Volkswagen verpasst dem ID.3 ein umfangreiches Upgrade. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die neue Antriebsversion ID.3 Pro S mit 170 kW, die lang ersehnten beleuchteten Slider für Klimaeinstellung und Lautstärke, eine verbesserte Ladeplanung und endlich eine Vorkonditionierung der Batterie vor dem Schnellladen. 

Die neue 170-kW-Maschine wird mit der altbekannten 77-kWh-Batterie kombiniert – vermutlich ergibt sich so die gleiche Kombination wie im Cupra Born. Der Motor ist laut VW eine weiterentwickelte Version des bisherigen Elektromotors.

Möglicherweise ist die Hardware sogar identisch, denn in manchen Märkten kann man sich auch nach dem Kauf noch entscheiden, ob man per Function-on-Demand die Leistung von 150 auf 170 kW anheben will. Durch die Steigerung auf 170 kW verkürzt sich der Sprint auf 7,1 Sekunden, der Stromverbrauch wird mit 15,6 bis 16,3 kWh/100 km angegeben, die WLTP-Reichweite mit bis zu 559 Kilometer.

VW ID.3 (2024): Das Exterieur

Das Exterieur erhielt schon vor einem Jahr ein Update, nun bleibt es unverändert

Der Vorverkauf des Pro S mit fünf Sitzen wurde bereits gestartet; die neue Version steht mit einem Basispreis von 47.595 Euro im Konfigurator. Davon geht noch ein Rabatt in Höhe von 3.570 Euro ab ("VW-Umweltprämie"). Im VW-Konfigurator steht auch noch der ID.3 Pro mit 150-kW-Heckmotor und 58-kWh-Batterie, der wohl weiter offeriert wird. Der alte ID.3 Pro S mit 150 kW und 77-kWh-Akku sowie vier Sitzen ist jedoch nicht mehr verfügbar:

Die aktuell konfigurierbaren ID.3-Varianten

Weitere Varianten des ID.3 sollen in Kürze bestellbar sein. Angekündigt wurden bereits ein ID.3 GTX mit 210-k-Heckantrieb sowie ein 240-kW-Hecktrieber namens ID.3 GTX Performance.

Die 77-kWh-Batterie des neuen ID.3 Pro S wird nun mit bis zu 175 kW geladen – bisher waren es maximal 170 kW. Durch die Vorkonditionierung sinkt die Ladezeit besonders im Winter. Diese wird automatisch gestartet, wenn man eine Schnellladestation als Navi-Ziel eingibt. Aber man kann die Vorkonditionierung (wie beim VW ID.7) auch manuell starten.

VW ID.3 Facelift (2024)

Cockpit nach dem letzten Facelift

VW ID.3 (2024): Das Interieur

Neues Cockpit

Innen erhält der ID.3 einen größeren Touchscreen (mit 12,9 statt 12,0 Zoll). Darunter prangen nun die lang ersehnten beleuchteten und ergonomischer gestalteten Touchslider zur Steuerung von Innenraumtemperatur und Lautstärke. Die Getriebemodi P, N, R und D werden künftig nicht mehr mit dem Drehknubbel am Instrumentendisplay aktiviert, sondern (wie beim ID.7 und ID. Buzz) über einen Lenkstockhebel.

VW ID.3 (2024): Das Interieur

Lenkstockhebel für die Modi P, N, R und D sowie neuer Touchscreen

Auch das Multifunktionslenkrad wurde weiterentwickelt. Die Sprachassistentin Ida, die über eine Anbindung an Wikipedia auch Wissensfragen beantworten kann, hat nun auch Zugang zur künstlichen Intelligenz von ChatGPT. Darüber hinaus verspricht VW einen verbesserten e-Routenplaner (also eine verbesserte Ladeplanung im Navigationssystem)

Zu den serienmäßigen Assistenzsystemen des ID.3 Pro S gehören ein Tempomat (per Upgrade auch nachträglich zum Abstandstempomat ACC erweiterbar), ein Spurhalteassistent, ein Anti-Kollisionssystem und eine Verkehrszeichenerkennung. Ebenfalls immer an Bord ist die lokale Gefahrenwarnung (Car2X).

Optional gibt es den weiterentwickelten Travel Assist mit Schwarmdatennutzung, das automatische Ausführen eines gespeicherten Parkmanövers, eine Funktion für das fernbediente Parken per Smartphone und einen Ausstiegswarner. Ebenfalls optional verfügbar ist ein neues Audiosystem von Harman Kardon.

Neu entwickelt wurde eine Wellness-App, mit der sich die Ambientebeleuchtung, der Sound und die Klimatisierung über verschiedene Modi steuern lassen. Zum Start soll es die Modi Fresh Up (Erfrischung), Calm Dow“ (Entspannung) und Power Break (Pause) geben.

Unter dem Strich

Schon ab Ende 2022 erhielt der VW ID.3 ein Facelift mit leichten Verbesserungen bei den Innenraum-Materialien. Schon damals hieß es, weitere Modifikationen sollten 2024 folgen, wobei dann auch die Bedienung verbessert werden sollte. Nun ist es endlich so weit. Die fehlende Beleuchtung der Touchslider wurde schon seit Langem bemängelt, genauso wie die wackeligen Touch-Tasten am Lenkrad und die fehlende Batterie-Vorkonditionierung. All das hat VW nun offenbar behoben, und spendiert zudem noch neue Antriebe. Zu letzteren dürfte es bald weitere Informationen geben.

Bildergalerie: VW ID.3 Upgrade (2024)