Nissan Micra als Erlkönig: Man sieht ihm die Verwandtschaft an
Ähnliche Proportionen wie beim Schwestermodell Renault 5 E-Tech Electric, aber runde Leuchten vorn und hinten
Dass es eine Nissan-Version des Renault 5 E-Tech Electric geben wird, ist bekannt, und dass diese den traditionellen Kleinwagen-Namen Micra tragen wird ebenfalls. Der Hersteller hat sogar schon ein erstes Bild der Serienversion gezeigt. Nun gibt es Erlkönigbilder aus Frankreich von dem Neuling.
Wenn schon ein Bild der Serienversion veröffentlicht wurde: Ergeben da Erlkönigbilder überhaupt noch einen Sinn? Doch. Denn es ist ein Unterschied, ob man ein Studiobild (nur ein einziges) sieht, oder den Wagen im realen Straßenverkehr. Die neuen Fotos von Automedia zeigen jedoch die Ähnlichkeit zum Renault 5 E-Tech Electric. Beide Modelle basieren auf der Plattform AmpR Small (alias CMF-B-EV).
Wie der R5 ist auch der Micra ein fünftüriger Kleinwagen. Die vorderen Türen werden mit konventionellen Bügelgriffen geöffnet, die hinteren Griffe sind in schwarzem Plastik ausgeführt und neben der C-Säule zu sehen. Ein Hauptunterschied ist die rundliche Lichtsignatur des Micra, die an die Stelle der fast rechteckigen Lampen des Renault tritt. Die eigentlichen Scheinwerfer verbergen sich in der Mitte der kreisförmigen Tagfahrlichter, wie schon auf dem offiziellen Bild vom März zu sehen war:
Das Bild zeigt auch schon die Gestalt der Frontschürze, sodass wir uns das Rätselraten ersparen können. Es ist auch klar, dass die rechteckigen Elemente an der Seite nur Fake sind. Interessanter wird es am Heck. Hier zeichnen sich runde Rücklichter durch die Tarnung ab, welche die senkrechten Leuchten des Renault ersetzen. Auch die Schürze sieht anders aus als beim Schwestermodell:
Nissan bietet den Micra in beiden Batterievarianten an, die es auch beim R5 gibt: 40 kWh für rund 300 km Reichweite und 52 kWh für etwa 400 km. Ob auch alle drei Motorisierungen (70, 90 und 110 kW) offeriert werden, ist noch offen. Gebaut wird der Elektro-Micra jedenfalls wie der Plattform-Kollege R5 im nordfranzösischen Douai. Der neue Nissan wird noch dieses Jahr ausgeliefert. Er dürfte rund 3,90 Meter lang sein, genau wie der R5.
Bildergalerie: Nissan Micra als Erlkönig
Mit dem Elektro-Micra bekommt Nissan ein elektrisches Einstiegsmodell zu Preisen ab etwa 28.000 Euro (falls es die 70-kW-Version gibt). Es tritt neben den deutlich größeren und teureren Nissan Ariya, der mit rund 4,60 Metern deutlich länger und mit einem Grundpreis von etwa 43.000 Euro auch viel teurer ist.
Mit dem neuen Nissan Leaf (vermutlich auf Basis von AmpR Medium alias CMF-EV) und dem elektrischen Juke kommen noch zwei weitere Stromer hinzu. Der Juke sieht auf dem kürzlich veröffentlichten Teaser-Bild zu coupéhaft aus, um ein Remake des Renault 4 zu sein. Der Juke – der Name wurde im März schon offiziell bestätigt – startet aber ohnehin erst 2026.
Neuer Nissan Leaf (ab 2025)
Nissan Juke als Elektroauto
Unter dem Strich
Micra, Leaf und Juke: Nissans elektrische Produkt-Pipeline ist zum Brechen voll. Die Technik kommt beim Micra und beim Leaf aber wohl von Renault, so dass hier wenig Überraschungen zu erwarten sind. Spannender ist, was sich unter dem Blech des Juke verbirgt. Aber bis der auf den Markt kommt, wird wohl noch ein Jahr vergehen.
Quelle: Automedia (Erlkönigbilder), Nissan (Micra, Leaf und Juke)
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