Die Produktion des Fisker Ocean soll erst am 17. November starten, doch alle 5.000 Exemplare der Einführungsmodells namens Fisker Ocean One sind bereits reserviert. Und da jeder Kunde eine Anzahlung von 5.000 Dollar leisten musste, darf man davon ausgehen, dass die Autos auch wirklich abgenommen werden.

Das Einführungsmodell eingeschlossen, liegen nun über 56.000 Reservierungen für den Fisker Ocean vor. Zum Ende des ersten Quartals waren es noch 45.000 und Ende des vierten Quartals 2021 standen erst 31.000 Reservierungen in den Büchern.

"Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass die 5.000 limitierten Exemplare des Fisker Ocean One komplett ausverkauft sind, dank Pionierkunden in allen neun Einführungsmärkten: Österreich, Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, Großbritannien und den Vereinigten Staaten." (Henrik Fisker)

Vom Fisker Ocean wurden bereits 55 Prototypen durch den Auftragsproduzenten Magna in Österreich fertiggestellt. Diese durchlaufen nun Tests. Zwei davon wurden an den Hauptsitz in Manhattan Beach (trotz des Namens bei Los Angeles gelegen) geliefert, damit sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein Bild von dem Auto machen können. Auch Hendrik Fisker selbst hat das Auto nun in LA gefahren.

"Die Qualität des Prototyps muss noch verbessert werden, bevor wir in die Serienproduktion gehen, denn bei einigen Komponenten handelt es sich noch um frühe Prototypen-Teile, aber es bleibt Zeit für weitere Verfeinerungen", sagte Fisker. 

Bildergalerie: Fisker Ocean in Goodwood 2022

Ein Konfigurator für den Ocean soll Ende Oktober starten. Er soll auch den voraussichtlichen Liefertermin anzeigen. Ab dem 18. November, also dem Tag nach dem Produktionsstart, kann man dann den Fisker Ocean Extreme reservieren, ab dem ersten Quartal 2023 dann auch die Versionen Ultra und Sport.

Im Jahr 2023 will Fisker vor allem den Ocean One und den Ocean Extreme bauen lassen. Die Produktion des Fisker Ocean Sport wird wohl erst Ende 2023 anlaufen, schrieb Fisker im März (Pressemitteilung als PDF). Die Auslieferungen des Ocean in Frankreich sollen im April 2023 beginnen, Großbritannien folgt Mitte 2023. Wann die Auslieferung in Deutschland beginnt, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Die Preise in Deutschland beginnen bei 41.560 Euro, den Ocean One gibt es laut Website ab 69.950 Euro.

Noch 2022 sollen Fisker Lounges in Los Angeles und München öffnen. Im nächsten Jahr sollen 50 weitere Standorte in Nordamerika und Europa hinzu kommen.

 

Das zweite Modell der Firma, der Fisker Pear, soll ab 2024 von Foxconn gebaut werden. Der chinesische Elektronikspezialist hat dazu eine "betriebsbereite" Fabrik in Ohio gekauft. Technische Basis für den Pear ist die von Fisker entwickelte SLV1-Plattform. Die Preise sollen bei etwa 30.000 Dollar beginnen; produziert werden sollen nicht weniger als 250.000 Stück pro Jahr. Ein fahrfähiger Prototyp soll Ende 2022 fertig sein. Für den Pear gingen bisher schon über 4.000 Reservierungen ein, obwohl es bisher nur Teaserbilder zu dem Auto gibt.

Fisker Project Ronin (2. Teaserbild vom 5. Mai 2022)

Der Ronin wird das dritte Fahrzeug von Fisker sein. Das rein elektrische Cabrio (das von Fisker nach wie vor als Grand Tourer bezeichnet wird) soll eine Strukturbatterie erhalten, was die Reichweite erhöhen soll. Reservierungen sollen ab Sommer 2023 möglich sein.

Auch finanziell läuft offenbar alles rund. Zwar schreibt Fisker nach wie vor rote Zahlen (im 2. Quartal lag der Nettoverlust bei 106 Millionen Dollar), aber die rund 850 Millionen Dollar Barmittel reichen laut Fisker aus für den Ocean-Produktionsstart und die Entwicklung weiterer Fahrzeuge im Jahr 2022. 

Wie schon die riesige Produktionszahl für den Fisker Pear zeigt, hat die Firma für die Zukunft große Ziele. Im Jahr 2027 will Henrik Fisker eine Million Autos produzieren können.
Ziel der Produktion von einer Million Fahrzeugen bis 2027. Mit 530 Mitarbeitenden ist die Firma bislang allerdings relativ klein. Die Rekrutierung laufe aber "weiterhin auf Hochtouren", schreibt Fisker.