Home
Porsche
News
Porsche übernimmt Batterie-Joint-Venture Cellforce komplett
Hochleistungszellen mit Silicium-Anode könnten im Taycan eingesetzt werden

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
28. Jun. 2023 um 07:51 Uhr
Als bevorzugte Quelle InsideEVs auf Google hinzufügen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Finsideevs.de%2Fnews%2F674119%2Fporsche-cellforce-ubernahme-batteriezellen%2F&text=Porsche%20%C3%BCbernimmt%20Batterie-Joint-Venture%20Cellforce%20komplett&via=insideevsde)
- Kopie
Teilen
Eine Pressemeldung dazu gab es offenbar nicht, aber es wurde gegenüber mehreren Medien bestätigt: Im Mai hat Porsche das Batterie-Gemeinschaftsunternehmen Cellforce komplett übernommen. Partner Customcells stieg demnach aus, und die Zuffenhausener Marke ist nun Alleineigentümer. Die Hochleistungszellen sollen angeblich im Porsche Taycan und anderen Modellen verwendet werden.
Die Cellforce Group wurde 2021 zusammen mit Customcells gegründet, um Batteriezellen mit Silicium-Anode herzustellen, die eine besonders hohe Energiedichte besitzen. Außerdem sollen die Zellen einen niedrigen Innenwiderstand haben, wodurch sie sich besonders schnell laden lassen.
Mehr zu Cellforce:
Porsche beteiligt sich an Spezialist für Silicium-Anodenmaterial
BASF liefert die Kathodenmaterialien für Porsches eigene Akkus
Ab Frühjahr 2024 sollen die Silicium-Zellen in einer Pilotfabrik bei Reutlingen produziert werden. Geplant ist zunächst nur eine Fertigungskapazität von 100 Megawattstunden, was bei 100 kWh pro Batterie für 1.000 Autos reicht. Diese Zellen sollen in einem "elektrisch angetriebenen High-Performance-Modell" eingesetzt werden; gerüchteweise sollte es sich um den Kundensportwagen Porsche Mission R handeln.
Doch eine deutliche Ausweitung der Produktion ist nun wahrscheinlich: Die Batteriezellen sind offenbar so gut, dass sie auch in Großserienmodellen zum Einsatz kommen könnten, berichtet die Automobilwoche. Porsche-Einkaufsvorständin Barbara Frenkel sagte, die Zellen könnten "eine große Innovation" sein. Deshalb mache man sich Gedanken, in welchem Maßstab man sie einsetzen könne.
Cellforce plant angeblich bereits eine Verzehnfachung der Kapazität, so dass die Zellen für 10.000 Fahrzeuge jährlich reichen. Doch das soll noch nicht alles sein. Porsche will die Zellen angeblich in einer neuen Gigafactory an einem anderen Standort oder in einer Zellfabrik des VW-Konzerns produzieren. Sie sollen zuerst in den Topversionen des Taycan und zwei weiteren Serienmodellen eingesetzt werden. Später solle eine Variante mit veränderter Chemie und niedrigeren Kosten folgen, die in Hunderttausenden Fahrzeugen verbaut werden könnte, so der Bericht.
Laut Auto Motor Sport war bei Cellforce schon letzten Herbst von einer Jahresproduktion von einer Gigawattstunde die Rede gewesen, mittlerweile ginge es sogar um bis zu 20 GWh, was je nach Batteriegröße für 180.000 bis 200.000 Elektroautos reichen würde. Auch gegenüber der deutschen Autozeitschrift bestätigte Porsche, dass man seit Mai Alleineigentümer von Cellforce ist. Customcells stieg danach aus, weil der Firma aus Itzehohe die Investitionen für die Vervielfachung der Produktion zu hoch waren.
Mehr zur Silicium-Anode:
Teslas 4680-Zellen: Warum immer noch kein Silicium in der Anode?
VW Power Day: Die Konzern-Pläne für die Batteriechemie
Bisher kommen die Zellen des Porsche Taycan vom koreanischen Batteriehersteller LG. Mit einer eigenen Produktion von 20 GWh könnte Porsche diese Zellen fast komplett ersetzen, denn letztes Jahr wurden rund 250.000 Taycan verkauft, und nicht alle haben die große 93-kWh-Batterie. Möglicherweise kommen die Zellen zudem im neuen Elektro-Cayman und Elektro-Boxster zum Einsatz.
Quelle: Auto Motor Sport, Automobilwoche (Paywall)
Diesen Artikel teilen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Finsideevs.de%2Fnews%2F674119%2Fporsche-cellforce-ubernahme-batteriezellen%2F&text=Porsche%20%C3%BCbernimmt%20Batterie-Joint-Venture%20Cellforce%20komplett&via=insideevsde)
- Kopie
Meistgelesen

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen

VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar
AKTUELLSTE ARTIKEL
- Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten 20 Okt. - Elektroauto-Listen
- BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer 20 Okt. - Erlkönige
- Retro-Charme auf vier Rädern: Microlino präsentiert exklusive 55 Edition 20 Okt. - News
- Das 2CV-Pendant von Fiat soll den Namen Koala tragen 19 Okt. - Gerüchte
- Smart #5: Basisversion Pro gestrichen, alle Modelle laden mit 800 Volt 19 Okt. - Modellübersichten
- VW ID. Cross jetzt ab 27.995 Euro: Neue Versionen mit 37-kWh-Akku bestellbar 19 Okt. - Preise
- Mercedes-AMG GT SUV: Elektro-SUV mit bis zu 860 kW und 710 kW Ladeleistung 17 Okt. - Neuvorstellungen
Auch interessant

Porsche Boxster und Cayman bekommen Batterien, wo früher der Verbrenner saß

Alle elektrischen Mittelklasse-SUVs 2026: Modelle, Preise und Reichweiten

ACC produziert ab 2027 Batteriezellen für Mercedes

BMW iX7 (2028): Erlkönig zeigt riesige Doppelniere und geteilte Scheinwerfer

BMW i3: Neue Details zur Gen6-Batterie und zum Laden

Retro-Charme auf vier Rädern: Microlino präsentiert exklusive 55 Edition

Porsche Cayenne Electric: Jetzt mit kabellosem Laden bestellbar