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Volkswagen New Auto: Software als neuer Geldbringer

Wie die Software E3 2.0 ab 2025 neue Geschäftsfelder für VW erschließen soll

Was der VW-Konzern in Sachen Software vorhat

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

14. Jul. 2021 um 15:13 Uhr

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Software-Plattformen spielten beim "New Auto"-Event des VW-Konzerns eine wichtige Rolle. Erklärt wurden sie von Cariad-Chef Dirk Hilgenberg. Cariad ist die 2019 gegründete Software-Sparte des Konzerns, die seit 2020 als selbständige Einheit operiert. Sie entwickelt unter anderem das konzerneigene Betriebssystem VW.OS.

Das erste Highlight von Cariad waren die diesen Monat gestarteten Over-the-Air-Updates für die ID-Modelle. Die zugrundeliegende Software wird als E3 1.1 bezeichnet. Das ist die Software, die auf den aktuellen MEB-Autos wie dem VW ID.4 läuft. Die nächste Generation 1.2 soll 2023 im Porsche Macan Elektro und im Audi Q6 e-tron starten. Auch für die übernächste Version 2.0 gibt es schon ein Startdatum: Sie kommt ab 2025 zum Einsatz, zuerst in dem Audi-Modell mit dem Codenamen Artemis und dann ab 2026 im VW-Modell mit der vorläufigen Bezeichnung Trinity.

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Version 1.2 soll auf Android Auto basieren und einen App Store für Software anderer Hersteller beinhalten, so dass man seine Lieblings-Programme für Entertainment oder Messaging nutzen kann, so Hilgenberg.

Die eigentliche Revolution soll aber mit Version 2.0 kommen. Diese soll ab 2025 in alle neuen Modelle kommen, egal ob es ein VW, Audi oder Porsche ist. Die Software unterstützt das autonome Fahren Level 3 und 4 und das automatisierte Laden – wahrscheinlich das, was beim Ladeanbieter Fastned Autocharge heißt: Man schließt das Auto an die Säule an und schon beginnt der Ladevorgang; die Authentifizierung geschieht nicht per Karte oder App, sondern das Auto identifiziert sich selbst.

Außerdem ermöglicht E3 2.0 umfassende Up- und Downloads von der Automotive Cloud – auch VW.AC genannt, die in Kooperation mit Microsoft entwickelt wird. Dadurch wird es möglich, die Software stets aktuell zu halten und Functions on Demand zu verwirklichen. So wird man zum Beispiel autonome Fahrfähigkeiten oder auch mehr elektrische Reichweite für den Urlaub buchen können, so der Cariad-Chef. Die Einnahmen daraus werden zu einer neuen Einkommensquelle für den Konzern.

Außerdem werden die 10 Millionen Autos, die der Konzern jedes Jahr verkauft, zu 10 Millionen Datenquellen. Diese Daten können analysiert werden und Fehler per OTA-Update behoben werden - ein Zyklus, den VW als Big Loop Process bezeichnet.

Mehr von der "New Auto"-Veranstaltung:

Volkswagen New Auto: Endlich mehr Klarheit bei den Plattformen

Volkswagen New Auto: 60% der Verbrenner-Modelle entfallen bis 2030

Hier die gesamte Veranstaltung. Der Teil zur Software beginnt bei 49:00:

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