Volkswagen lieferte im vergangenen Jahr weltweit rund 330.000 reine Elektroautos (BEVs) aus. Damit stieg die Zahl der ausgelieferten BEVs gegenüber dem Vorjahr um 23,6 Prozent. Im Jahr 2021 hatte die Marke 263.000 Elektroautos ausgeliefert.

Über alle Antriebsarten hinweg lag VW rund sieben Prozent unter dem Vorjahr: 4,56 Millionen Neufahrzeuge wurden an die Kundschaft übergeben. Damit lag die globale BEV-Quote bei gerade mal sieben Prozent. In Deutschland erreichte die Marke eine Elektroauto-Quote von 13 Prozent und lag auch damit deutlich unter dem deutschen Durchschnitt von knapp 18 Prozent.

Der Auftragsbestand ist nach wie vor sehr hoch, meldet VW. Über alle Antriebsarten hinweg liegen derzeit rund 640.000 Bestellungen vor, die noch nicht abgearbeitet werden konnten. Eine Zahl für Elektroautos nennt VW nicht.

"Das deutliche Wachstum bei den BEV-Modellen bestätigt, dass wir mit unserem attraktiven Produktportfolio auf dem richtigen Weg zur begehrenswertesten Marke für nachhaltige Mobilität sind", verkündete Vertriebsvorständin Imelda Labbé. Generell habe man trotz anhaltender Versorgungsengpässe "ein solides Absatzziel erreicht".

VW ID. Buzz in Energetic Orange: Das Exterieur

VW ID. Buzz

Volkswagen ID.6 CROZZ

VW ID.6

Derzeit bietet VW fünf Elektromodelle an: Dazu zählt neben ID.3, 4, 5 und ID. Buzz auch der der nur in China verfügbare ID.6. Bis 2026 will die Marke zehn neuen Elektroautos bringen. Schon angekündigt wurde der VW ID.7 nebst einer Kombi-Version sowie ein kleines Einstiegsauto mit einem Zielpreis von unter 25.000 Euro.

VW-ID.4-Produktion in Chattanooga

Der VW ID.4 wird auch in den USA gebaut

VW ID.7: Das Exterieur

VW ID.7 mit Camouflage-Lack

Meistverkauftes Elektroauto weltweit ist der VW ID.4 mit rund 170.000 ausgelieferten Einheiten im Jahr 2022. Das SUV ist in Europa, den USA und China auf dem Markt und stellt damit ein echtes Weltmodell dar. Die Zahlen für die anderen Modelle nennt VW nicht, gibt aber einen Überblick über die Regionen. 

In China, dem größten Absatzmarkt des Unternehmens, konnte Volkswagen die Auslieferung von ID-Fahrzeugen mehr als verdoppeln: 143.100 ID.3, ID.4 und ID.6 wurden abgesetzt (+102,9 Prozent). In Nordamerika stieg der Absatz um 27,7 Prozent auf 22.000 Stück – hier ist nur der ID.4 auf dem Markt, der ID. Buzz soll erst 2024 starten.

In Schweden war der ID.4 mit rund 8.900 Einheiten das meistverkaufte Auto – unabhängig von der Antriebsart. Damit ist ein ID-Modell schon zum dritten Mal in Folge das meistverkaufte Modell in dem skandinavischen Land. 2020 war der ID.3 der Bestseller, 2021 der ID.4.

Außerdem hat VW inzwischen weltweit rund 580.000 Autos der ID-Familie ausgeliefert, die allesamt auf dem Modulare Elektrobaukasten (MEB) basieren. Im November hatte die Marke das 500.000ste ID-Fahrzeug gemeldet.

Für das Jahr 2023 erwartet VW wegen anhaltender Lieferengpässe bei Halbleitern, dass die Lage "volatil und anspruchsvoll" beliebt. Doch soll sich die Versorgungslage schrittweise verbessern, was eine Stabilisierung der Produktion im weiteren Jahresverlauf ermöglichen wird, glaubt VW. "Wir arbeiten intensiv daran, die Lieferzeiten für die Kundinnen und Kunden weiter zu reduzieren und den hohen Auftragsbestand schnellstmöglich abzuarbeiten,“ sagte Vertriebsvorständin Labbé.