Dichteres Supercharger-Netz soll mit enormen Tesla-Verkaufszahlen in China mithalten

In weniger als einem halben Jahr hat Tesla sein neues Produktionswerk für Supercharger in Shanghai hochgezogen und fertiggestellt. Das neue Werk liegt nicht weit entfernt von der Autofabrik, wo das Model 3 und seit kurzem auch das Model Y gebaut wird, und don er Batteriezell-Ferigung, die ebenfalls zur Gigafactory 3 gehört.

Laut einer offiziellen Ankündigung soll das neue Werk den Supercharger V3 produzieren, also die dritte Generation der Ladesäulen, die eine Ladeleistung von bis zu 250 kW zur Verfügung stellen. In Shanghai sollen jährlich bis zu 10.000 Supercharger gebaut werden. Wenn man von durchschnittlich zehn Ladesäulen pro Station ausgeht, würde das für etwa 1.000 neue Ladestationen reichen.

Tausend zusätzliche Stationen wären eine deutliche Verbesserung der Supercharger-Dichte in China, wo kürzlich die siebenhundertste Ladestation in einem Skiresort bei Peking eröffnet wurde:

 

Erst im November war die fünfhundertste Ladestation begrüßt worden. Und: "Im gesamten Jahr 2020 hat Tesla auf dem chinesischen Festland mehr als 410 Tesla-Superladestationen gebaut, darunter mehr als 180 Tesla V3-Superladestationen", schrieb Tesla auf Weibo, dem chinesischen Äquivalent zu Twitter. Das Supercharger-Netz in China wächst also schnell. Bisher wurden die Supercharger dafür importiert, künftig werden sie vor Ort hergestellt.

Das schnelle Wachstum des Supercharger-Netzes soll offenbar dafür sorgen, dass die vielen neuen Tesla-Kunden nicht auf dem Trockenen sitzen. Denn das Model 3 ist in China enorm populär. Allein im Monta Dezember verkaufte es sich in China 23.804 Mal, so ev-sales.blogspot.com. Damit lag der Tesla auf Platz zwei der meistverkauften Autos in China, nach dem Wuling Hongguang Mini EV, das auf 33.489 Stück kam. Im gesamten Jahr 2020 lag das Model 3 in China auf Platz eins mit 139.925 Autos, was elf Prozent der gesamten Elektroautoverkäufe ausmachte. Der kleine, erst gestartete Wuling saß dem Tesla mit 119.255 Autos allerdings schon dicht im Nacken.