ADAC gibt Tipps zum Kauf von gebrauchten Elektroautos
Welche Fahrzeuge bis 20.000 Euro eignen sich als Zweitwagen, welche als Erstwagen?
Neue Elektroautos gibt es schon ab rund 17.000 Euro, inzwischen kommen auch immer mehr Modelle um die 25.000 Euro auf den Markt. Doch auch gebrauchte Stromer sind einen Seitenblick wert, meint der Automobilclub ADAC und empfiehlt etliche Modelle bis 20.000 Euro.
Der Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos wächst stetig. Ein wichtiger Grund dafür ist die hohe Anzahl an Leasingrückläufern aus den Jahren 2020 bis 2023. In Kombination mit gesunkenen Neupreisen und einer noch zögerlichen Nachfrage nach gebrauchten Stromern gibt es inzwischen attraktive Angebote, so der ADAC. Interessante Angebote bis 20.000 Euro mit Baujahren von 2019 bis 2021 hat der Automobilclub nun in einer Tabelle zusammengestellt:
Bereits für den Preis eines durchschnittlichen Gebrauchtwagens gibt es heute alltagstaugliche und teilweise sogar langstreckentaugliche Stromer, schreibt der ADAC.
Wer ein Elektroauto als Erstwagen sucht, der im Alltag universell einsetzbar ist und genügend Platz bietet, sollte nach Fahrzeugen mit einer Reichweite von etwa 300 Kilometern im Realbetrieb suchen. Um in angemessener Zeit wieder geladen werden zu können, sollte der E-Gebrauchte rund 100 kW Ladeleistung ermöglichen, damit man auch auf längeren Strecken auf der Autobahn vernünftig nachladen kann. Modelle wie beispielsweise das Tesla Model 3 oder der VW ID.3 erfüllen diese Anforderungen und sind zudem als Gebrauchtwagen in großer Zahl verfügbar. Fahrzeuge mit rund 100.000 km Fahrleistung werden laut Tabelle für unter 20.000 Euro angeboten.
Größer ist die Modellauswahl bei den Fahrzeugen, die sich als Zweitwagen oder für Pendler besonders eignen. Hier sind Langstrecken weniger im Fokus, so dass Modelle mit geringeren Reichweiten genügen, und auch die Schnellladeleistung muss nicht so hoch sein. Solche E-Autos werden fast ausschließlich auf Kurzstrecken bewegt und meist an der heimischen Wallbox geladen. Es gibt sie je nach Alter und Laufleistung bereits für weniger als 15.000 Euro. Ein Beispiel wäre der Renault Zoe (unser Titelbild). Aber auch andere Veteranenmodelle wie der BMW i3 fallen in diese Kategorie.
Grundsätzlich sollte man beim Kauf gebrauchter E-Autos die gleichen Tipps beachten wie beim Gebrauchtwagenkauf von Verbrenner-Fahrzeugen. Eine Probefahrt ist also Pflicht, genauso wie die Überprüfung auf Rost und Unfallschäden und eine Durchsicht des Servicehefts. Darüber hinaus ist ein Batteriecheck zur Ermittlung des aktuellen Gesundheitszustands (State of Health, SoH) des Akkus sinnvoll. Dieser Service wird beispielsweise von TÜV oder Dekra oder vom ADAC angeboten. Doch Elektroauto-Batterien sind in der Regel langlebiger als oft befürchtet.
Unter dem Strich
Ein gebrauchtes Elektroauto kaufen? Geht man da nicht ein hohes Risiko ein, dass der Akku nichts mehr taugt? Wer einen SoH-Check durchführen lässt, ist da auf der sicheren Seite. Außerdem halten Akkus länger als die meisten denken – sonst würde auch kaum eine achtjährige Garantie darauf gegeben. Zumindest wer nur einen Zweitwagen für Kurzstrecken sucht, kann ein gebrauchtes Modell kaufen. Man tut damit auch etwas Gutes für die Umwelt, denn bekanntlich wird bei der Produktion eines neuen Akkus viel CO2 emittiert und viele Rohstoffe werden benötigt.
Quelle: ADAC
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