettrennen gegen einen Porsche Taycan Turbo S ist zu sehen:

Der T-förmige Akku des Rimac speichert 120 kWh. Die Reichweite gibt Rimac mit 550 Kilometer nach WLTP an. Der Strom fließt wie beim Concept One in vier Elektromotoren. Jeder Motor hat ein eigenes Eingang-Getriebe (während ursprünglich hinten Zweigang-Getriebe vorgesehen waren, wie uns René Wollmann erklärte). Der Wagen hat ein Carbon-Monocoque und Scherentüren.

Eigentlich sollte das Auto 2020 in Serie gehen; es sind allerdings auch nur 150 Stück geplant, die längst verkauft sind. Der Preis soll bei 1,8 Millionen Euro liegen oder besser gelegen haben.

Technische Daten des Rimac C_Two

  • Antrieb: vier E-Motoren (PSM) mit zusammen 1408 kW und 2.300 Nm
  • 0-100 km/h: <2 Sek.
  • 0-300 km/h: 11,6 Sek.
  • Höchstgeschwindigkeit: 412 km/h
  • Akku: 120 kWh (Lithium-Mangan-Nickel, 2170er-Zellen)
  • Reichweite: 550 km WLTP
  • Aufladen: bis 22 kW AC, bis 250 kW DC
  • Auflade-Zeit: <30 min für 0-80 Prozent
  • cW-Wert: 0,28
  • Maße: 4.750 mm Länge / 1.986 mm Breite / 1.208 mm Höhe / 2.745 mm Radstand
  • Gewicht: 1.950 kg