Den Porsche Taycan kann man mit bis zu 320 kW laden, den Macan mit bis zu 270 kW. Beide haben ein 800-Volt-System. Da man dafür auch die passenden Schnellladesäulen braucht, eröffnet Porsche nun seine vierte Charging Lounge. Der Ladepark in Ingolstadt bietet bis zu 400 kW Ladeleistung.

Nach Bingen am Rhein, Estenfeld bei Würzburg und Koblach in Österreich ist die Charging Lounge in Ingolstadt schon der vierte Ladepark der Marke. Dieser befindet sich unmittelbar an der wichtigen Nord-Süd-Verbindung A9 auf dem Gelände des Porsche-Zentrums und umfasst vier DC-Säulen, die bis zu 400 kW abgeben, und vier Wechselstrom-Ladepunkte mit 22 kW. Der abgegebene Strom ist zertifizierter Grünstrom, so Porsche.

Auch an den bestehenden drei Lounge-Standorten wurde die maximale Ladeleistung der Schnellladesäulen von 300 auf 400 kW angehoben – möglicherweise, weil der Taycan nun eben bis zu 320 kW schafft. Von 400 kW profitiert unseres Wissens bisher nur der Rimac Nevera.

Der Porsche Taycan kann an den Schnellladesäulen bis zu 320 kW ziehen

Der Porsche Taycan kann an den Schnellladesäulen bis zu 320 kW ziehen

Die Batterien des Taycan (sowohl die mit 82 kWh wie die mit 97 kWh netto) kann man laut Hersteller in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Für den bald startenden Macan gibt Porsche 21 Minuten an. Für das SUV wäre auch die bisherige Ladeleistung der Charging Lounges von 300 kW ausreichend gewesen, denn hier sind maximal 270 kW drin.

Porsche Macan (2024) beim Aufladen

Der Porsche Macan schafft maximal 270 kW am Schnellader

Neben der hohen Ladeleistung der neuen Lade-Lounge betont Porsche das "angenehme Ambiente". Dafür gibt es im Lounge-Bereich nicht nur Sanitärräume, sondern auch Erfrischungsgetränke und Snacks. Zudem stehen analoge und digitale Medien (vermutlich Zeitungen/Zeitschriften und Fernsehmonitore) sowie WLAN zur Verfügung. Last but not least: Die Ladesäulen sind nach dem von Porsche veröffentlichten Bild überdacht.

Mit vier Charging Lounges soll noch nicht Schluss sein; weitere sind geplant. Die Ladestationen werden im Navigationssystem und der My Porsche App angezeigt. Die Abrechnung erfolgt über den Porsche Charging Service. Die Ladekosten liegen mit 39 Cent pro Kilowattstunde auf einem günstigen Niveau – Ionity verlangt bekanntlich 69 Cent, wenn man kein Abo hat.

Um Zugang zu den Ladestationen sowie in den Lounge-Bereich zu erhalten, ist eine "Porsche ID" erforderlich, die mit dem Fahrzeug verknüpft sein muss. Ist auch das Nummernschild mit der Porsche ID verknüpft, öffnet sich die Schranke automatisch.

Der Porsche Charging Service ermöglicht laut Anbieter den Zugriff auf fast 700.000 Ladepunkte in 24 Ländern. Darunter sind circa 45.000 Ladepunkte mit bis zu 150 kW und 30.000 mit höherer Ladeleistung. Außerdem gibt es über 1.500 "Hochleistungs-Ladepunkte" bei rund 845 Porsche-Händlern weltweit. Dort ist eine spezielle Charge Box verbaut, die selbst an leistungsbegrenzten Netzanschlüssen bis zu 320 kW bietet.

Unter dem Strich

Die erste Porsche Charging Lounge in Deutschland eröffnete im letzten Sommer, nun kommt eine vierte hinzu. Außerdem hebt der Zuffenhausener Hersteller die Ladeleistung generell auf 400 kW an. Hersteller und Modell der Schnelladesäulen gehen weder aus der Pressemeldung noch aus den Bildern klar hervor. Dem Design der Säulen nach dürfte es sich jedoch um den Alpitronic HYC400 handeln. 

Bildergalerie: Porsche Charging Lounge in Ingolstadt