Im August startet der Audi Q6 e-tron; kürzlich haben wir das Auto selbst getestet. Beim Test-Event im Juni wurden auch neue Versionen des elektrischen Mittelklasse-SUVs angekündigt.

Bekannt waren bisher vier Motor-Akku-Kombinationen des Audi Q6 e-tron. Mit allen Daten vorgestellt wurden zwei Allradler und ein Hecktriebler, allesamt mit 95-kWh-Batterie. Ein weiterer Hecktriebler mit etwa 79 kWh netto soll bekanntlich als Basismodell folgen.

Darüber hinaus plant Audi noch ein sportliches Topmodell, das wahrscheinlich RS Q6 e-tron heißen wird. Zudem wird es Sportback-Varianten vom Q6 e-tron geben. Letzteres belegt das Teaserbild, das bei der Veranstaltung gezeigt wurde (unser Titelbild). Die Sportback-Varianten sollen zuerst starten, die RS-Variante folgt später. Beide Neulinge sollen jedoch erst im kommenden Jahr vorgestellt werden. 

Audi Q6 e-tron (2024) und Audi Q6 e-tron Sportback (2024) Erlkönigfotos

Erlkönigfotos vom Q6 e-tron Sportback gab es bereits Ende 2023 (Bild: Automedia)

Sportback-Versionen gibt es auch vom Q4 e-tron und Q8 e-tron, insofern kommt die neue Karosserievariante des Q6 e-tron nicht überraschend. Zudem gab es bereits Erlkönigbilder von der coupéhaften Version. Vermutlich erhält der Sportback die gleichen Antriebsstränge wie der normale Q6 e-tron – inklusive RS sind das fünf. Die Länge von 4,77 Meter dürfte auch für den Sportback gelten, die Höhe könnte dagegen etwas geringer ausfallen. 

Der RS Q6 e-tron, von dem es ebenfalls schon Erlkönigbilder gab, soll sich leistungsmäßig dem stärksten Porsche Macan annähern, aber aus Respekt vor der Sportmarke einen Abstand wahren. Zwischen den 380 kW des Audi SQ6 e-tron und den 430 kW des Porsche Macan Turbo ist ja noch etwas Raum. Da der Heckmotor in allen Q6-e-tron-Versionen 280 kW bietet und der Frontmotor bis zu 140 kW, kann das RS-Modell ohne Boost wohl bis zu 420 kW erreichen. 

Audi A6 e-tron Conzept

Audi A6 e-tron Konzept

Audi A6 e-tron Avant als Erlkönig

Audi A6 e-tron Avant als Erlkönig

Neben den genannten drei SUVs Q4, Q6 und Q8 e-tron hat Audi noch die fünftürige Gran-Turismo-Limousine e-tron GT im Köcher; das Äquivalent zum Porsche Taycan erhielt kürzlich ein Facelift und mehr Leistung. Noch dieses Jahr vorgestellt wird wohl der A6 e-tron, der dazugehörige Kombi dürfte folgen. Wie der Q6 e-tron und der Macan basieren diese Baureihen auf der Premium Plattform Electric (PPE). Angeblich soll auch der Q8 e-tron ab 2026 auf diese Plattform wechseln; derzeit basiert er noch auf dem Modularen Längsbaukasten (MLB), also einer Verbrennerplattform. Noch nicht so klar ist, ob auch der A4 e-tron auf PPE basiert.

Trotz der Nachfrageschwäche bei Elektroautos plant Audi nach wie vor, im Jahr 2026 den letzten neuen Verbrenner auf den Markt zu bringen. Ab 2027 soll es dann in allen Kernsegmenten ein Elektrofahrzeug geben, ab 2033 will die Marke nur noch Elektroautos bauen. Bis dahin sollen die geraden Zahlen (A4, A6, Q4, Q6 Q8) den Elektromodellen, die ungeraden den Verbrennern vorbehalten bleiben. Was nach 2033 mit den ungeraden Nummern geschieht, müssen wir abwarten.

Unter dem Strich

Dass Audi eine Sportback-Version und eine RS-Version des Q6 e-tron plant, kommt wegen diverser Erlkönigbilder nicht mehr überraschend. Uns war das zugegebenermaßen nicht mehr präsent – so geht das halt, wenn ein Kollege darüber berichtet. Dass Audi die Gerüchte nun bestätigt hat, ist deswegen eine willkommene Erinnerung.