Polestar 3 und 4: Die Rabatte sind ausgelaufen
Der bis Ende September 2025 gültige Nachlass von 4.000 Euro auf beide Modelle wurde nicht mehr verlängert.
Die schwedisch-chinesische Elektroauto-Marke Polestar hat ihre bis Ende September gültigen Rabatte nicht weiter verlängert. Auf die Modelle Polestar 3 und 4 wurde bisher ein "Umweltbonus" in Höhe von 4.000 Euro gewährt. Davor war der Nachlass bis 30. Juni limitiert. Nun sind alle diese Rabatte ausgelaufen. Für den Polestar 2 wurde ohnehin kein Preisnachlass gewährt.
Die Website zum Umweltbonus zeigt nur noch den Hinweis: "Dieses Angebot ist ungültig oder nicht länger verfügbar." Für den Polestar 3 hat die Änderung ohnehin keine wesentlichen Auswirkungen, denn hier steht die Umstellung auf 800 Volt an; deswegen sind die Preise für das Auslaufmodell wohl weniger interessant.
Bildergalerie: Polestar 3 (2024)
Beim Polestar 3 handelt es sich um ein 4,90 Meter langes und je nach Version 1,61 bis 1,62 m hohes Coupé-SUV mit dynamischen Formen. Er teilt sich die Plattform SPA2 mit dem Volvo EX90, ist aber stets fünfsitzig. Der Polestar 4 ist eher ein Crossover als ein Coupé-SUV. Mit 4,81 Meter Länge und 1,53 Meter Höhe ist er das kleinere der beiden Modelle; er liegt von der Größe her zwischen dem Polestar 2 und dem Polestar 4. Erkennungszeichen und polarisierendes Merkmal ist die fehlende Heckscheibe. Technische Basis ist hier die Platform SEA von Konzernmutter Geely.
Bildergalerie: Polestar 4 (2024)
Beide Fahrzeuge werden als Allradler und als Hecktriebler angeboten. Die Listenpreise beginnen bei 61.900 Euro für den Polestar 4 Long Range Single Motor mit 200-kW-Heckmotor und 620 km Reichweite. Mit den 4.000 Euro Rabatt kostete das Modell nur 57.900 Euro. Alternativ gab es die Variante Long Range Dual Motor mit 400-kW-Allradantrieb für rabattierte 65.900 Euro. Nun kostet das Auto wieder 69.900 Euro.
Der Polestar 3 ist als größeres und stärker motorisiertes und technologisch hochwertigeres Modell auch teurer. Für rabattierte 74.590 Euro gab es die noch ganz neue Version Long Range Single Motor mit 220 kW und 706 km WLTP-Reichweite, die zwar bereits seit etwa Ende 2024 bestellbar ist, aber erst seit Juli 2025 ausgeliefert wird. Alternativ gibt es zwei Allradler, die eine Luftfederung besitzen, während die Basisversion nur ein konventionelles Stahlfahrwerk hat.
Sowohl der Polestar 4 als auch der Polestar 3 besitzen ein charakteristisches Design, das stärker die Dynamik betont als bei den Modellen der Schwestermarke Volvo, die bei der es eher um Alltagstauglichkeit geht. Beide Polestar-Fahrzeuge bieten auch hohe Reichweiten und schnelles Laden. Allerdings war bisher nur 400-Volt-Technik an Bord. Der Polestar 3 erhält demnächst 800-Volt-Technik. Mit dem Polestar kürzlich vorgestellten 5 folgt ein weiteres 800-Volt-Modell.
Bildergalerie: Polestar 5 (Prototyp 11/23)
Die Verkaufs- und Zulassungszahlen von Polestar sind recht niedrig: Vom Polestar 4 wurden letztes Jahr nur knapp 700 Stück verkauft, vom Polestar 3 weniger als 250 Stück, während vom Polestar 2 immerhin etwa 2.300 Exemplare abgesetzt wurden.
Nun performt der Polestar 4 jedoch: In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden 1.477 Stück verkauft, womit das Modell den bisherigen Bestseller Polestar 2 überflügelt hat. Der Absatz des Polestar 3 läuft mit 383 Stück jedoch eher schleppend. Vom Polestar 2 wurden ebenfalls nur 1.062 Stück abgesetzt, was im Vergleich zum Vorjahr enttäuschend ist.
Unter dem Strich
Polestar hat seine Rabatte gestrichen. Beim Polestar 3 ist das nicht weiter tragisch, denn da startet ohnehin demnächst eine umfassend aufgewertete Version mit 800 Volt. Die neue Technik dürfte Auftrieb bei den Verkaufszahlen geben, wenn der Preis stimmt. Beim Polestar 4 könnten die gestrichenen Rabatte den zuletzt guten Absatz aber wieder abwürgen. Das wäre schade, denn generell hätten die Polestar-Modelle aus unserer Sicht mehr Aufmerksamkeit verdient: Das Design ist stimmig, genauso wie die hohen Reichweiten und das schnelle Laden.
Quelle: Polestar-Website zum Umweltbonus
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