Jetzt ist es offiziell: Aus der Studie Mercedes EQG Concept wird in der Serie der Mercedes G 580 mit EQ-Technologie. Und vorgestellt wird die elektrische G-Klasse am Vorabend der Messe Auto China am 24. April 2024. Das gab Mercedes nun in einer Pressemeldung zu seinen Messeneuheiten bekannt.

Erstmals nannte Mercedes auch den Stromverbrauch des Elektro-Offroaders: Er liegt bei mehr als stattlichen 27,7‑30,3 kWh/100 km. Damit verbraucht das Auto im Format einer Schrankwand mehr als jeder andere Elektro-Mercedes. Zum Vergleich: Der Mercedes-Maybach EQS 680 SUV liegt bei 22,0 bis 24,1 kWh. 

Bildergalerie: Mercedes EQG (Prototyp)

Zur Motorisierung ist bislang nur bekannt, dass der Offroader vier Elektromotoren und ebenso viele Zweigang-Getriebe erhält. Aufgrund der Zahl 580 im Modellnamen kann man wohl Rückschlüsse auf die ungefähre Leistung ziehen. Dann müsste das Auto etwa 400 kW haben, denn das ist die Antriebsleistung des Mercedes EQS 580 und des Mercedes-Maybach EQS 580 SUV. Wenn wir recht haben, könnten vier 100-kW-Maschinen die Räder drehen. Wie das Ding auf einem Eissee fährt, demonstriert Konzernchef Ola Källenius im obigen Video. Dabei demonstriert er auch den G Turn, die Wende auf der Stelle wie bei einem Panzer.

Zur Batterie gibt es bislang kaum Angaben; man darf wohl vermuten, dass es über 100 kWh sind, denn der "G 580 mit EQ-Technologie" wird mindestens so schwer sein wie das Maybach-SUV, also mehr als drei Tonnen wiegen. Im EQS SUV wird ein 118-kWh-Akku eingesetzt, der das Topmodell rund 600 km weit bringt. Optional soll es eine Batterie mit hohem Siliciumanteil in der Anode geben, die eine besonders hohe Energiedichte hat und damit viel Reichweite verspricht. 

Mercedes EQS (2022) im Test

Aktueller Mercedes EQS mit Black Panel 

Mercedes-AMG EQS 53 4Matic im Test (2022)

Mercedes-AMG EQS 53 4Matic

Ebenfalls in Peking Premiere hat der überarbeitete Mercedes EQS. Zu den Neuheiten dürfte der Mercedes-Stern auf der Haube sein, den Mercedes bereits einmal angeteasert hat. Laut MBPassion ist dieser künftig beim EQS serienmäßig; bei der AMG Line und den AMG-Motorisierungen bleibt der Stern in der Mitte des Grills. Apropos Grill: Bei seinem Limousinen-Flaggschiff rückt Mercedes nun vom Black Panel ab und durchsetzt die glänzend schwarze Fläche mit horizontalen Chromleisten, die allerdings bündig angeordnet werden. Bei den AMG-Modellen gibt es bisher schon Chromleisten, die hier allerdings senkrecht angeordnet sind.

Mercedes Concept CLA: Das Exterieur

Mercedes Concept CLA

Auch das Concept CLA Class, also die Studie der elektrischen CLA-Klasse auf Basis der Mercedes Modular Architecture (MMA), ist in Peking zu sehen. Wir kennen das Auto freilich schon von der IAA 2023. Das Serienmodell dürfte analog zum G 580 mit EQ-Technologie  dann CLA 400 mit EQ-Technologie oder so ähnlich heißen. Da müssen wir uns noch dran gewöhnen ...

Unter dem Strich

Mercedes G 580 mit EQ-Technologie: Einen ziemlich sperrigen Namen haben sich die Marketing-Fachleute für die Serienversion des EQG Concept einfallen lassen. Damit wird klar, dass der Neuling als Elektroversion der G-Klasse positioniert wird, und nicht als eigenständiges Elektromodell. Das passt, denn die Optik ist die einer G-Klasse, und der bekannte Leiterrahmen und das Fahrwerk werden wohl übernommen. Preise um die 200.000 Euro werden wohl dafür sorgen, dass die Stückzahlen klein bleiben werden. Dann müssen wir uns auch nicht allzu sehr über den exorbitanten Verbrauch aufregen.  

Bildergalerie: Mercedes EQG als Erlkönig (mit Cockpit)

Quelle: CarPix