Die Marke VW meldete ihre Absatzzahlen für 2023 schon, nun folgt der Konzern. Über alle Marken hinweg lieferte das Unternehmen 9,24 Millionen Autos aus. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent.

Wie bei den meisten Marken und Konzernen wuchs der Elektroauto-Absatz weit stärker, nämlich um 35 Prozent. So kam der Wolfsburger Konzern auf 771.100 ausgelieferte batterieelektrische Autos (BEVs). Der BEV-Anteil am Gesamtabsatz stieg nur geringfügig von 7 auf 8 Prozent. Damit liegt dieser Wert konzernweit ähnlich niedrig wie bei der Kernmarke VW

Mit unter 800.000 verkauften Elektroautos verkaufte der gesamte VW-Konzern nicht mal halb so viele Fahrzeuge wie Elon Musks Firma. Tesla setzte im letzten Jahr 1,8 Millionen Autos ab.  Der Erfolg von Tesla beruht dabei fast ausschließlich auf zwei Modellen, dem Model 3 und Y, von denen 1,7 Millionen Stück ausgeliefert wurden. Der VW-Konzern ist breiter aufgestellt, aber die Verkaufszahlen wirken im Vergleich ziemlich kümmerlich:

Die Elektroauto-Bestseller des VW-Konzerns  
1.) VW ID.4/ID.5 223.100
2.) VW ID.3 140.800
3.) Audi Q4 e-tron (inkl. Sportback) 111.700
4.) Skoda Enyaq (inkl. Coupé)  81.700
5.) Audi Q8 e-tron (inkl. Sportback)  49.000
6.) Cupra Born  45.300
7.) Porsche Taycan (inkl. Turismo)  40.600
8.) VW ID. Buzz (inkl. Cargo)  28.600

Der seit Herbst ausgelieferte VW ID.7 taucht in der Liste noch nicht auf, lag also unter 28.600 Stück. In Deutschland brachte es die Elektro-Limousine bis zum Jahreswechsel auf rund 1.100 Neuzulassungen. Hierzulande wird wohl die Kombiversion deutlich öfter geordert werden; diese startet im Jahr 2024. Schon offiziell für 2024 angekündigt sind auch der VW ID. Buzz mit langem Radstand und der ID. Buzz GTX mit 250-kW-Allradantrieb. Zudem startet der Cupra Tavascan (ein Äquivalent zum VW ID.5) sowie in den gehobenen Klassen der Audi Q6 e-tron und der Porsche Macan mit Elektroantrieb.

Größter Markt für den VW-Konzern ist Europa, wo 3,8 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert wurden. Darunter waren 472.400 Elektroautos, womit der BEV-Anteil hier auf schon recht stattliche 12,5 Prozent wuchs. 

Zweitwichtigster Markt war die Region Asien-Pazifik mit rund 3,6 Millionen Fahrzeugen. Davon entfielen die meisten Verkäufe auf China, wo 3,2 Millionen Autos abgesetzt wurden. Damit stieg der Absatz hier nur um knapp zwei Prozent; zur Begründung verweist VW auf das herausfordernde Marktumfeld. Der Elektroauto-Absatz wuchs jedoch um 23 Prozent auf 191.800 Fahrzeuge, womit der BEV-Anteil hier immerhin 6 Prozent beträgt. Beliebtestes Modell ist der VW ID.3 (75.000 Stück) vor dem VW ID.4 (61.700 Stück).

In Nordamerika als drittwichtigstem Markt wurden knapp 100.000 Konzernfahrzeuge ausgeliefert. In den USA als wichtigstem Einzelmarkt waren es rund 713.000 Autos, darunter 71.000 Elektroautos, womit der BEV-Anteil hier 10 Prozent erreichte – eine deutliche Steigerung gegenüber den 7 Prozent vom Vorjahr.

Unterm Strich

Der VW-Konzern lieferte letztes Jahr über neun Millionen Autos aus, darunter waren aber nur 771.000 Elektroautos. Der BEV-Anteil kümmert deshalb mit 8 Prozent immer noch vor sich hin. Abhilfe könnten nur günstige E-Autos schaffen, aber die starten bei VW frühestens 2025.