Fisker gibt erste Details zu seinen geplanten Brand Experience Centers bekannt. Das erste solche Marken-Zentrum soll in der ersten Jahreshälfte 2022 in Los Angeles eröffnen, gefolgt von einem Europazentrum in München. Die Zentren bieten Interessenten die Möglichkeit, die Fahrzeuge der Marke zu erkunden und mit Produktexperten zu sprechen.

Nach Los Angeles und München sollen bis zur zweiten Jahreshälfte 2022 mindestens vier weitere Zentren entstehen – in London, New York, Miami und Kopenhagen. Die Fahrzeuge der Marke sind bis auf weiteres nur die verschiedenen Varianten des Ocean. Das Elektro-SUV wird auf der LA Auto Show 2021 im November seine Weltpremiere feiern. Die Produktion beginnt jedoch erst ein Jahr darauf, am 17. November 2022. Die Prototypen-Erprobung soll noch 2021 beginnen.

Weniger als 500 Tage vor Produktionsbeginn konzentriere sich Fisker nun auf die Gestaltung der "Customer Journey", sagte Firmenchef Henrik Fisker. "Unsere Brand Experience Center werden für die Mehrheit unserer potenziellen Kunden der erste physische Kontakt sein." Dabei konzentriere man sich auf die größten Ballungsräume – und auf die Orte, wo die meisten Kunden leben, die bereits eine Reservierung haben.

Einschließlich Flottenbestellungen von Unternehmen wie Credit Agricole Consumer Finance, Onto und Viggo konnte Fisker nach eigenen Angaben bisher rund 62.000 Interessenten und 17.300 Reservierungen für den Ocean verbuchen. Die Reservierung begann Ende 2019; wer sich ein Auto reservieren möchte, muss eine Anzahlung von 250 Dollar und eine Gebühr von 25 Dollar zahlen.

In den USA beginnen die Preise bei 37.4999 Dollar vor Förderung. Erstmals machte Fisker nun auch Angaben zum Preis des Ocean in Deutschland: Das Auto soll unter 32.000 Euro zu haben sein, wobei die Förderung aber bereits abgezogen ist. Die Listenpreise dürften also bei etwa 42.000 Euro beginnen. 

Der Ocean soll nach einem Tweet des Firmenchefs in der Topversion einen Allradantrieb mit über 400 kW Leistung bekommen. Daneben ist eine Version mit Zweiradantrieb geplant. Technische Basis wird eine Plattform vom Zulieferer Magna sein. Die Batterie mit einer Speicherkapazität von rund 80 kWh soll bis zu 480 Kilometer ermöglichen - und zwar nach der strengen US-amerikanischen EPA-Norm.

Aufgeladen wird mit bis zu 150 kW. Dann soll ein Ladevorgang von 15 auf 80 Prozent etwa 30 Minuten dauern. Zu den Besonderheiten gehört der California Mode: Mit einem Tastendruck lassen sich gleichzeitig das große Glasschiebedach, die hinteren Seitenfenster und die Heckscheibe öffnen.