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Für eine persönlichere Erfahrung

Ferrari: Erstes Elektroauto erneut als Mule fotografiert

Modell könnte beim Capital Markets Day am 9. Oktober vorgestellt werden

Ferrari-Mule mit Elektroantrieb an der Ionity-Ladestation
Bild von: Automedia

Dass Ferrari ein Elektroauto plant, das Ende 2025 vorgestellt werden soll und 2026 auf den Markt kommt, steht schon seit letztem Sommer fest. Damals bestätigte Firmenchef Benedetto Vigna dies gegenüber Autocar. Nun gibt es auch ein plausibles Datum für die Vorstellung: Am 9. Oktober veranstaltet Ferrari einen Capital Market Day, und dort will die Marke mehr über ihre Zukunft enthüllen, wie es im Bericht über die Gewinne im Jahr 2025 heißt.

Außerdem gibt es neue Bilder von dem Fahrzeug, die allerdings wieder nur ein Mule zeigen, also einen Prototypen mit einer anderen Karosserie. Zu sehen ist der Wagen an einer Ionity-Station in Schweden beim Aufladen:

Bildergalerie: Ferrari-Elektroauto als Mule (2/2025)

Wie bei den Bildern vom Juni 2024 handelt es sich um eine modifizierte Karosserie des Maserati Levante, die zum Testen der elektrischen Innereien verwendet wird. Ob der Elektro-Ferrari ein Sportwagen, eine Limousine, ein Crossover oder ein SUV sein wird, lässt sich daraus nicht ohne Weiteres ableiten. Bei Tests auf öffentlichen Straßen habe der Wagen bereits mehrere tausend Kilometer abgespult, heißt es. Die neuen Bilder zeigen, dass dabei auch kalte Regionen nicht ausgespart wurden. 

Bildergalerie: Ferrari BEV-Testwagen Erlkönig

Sowohl auf den Fotos vom Sommer 2024 wie auf den neuen Bildern wirkt der Wagen eher wie eine Schrägheck-Limousine oder ein Crossover als wie ein waschechtes SUV. Auch das Rendering von Motor1 würden wir als Crossover bezeichnen: 

Elektro-Ferraris als Rendering

Elektro-Ferraris als Rendering

Bild von: Motor1.com

Autocar weist darauf hin, dass Ferrari auch für die Purosangue-Prototypen die Karosserie des Levante wählte, obwohl sich das Serienauto deutlich von dem Maserati unterscheidet. So ist der Ferrari über zehn Zentimeter niedriger als das Maserati-Modell.

Maserati Levante (Bild von schräg vorne rechts)

Maserati Levante: 5,01 m lang, 1,69 m hoch

Ferrari Purosangue: 4,97 m lang, 1,58 m hoch

Ferrari Purosangue: 4,97 m lang, 1,58 m hoch

Laut Ferrari-Chef Vigna werde das Auto jedenfalls so konstruiert, dass es Fahrspaß vermittelt. Das Auto solle sowohl Ferrari-Kunden als auch Marken-Neulinge ansprechen. "Die Leute kaufen einen Ferrari, weil sie damit viel Spaß haben. Sie kaufen keinen Ferrari, weil A, B, C, D oder ein einzelnes Element stimmt. Es ist eine Kombination von Dingen", so Vigna.

Fest steht, dass man für den Elektro-Ferrari eine gewisse Menge Kleingeld mitbringen muss. Nach einem Bericht von Reuters soll der Wagen über eine halbe Million Dollar kosten, also mindestens 460.000 Euro. Dabei sollen Extras und Individualisierungen, die bei Ferrari meist 15 bis 20 Prozent ausmachen, noch nicht enthalten sein. Nach dem Bericht vom Juni soll Ferrari neben dem BEV-Erstling noch ein zweites Elektroauto entwickeln. Vigna lehnte einen Kommentar zu dem Reuters-Artikel und zum Preis ab.

Bildergalerie: Ferraris e-Factory in Maranello (2024)

Das Elektrofahrzeug von Ferrari wird in der neuen e-Factory auf dem Firmencampus in Maranello gebaut, wie Motor1 berichtete. Dort entsteht eine neue Produktionslinie, die im Anfang 2025 in Betrieb gehen sollte. Die Produktion soll mit Verbrennermodellen beginnen, bevor 2026 das Elektroauto hinzukommt. Auch Batterien, Motoren und Achsen für die kommenden Elektroautos will Ferrari dort selbst produzieren. Die Batteriezellen dagegen sollen von Zulieferern kommen, die Vigna nicht nennen wollte.

Unter dem Strich

Sportwagenmarken hinkten bei der Elektromobilität lange noch hinterher. Aber Porsche hat mit dem Taycan und dem Macan mittlerweile schon zwei Modelle, Lotus hat ebenfalls schon eine ganze Palette von Elektromodellen. Ferrari will 2026 folgen, Lamborghini erst 2029. So dürfte der reine Elektroantrieb allmählich auch in die sportlichen Marken Einzug halten.