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Smart #2: Erste Skizzen des Fortwo-Nachfolgers

Eine Studie wird am 22. April gezeigt, die Serienversion des Elektro-Winzlings debütiert aber erst Ende 2026.

Smart Concept #2 (Teaserbild vom April 2026)
Bild von: smart

Der Smart #2 erscheint auf ersten offiziellen Skizzen. Eine Studie des kleinen Elektro-Zweisitzers, der den elektrischen Fortwo beerben soll, wird am 22. April präsentiert, also am kommenden Mittwoch. Dann steht das Concept #2 auf der Auto China 2026. Die Serienversion soll dagegen erst im Herbst oder Ende 2026 vorgestellt werden.

Auf den nun veröffentlichten Bildern ist noch nicht viel zu erkennen. Die Skizzen zeigen recht rundliche Formen. Eine weit vorstehende Frontschürze und ausgestellte Radhäuser sollen das Modell bullig erscheinen lassen. Die Scheinwerfer sind wie beim Vorgänger Smart Fortwo recht groß; sie werden innen schmaler, sodass sich annähernd eine Dreiecksform ergibt. Am Heck gibt es einen kecken Dachspoiler. Renderings zeigen zudem Details wie die Felgen und eine champagnerfarbene Zierleiste an den Fenstern.  

Bildergalerie: Smart Concept #2 (Teaserbilder 4/2026)

Schon im Dezember 2025 zeigte Smart Bilder von ersten Tests der neuen Electric Compact Architecture (ECA). Auf dieser Plattform beruht der Smart #2. Das Fahrzeug besaß aber noch nicht die Serienkarosserie, sondern die Blechhülle des alten Fortwo, der 2,70 Meter lang war. Auf der IAA hatte Smart eine Transportkiste gezeigt, auf der "#2" und die Länge von 3,10 m aufgedruckt waren. Das könnte aber auch die Länge der Kiste gewesen sein – wir haben nicht nachgemessen. 

Smart Fortwo (2019)

Smart Fortwo (2019)

Bilder von: smart
Smart Concept #2 (Teaserbild vom April 2026)

Smart Concept #2 (Skizze)

Bilder von: smart

Laut Smart bleibt es bei zwei Türen, zwei Sitzen und Hinterradantrieb. Nach Angaben von CarNewsChina soll der Smart #2 zudem eine 30-kWh-Batterie erhalten – das wäre deutlich mehr als beim Fortwo, wo es nur knapp 18 kWh waren. Dementsprechend ist auch eine deutlich höhere Reichweite zu erwarten. Der Fortwo schaffte maximal 135 km. Smart-Chef Dirk Adelmann hatte im April 2024 von einer verdoppelten Reichweite gesprochen. Die Optik soll innen und außen völlig neu sein. Das Modell wird von einem Mercedes-Designteam gestaltet. Denn die Marke gehört zu gleichen Teilen Mercedes und dem chinesischen Geely-Konzern.

Bildergalerie: Smart #2 (Plattform-Tests 12/2025)

Die Fotos vom Dezember zeigten einen Prototypen auf einem Testgelände in China. Hier konzentrierten sich die Fachleute auf die Optimierung von Fahrkomfort und Agilität im Stadtverkehr, überprüften die strukturelle Festigkeit und optimierten die Bremsleistung, hieß es. An anderen Teststandorten weltweit werden die Crashsicherheit, die Langlebigkeit der Federung, die Batterie, die Software und die Klimaanlage überprüft, hieß es. 

Der "Hashtag-2" dürfte gegen die kleinsten und günstigsten Elektroautos auf dem Markt antreten. Dazu gehören zum Beispiel der 3,63 m lange Leapmotor T03, der ebenso lange Fiat 500 Elektro sowie etwas größere Modelle wie der Dacia Spring, Renault Twingo und BYD Dolphin Surf.

Die bisherigen Smart-Modelle #1, #3 und #5 basieren allesamt auf der Sustainable Experience Architecture (SEA), die es in fünf verschiedenen Versionen gibt. Der nur für China bestimmte Smart #6, eine knapp fünf Meter lange Limousine mit Plug-in-Hybrid-Antrieb, beruht dagegen auf einer Plattform namens PMA2+. Eine Version namens #6 EHD wird ebenfalls in Peking gezeigt.

Die Plattform unterstützt neben PHEVs auch batterieelektrische Varianten. Die reinen Elektroversionen erhalten angeblich die gleichen Batterien und Antriebe wie der Smart #5. Demnach bekommt die Basisversion einen 75-kWh-Akku mit 400 Volt, in die anderen Varianten wird ein 100-kWh-Akku mit 800 Volt eingebaut.

Unter dem Strich

Die Elektroautomarke Smart baut ihre Modellpalette aus. Nach den Kompaktmodellen #1 und #3 folgte mit dem #5 ein Mittelklasse-SUV, das mit seinem 800-Volt-System und schnellem Laden bemerkenswert ist. Mit dem #2 bringt Smart ein Auto, das mit rund drei Meter Länge und nur zwei Sitzplätzen eine Sonderstellung einnehmen wird. Der alte Fortwo war beliebt als Stadtauto, das man leicht wenden und parken konnte. Hoffen wir, dass der Nachfolger in seine Fußstapfen tritt und nicht zu teuer wird.