BMW Vision CE: Kommt der C1 als Elektroroller zurück?
Studie mit Alu-Rahmen und Gurt soll sich ohne Helm und Schutzkleidung fahren lassen wie früher der C1.
Jaja, die urbane Einspurmobilität: De facto wird sie vor allem von Fahrrädern, E-Bikes und Scootern geprägt, zumindest bei uns in München. Aber BMW gibt die Hoffnung nicht auf, dass auch hier und da mal ein Elektroroller dabei sein könnte. Auf der IAA Mobility präsentiert die Motorradsparte nun die Vision CE.
So soll also "elektrische Einspurmobilität in urbanen Ballungsräumen zukünftig aussehen": Die Designstudie bietet einen emissionsfreien elektrischen Antrieb und soll zudem ohne Helm und Schutzkleidung gefahren werden können. Herzstück ist ein Metallrohrverbund, der sogenannte Cage. Zusammen mit einer entsprechenden Sitzkonstruktion mit Gurt soll das die Voraussetzung schaffen für sicheres Fahren ohne Helm. Ein weiteres Highlight des Vision CE ist die Balancierfunktion, mit der sich das Fahrzeug im Stand vollständig selbst ausbalanciert.
Bildergalerie: BMW Motorrad Vision CE
Die geringe Bauhöhe des Cage und seine offene und luftige Konstruktion sollen den Vision CE in Verbindung mit einem langen Radstand gestreckt, dynamisch und optisch leicht wirken lassen. Beschichtetes Aluminium ohne Lackierung wird als Material verwendet, was eine "technische" Optik ergeben soll. Außerdem beschränkt man sich auf die Grundfarbe Matt-Weiß und die Kontrastfarbe Schwarz.
Ergänzt wird die Form- und Farbensprache von einer Sitzbank mit integriertem Schriftzug sowie von neonroten Akzenten, etwa bei den Grafiken und besonders hervorgehobenen Details. Zu Antrieb und Akku macht BMW keine Angaben, will aber mit unterschiedlich gestalteten Derivaten die Wandlungsfähigkeit der Studie unterstreichen.
Vision CE für die stilbewusste Dame mit Hündchen
Vision CE für Angler
Wer sich an den BMW C1 (Wikipedia) erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch. Der Roller mit Windschutzscheibe und Dach wurde 1992 vorgestellt, aber nur von 2000 bis 2003 gebaut. Auch dieser Scooter ermöglichte den Verzicht auf Helm und gewohnte Schutzkleidung. Für den Antrieb sorgten allerdings Einzylinder-Benziner mit 11 bzw. 13 kW.
BMW erinnert auch an den Elektroroller BMW C Evolution von 2014 (Motor1), der den Akku vom BMW i3 übernahm und immerhin von 2014 bis 2020 gebaut wurde. Der Nachfolger war der 2022 gestartete BMW CE 04, der laut BMW weltweiter Marktführer in seinem Segment ist. 2024 folgte mit dem ebenfalls elektrischen BMW CE 02 ein weiteres Highlight, das irgendwo zwischen Roller und Motorrad rangiert.
Unter dem Strich
Cool sieht es schon aus, dieses Ding. Kommt der BMW C1 also mit einem zeitgemäßen Elektroantrieb zurück? Und mit deutlich schickerer Optik? Die nun präsentierte Studie legt es nahe. Ein Dach und ein richtiges Windschild wird es wohl zumindest optional geben, die hat das Designteam nur für die Studie weggelassen. Ansonsten wirkt der CE schon relativ seriennah.
Allerdings dürfte der geringe Verkaufserfolg des C1 ein Gegenargument für einen Elektro-C1 sein: Nur knapp 34.000 Stück wurden von dem ziemlich einmaligen Gefährt gebaut. Weder die Auto- noch die Motorrad-Kundschaft fühlte sich angesprochen, und der Basispreis von knapp 10.000 Mark war vielen zu hoch. Eine Elektroversion wird den Preis noch weiter treiben.
Quelle: BMW Motorrad
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