US-Konzern verdient mehr und steckt nun 35 Milliarden Dollar in die Elektromobilität

General Motors will bis zum Jahr 2035 komplett auf Elektroautos umsteigen. Dazu investiert der Konzern in den nächsten fünf Jahren 27 Milliarden Dollar in die Elektromobilität. Das berichteten wir im Januar. Nun erhöht GM den Einsatz um weitere 30 Prozent und will 35 Milliarden investieren. Das berichtet nun Bloomberg.

Ursprünglich, im März 2020, hatte GM von einer Investition von 20 Milliarden gesprochen; dieser Betrag war im November auf 27 Milliarden aufgestockt worden. Nun wurden 35 Milliraden daraus. Zu dem neuesten Schritt in Richtung E-Mobilität entschloss sich GM-Chefin Mary Barra offenbar wegen des hohen Gewinns: Das EBIT (also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag im ersten Halbjahr 2021 bei 9,5 Milliarden Dollar und war damit deutlich höher als die erwarteten 5,5 Milliarden.

Diese Tatsache und die steigende Nachfrage nach Elektroautos – selbst nach bislang weniger begehrten Modellen wie dem Chevrolet Bolt – stärkten offenbar die Zuversicht von GM in die Technologie. Der Konzern versprach bisher 30 neue Elektroautos weltweit bis 2025. Diese Pläne sollen nun erweitert werden, wie GM erklärte. Genauere Angaben machte der Hersteller jedoch nicht. 

Ein weiterer Teil des Geldes wird wohl in neue Batteriefabriken fließen. Bisher hat GM zwei neue Akku-Werke angekündigt: eines in Tennessee und eines in Lordstown (Ohio). Zwei weitere Batterie-Fertigungsstätten sollen nun noch dazu kommen. Wo diese entstehen werden, teilte GM nicht mit.

GM-Finanzvorstand Paul Jacobson sagte, der Konzern habe trotz der globalen Chip-Knappheit mehr Autos verkauft als erwartet. "Wir sehen einige gute Erfolge mit dem Bolt und dem Bolt EUV", sagte Jacobson in einer Telefonkonferenz. "Es geht also nicht nur um höherpreisige Neuvorstellungen. Das ist wirklich Kapital ohne Reue. Wir wissen, dass wir diese Batteriewerke brauchen werden."

external_image

Weitere GM-Projekte sind das autonom fahrende Elektro-Shuttle Cruise Origin, der Bau von zwei Elektroautos auf Basis der Ultium-Technologie in Kooperation mit Honda sowie den Bau von Lokomotiven mit Elektroantrieb und mit Brennstoffzellen, den GM mit Wabtec vereinbart hat.

Ende 2021 kommen der Hummer EV und der Cadillac Lyriq auf den US-Markt. Ein elektrisch angetriebener Chevrolet Silverado ist ebenfalls unterwegs. In China verkauft sich der Hongguang Mini EV von GM-Tochter Wuling prächtig. Der nur 2,92 Meter lange Elektro-Kleinstwagen wird für für nur 3.800 Euro verkauft.