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Leapmotor B10 und C16 auf dem Pariser Salon vorgestellt

Der B10 ist der kleine Bruder des C10, der C16 eine sechssitzige Variante

Leapmotor B10
Bild von: Leapmotor

Den T03 und den C10 von Leapmotor haben wir jüngst in Italien getestet, nun stellt die von Stellantis unterstützte chinesische Marke auf dem Pariser Autosalon zwei weitere Modelle vor: Der B10 ist ein elektrisches Kompakt-SUV, tritt also eine Etage tiefer als der C10 an, der C16 ist ein Mittelklasse-SUV mit sechs Sitzen.

Der Verkauf von Leapmotor-Modellen in Europa hat offiziell am 23. September begonnen, und zwar mit angeblich 200 Händlern in 13 europäischen Ländern. Bis Ende 2025 sollen daraus 500 werden.

Der Elektro-Kleinstwagen Leapmotor T03 und das Mittelklasse-SUV C10 sind schon auf dem Markt; zumindest gibt es einen Konfigurator mit Leasingpreisen für Deutschland. Mit Preisen ab 18.900 Euro ist der T03 ähnlich günstig wie der Dacia Spring, der C10 ist mit einem Grundpreis von 36.400 Euro ebenfalls sehr preiswert. Auch für den B10 und den C16 sind niedrige Preise zu erwarten.

Leapmotor B10

Der Leapmotor B10 soll das dritte Europa-Modell der Marke werden und 2025 starten. Das Modell basiert auf der Plattform Leap 3.5 und ist damit technologisch noch ein Stück weiter als der C10, der noch auf der Architektur Leap 3.0 basiert. Technische Details zu Maßen, Antrieb und Batterie wurden noch nicht bekannt gegeben, aber zahlreiche Bilder veröffentlicht. 

Bildergalerie: Leapmotor B10 (2025)

Die Preise liegen zwischen 100.000 und 150.000 Yuan. Umgerechnet sind das 13.000 bis 19.000 Euro, doch die Preise in Deutschland dürften deutlich höher sein, schließlich ist ein Kompakt-SUV wie der VW ID.4 selbst mit der Kaufprämie von VW erst ab knapp 37.000 Euro zu haben. Günstiger als der VW dürfte der B10 aber locker sein, denn der große Bruder C10 wird schon ab 36.400 Euro angeboten.

Zu den Rivalen des B10 dürften Elektro-SUVs gehören wie der Ford Explorer (ab 42.500 Euro), der Renault Scenic (ab 41.400 Euro), der BMW iX1 (ab 48.400 Euro), der Peugeot E-3008 (ab 48.650 Euro) oder der VW ID.4 (ab 37.765 Euro, ohne Infotainmentpaket und mit Kaufprämie). 

Leapmotor C16

Neben dem B10 präsentiert Leapmotor in Paris den C16, ein geräumiges Mittelklasse-SUV. Mit 4.915 mm ist der C16 noch 17 cm länger als der C10, der Radstand ist mit 2,83 Metern (genau: 2.825 mm) identisch. Anders als der fünfsitzige C10, der im selben Segment antritt, hat der B16 sechs Sitze in drei Reihen. Zu den Besonderheiten gehört ein 15,4-Zoll-Monitr für die Insassen der hinteren Reihen, der sich aus dem Dach herunterklappen lässt.

Bildergalerie: Leapmotor C16 (2026)

Die Batterie nutzt wie der C10 die Cell-to-Chassis-Technik (CTC), das heißt, die Zellen werden ohne den Umweg über Module direkt ins Auto eingebaut. Anders als der C10 besitzt der C16 aber eine 800-Volt-Architektur für schnelles Laden und Siliciumcarbid-Inverter für geringen Stromverbrauch. Für den Antrieb sorgt ein 215-kW-Motor an der Hinterachse.

Nach Angaben von CarNewsChina kommt eine LFP-Batterie von Zenergy mit 67 oder 68 kWh zum Einsatz. Damit sollen 520 Kilometer am Stück möglich sein, allerdings nach chinesischer CLTC-Norm. Die maximale Ladeleistung ist mit 180 kW für ein 800-Volt-Auto gering – so viel schaffen auch zahlreiche 400-Volt-Systeme. Der Akku soll sich in 15 Minuten von 30 auf 80% aufladen lassen. Vorausgesetzt, 68 kWh sind die Nettokapazität, errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 2,3 kWh/min, was ebenfalls wenig für ein 800-Volt-System ist.

Unter dem Strich

Die Leapmotor-Modelle T03 und C10 sind bereits in Deutschland auf dem Markt, mit dem B10 folgt nächstes Jahr ein elektrisches Kompakt-SUV, das um die 30.000 Euro kosten dürfte. Der C16 könnte folgen. Generell beurteilen wir die Zukunftschancen der Marke in Deutschland als eher positiv, weil die Unterstützung durch den Weltkonzern Stellantis für Vertrauen sorgen dürfte.