Hyundai Ioniq 9: Modellübersicht mit Daten und Preisen
Großes Elektro-SUV mit 6 oder 7 Sitzen sowie bis zu 620 km Reichweite
Kia hat schon seit Ende 2023 ein großes Elektro-SUV, nun startet auch das Äquivalent von Hyundai. Es gibt viele Parallelen zwischen den beiden Modellen, aber auch deutliche Unterschiede. Vor allem ist die die Batterie des Ioniq 9 größer als beim EV9. Außerdem gibt es den Ioniq 9 mit zwei Allradantrieben, während der EV9 nur mit einem verfügbar ist, dafür aber mit zwei Heckantrieben.
Außerdem ist die Optik deutlich verschieden: Der Kia EV9 wirkt kantig und futuristisch, der Hyundai Ioniq 9 dagegen eher rundlich und traditionell – allerdings polarisiert die Rückansicht des Ioniq 9, und das Heck ist alles andere als beliebig.
Karosserie und Optik
Zudem unterscheiden sich die Außenfarben: Den Hyundai gibt es nur in gedeckten Farben. Das Dunkelgrün auf unseren Bildern sowie ein Bronzeton sind die gewagtesten Farbtöne. Dagegen wird der EV9 auch in Blau und Rot angeboten. Bemerkenswert sind aber die Mattlackierungen des Hyundai.
Bildergalerie: Hyundai Ioniq 9 Uniq (2025)
Der Hyundai Ioniq 9 ist mit 5,06 Metern Länge und 1,79 Meter Höhe mit Abstand der größte Hyundai-Stromer. Die Maße sind auch noch etwas üppiger als beim Kia EV9. Wie den EV9 gibt es den Ioniq 9 als Sechs- und Siebensitzer: Sieben Sitze sind Serie, gegen 1.000 Euro Aufpreis gibt es einen Sechssitzer. Wer sechs Sitze haben will, muss man sich zwischen nach außen schwenkbaren Sitzen in der zweiten Reihe und "Relax-Sitzen" mit weit nach hinten stellbarer Rückenlehne entscheiden.
Antriebe und Akkus
Der Hyundai Ioniq 9 basiert auf der Elektroauto-Plattform E-GMP in der 800-Volt-Version, die auch den Ioniq 5 und 6 trägt. Angeboten werden ein Hecktriebler, der mit 160 kW nicht gerade üppig motorisiert und vermutlich vor allem als Familienkutsche gedacht ist, sowie zwei Allradler mit 226 bzw. 315 kW. Alle drei Modelle haben eine 160-kW-Maschine im Heck, bei den Allradlern kommt noch ein Motor vorne hinzu. Die Rekuperationsstärke lässt sich ähnlich wie beim Ioniq 5 mit Lenkradwippen einstellen, wobei das Auto im stärksten Modus auch bis zum Stand verlangsamt.
Als Energiespeicher wird stets eine Batterie mit 110 kWh brutto und etwa 106 kWh netto eingebaut. Der große Akku ermöglicht ordentliche Norm-Reichweiten um die 600 km; die Werte der drei Versionen unterscheiden sich hier nicht sehr stark. Damit kommt der Ioniq 9 weiter als der Ioniq 5, der bis zu 570 km schafft, gehört aber nicht zu den reichweitenstärksten Elektroautos – Elektro-SUVs wie der DS N°8, der Polestar 3 oder der BMW iX schaffen allesamt mehr als 700 km. Hier die wichtigsten Daten der drei Ioniq-9-Motorisierungen:
| Ioniq 9 RWD 160 kW | Ioniq 9 AWD 226 kW | Ioniq 9 AWD 315 kW | |
| Antrieb | RWD 160 kW | AWD 70+160 kW | AWD 160+160 kW |
| Drehmoment | 350 Nm | 255+350 Nm | 350+350 Nm |
| 0-100 km/h | 9,4 Sek. | 6,7 Sek. | 5,2 Sek. |
| Höchstgeschwindigkeit | 190 km/h | 200 km/h | 200 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 19,9 kWh | 20,4-20,6 kWh | 20,6 kWh |
| Akku brutto / netto | 110 / ca. 106 kWh | 110 / ca. 106 kWh | 110 / ca. 106 kWh |
| WLTP-Reichweite | 620 km | 600-606 km | 600 km |
| Max. Anhängelast | 1.600 kg | 2.500 kg | 2.500 kg |
| Basispreis (Ausstattung) | 68.850 Euro (Basis) |
82.850 Euro (Techniq) |
88.100 Euro (Uniq) |
Ob noch eine Sportversion à la Kia EV9 GT folgt, lässt Hyundai offen; da auch Ioniq 5 und 6 als N-Versionen angeboten werden, halten wir es für wahrscheinlich.
Aufladen
Wegen des 800-Volt-Systems gehört schnelles Laden zu den Hauptvorteilen des Fahrzeugs. Damit wird schnelles Laden möglich. In der folgenden Tabelle sehen Sie die Daten dazu. Wie immer, haben wir aus den Herstellerangaben auch Werte für die Ladegeschwindigkeit in kWh/min sowie fürs Reichweite-Nachladen berechnet:
| Ioniq 9 RWD 160 kW | Ioniq 9 AWD 226 kW | Ioniq 9 AWD 315 kW | |
| Akku brutto / netto | 110 / ca. 106 kWh | 110 / ca. 106 kWh | 110 / ca. 106 kWh |
| WLTP-Reichweite | 620 km | 600-606 km | 600 km |
| Ladeleistung AC/DC | bis 11 / 233 kW | bis 11 / 233 kW | bis 11 / 233 kW |
| Ladedauer (10-80%) | 24 min | 24 min | 24 min |
| Ladegeschwindigkeit | ca. 3,1 kWh/min | ca. 3,1 kWh/min | ca. 3,1 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | 18,1 km/min | bis 17,7 km/min | 17,5 km/min |
Dass die 24 Minuten für den Standard-Ladevorgang realistisch sind, zeigten bereits erste Schnelllade-Tests. Mit einer Ladegeschwindigkeit von 3,1 kWh pro Minute erreicht der Ioniq 9 den gleichen Wert wie der Hyundai Ioniq 5 mit der 84-kWh-Batterie. Das große SUV lädt auch schneller als der Kia EV9 mit 96-kWh-Akku, der nur auf 2,8 kWh/min kommt. Modelle wie der Audi Q6 e-tron mit großer Batterie (3,2 kWh/min) oder erst recht der auslaufende Xpeng G9 mit 93 kWh und der Smart #5 mit dem 94-kWh-Akku (beide 3,7 kWh/min) laden jedoch schneller, wie unsere Übersicht zu den Autos mit der größten Ladegeschwindigkeit zeigt.
Eine exemplarische Ladekurve des Ioniq 9 mit hohen Ladeleistungen bis 60% SoC
Beim Reichweite-Nachladen errechnen sich Werte von bis zu 18 km/min. Das bedeutet, dass man in einer Minute Ladezeit an der DC-Säule Strom für etwa 18 km nachladen kann. Das ist ebenfalls kein Spitzenwert: Der Audi Q6 e-tron liegt bei bis zu 20,8 km/min, der Smart #5 bei bis zu 22,9 km/min und auch der Ioniq 5 ist mit bis zu 22,2 km/min besser.
Anders als der Mercedes CLA, der zumindest zum Marktstart an 400-Volt-Säulen (wozu unter anderem die Tesla-Supercharger mit ihrem weit verzweigten Standortnetz zählen) die Arbeit verweigert, kann der Ioniq 9 auch mit dem niedrigeren Spannungsniveau umgehen. Wie beim Kia EV9 wird dazu der hintere Elektromotor als DC-DC-Wandler verwendet – ein interessanter Ansatz, bei dem weder ein eigener Aufwärtswandler benötigt wird wie etwa beim Porsche Taycan, noch werden die Batteriezellen anders geschaltet wie beim Bankladen des Audi A6/Q6 e-tron sowie Porsche Macan Electric.
Preise und Ausstattungen
Der Ioniq 9 ist seit Juli 2025 konfigurier- und bestellbar. Drei Ausstattungen werden angeboten. Die Preise beginnen bei knapp 70.000 Euro, für das Topmodell werden schon fast 90.000 Euro verlangt.
| Ioniq 9 RWD 160 kW | Ioniq 9 AWD 226 kW | Ioniq 9 AWD 315 kW | |
| Ioniq 9 | 69.850 Euro | — | — |
| Techniq | 78.850 Euro | 82.850 Euro | — |
| Uniq | — | 86.100 Euro | 88.100 Euro |
Die Basisversion Ioniq 9 (ohne Zusatzbezeichnung) bietet LED-Licht, 19-Zoll-Alufelgen, elektrisch einstellbare Vordersitze, Sitzheizung in den ersten beiden Reihen sowie zwei 12,3-Zoll-Displays. Auch eine elektrisch bediente Heckklappe, Parkpiepser vorne und hinten, eine Rückfahrkamera sowie eine Wärmepumpe sind Standard. Für 1.350 Euro kann man ein Glas-Schiebedach bestellen. Das gleiche kostet das Technik-Paket (unter anderem Rundumsichtsystem und Bilder aus dem Toten Winkel im Instrumentendisplay).
Die gehobenen Versionen Techniq und Uniq unterscheiden sich optisch durch glänzende Radhausverkleidungen und größere Felgen. Zudem sind hier Matrix-LD-Scheinwerfer, ein Head-up-Display und anderes serienmäßig. Zu den ungewöhnlichen Extras gehören ein Glasschiebedach (1.350 Euro) sowie kamerabasierte Außenspiegel (1.400 Euro). Die Ausstattungen im Einzelnen finden Sie in unserem Artikel zu den Preisen des Ioniq 9.
Die Alternativen mit sieben Sitzen sind nicht allzu zahlreich. Der Mercedes EQS SUV oder das nicht mehr erhältliche Tesla Model X fallen wegen der hohen Preise weg. Mit dem Skoda Peaq dürfte es bald einen neuen Wettbewerber geben. Im Folgenden die bisherigen Rivalen:
| Antrieb | Reichweite | DC-Ladetempo | Preis ab | |
| Hyundai Ioniq 9 RWD | RWD 160 kW | 620 km | 3,1 kWh/min | 69.850 € |
| Kia EV9 RWD LR | RWD 150 kW | 563 km | 2,8 kWh/min | 66.190 € |
| Peugeot E-5008 LR | RWD 170 kW | 674 km | 2,2 kWh/min | 55.350 € |
| Volvo EX90 Single M. | RWD 205 kW | 624 km | 2,3 kWh/min | 83.700 € |
Nimmt man mit fünf Sitzen vorlieb, kommen auch noch Chinamodelle wie der Xpeng G9 (ebenfalls mit 800 Volt) oder der BYD Tang in Frage. Oder aber große Elektro-SUVs wie der Lexus RZ (ab etwa 56.000 Euro), Polestar 3 (ab 79.000 Euro) oder BMW iX (ab etwa 84.000 Euro).
Unter dem Strich
Auch wenn Hyundai vor allem Geschäftskunden ansprechen will: Der Ioniq 9 ist unserer Ansicht nach ein nobles Fahrzeug für die große Familie. Dazu passt das Fahrwerk, das komfortabel, aber wenig wankstabil ist, wie wir bei unserem Test feststellten. Wie bei den anderen E-GMP-Fahrzeugen mit 800-Volt-Technik gehört das schnelle Laden zu den Hauptvorteilen, während die Reichweiten eher mittelmäßig sind. Preislich liegt der Hyundai Ioniq 9 zwischen dem siebensitzigen, aber kleineren Peugeot E-5008 einerseits und Premiumfahrzeugen wie dem fünfsitzigen Mercedes EQS SUV oder BMW iX andererseits. Wobei alle diese Modelle keine 800-Volt-Technik bieten.
Letzte Änderung am 28. März 2026: Preise aktualisiert, Hinweis auf Skoda Peaq eingefügt.
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