Britisches Startup Helixx zeigt Elektro-Transporter
Kastenartiger Winzling als Demonstrator
Einen reichlich kastenförmigen Elektro-Transporter präsentiert das britische Startup-Unternehmen Helixx. Das Demonstrator-Fahrzeug hat offenbar noch keinen Namen, und auch zu den technischen Daten hält sich der Hersteller noch sehr bedeckt. Doch vor allem soll das Vehikel günstig und leicht herzustellen sein: Viele Komponenten werden im 3D-Druck gefertigt.
Erstmals vorgestellt wurde das Fahrzeug schon im Juni. Der Demonstrator soll nun zeigen, dass das spezielle Fertigungssystem von Helixx funktioniert. Der Wagen besteht aus einem "Hybrid-Aluminium-Chassis" und fünf Karosserieteilen, die per 3D-Drucker aus Kunststoff gefertigt werden. Diese fünf Bauteile werden mit einem "click and bond"-Verfahren zusammengebaut, also wohl durch Einrasten und Kleben.
Das soll die Herstellung einfach sowie kostengünstig machen und trotzdem ein robustes und langlebiges Fahrzeug ergeben. Außerdem entfällt die energieintensive Blechbearbeitung und die Karosserie ist 30 Prozent leichter als bei einem konventionellen Fahrzeug.
In Serie gehen soll das Auto schon 2024, und zwar als geschlossener Personen-Transporter für Ride-Hailing-Flotten sowie als Pick-up für die Bauindustrie. Die Bilder zeigen eine geschlossene Variante, die allerdings verblecht ist. Der Look ist gekennzeichnet von glatten Flächen und einfachen Formen.
Der Lieferwagen ist nur 3,20 Meter lang und 1,50 Meter breit; die nicht angegebene Höhe dürfte den Bildern nach größer als die Breite sein. Das Ladevolumen beträgt stolze 2.100 Liter, die maximale Nutzlast 500 Kilo. Eingeladen wird über eine 110 cm breite Hecköffnung, die offenbar mit einem Rollo verschlossen wird. Die Laderaumlänge liegt bei 140 cm, sodass die meisten Paletten hineinpassen. Zur Orientierung: Eine Euro-Palette misst 120 mal 80 Zentimeter.
Eine Besonderheit ist, dass es nur einen Sitz gibt, der in der Mitte des Cockpits positioniert ist – ähnlich wie beim Tesla Semi. Das optimiert den Laderaum und es wird für Links- und Rechtslenker-Märkte wird nur eine Version benötigt. Neben dem sehr einfachen Lenkrad gibt es rechts einen Touchscreen im Querformat.
Zu Antrieb, Batterie oder den Herstellungskosten äußert sich Helixx nicht. Gefertigt werden sollen die Fahrzeuge offenbar von Lizenznehmern in aller Welt. Diese sollen die Fahrzeuge in so genannten Mobility Hubs bauen. Dabei soll die Inbetriebnahme nur 180 Tagen dauern, also etwa ein halbes Jahr – von der ersten Besichtigung des Standorts bis zur Auslieferung. Ob auch der Verkauf fertiger Autos geplant ist, geht aus der Pressemitteilung nicht direkt hervor. Die Flottenkundschaft soll das Vehikel jedenfalls schon für 25 US-Cent pro Stunde mieten können.
Der Fertigungstechnologie von Helixx basiert auf Software von Siemens. Sie wurde entwickelt, um die Produktion von Elektro-Nutzfahrzeugen zu vereinfachen und sie weltweit nutzbar zu machen – auch in Schwellenländern. Mit dem Demonstrationsfahrzeug will Helixx die Reaktion der potenziellen Kundschaft testen und "wertvolles Feedback" erhalten.
Bildergalerie: Helixx - Elektrotransporter (2024)
Quelle: Helixx (per E-Mail)
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