Die Akkus fallen jedoch kleiner aus als beim Fiat-Pendant ...

Seitdem PSA und FCA den neuen Stellantis-Konzern gegründet haben, kann Opel theoretisch auch auf Fiat-Technik zurückgreifen. Das passiert jetzt zum ersten Mal und das Ergebnis ist nicht etwa ein neuer Pkw, sondern ein Nutzfahrzeug: der komplett neue Opel Movano-e und dessen Pendant mit konventionellem Antrieb namens Movano. Die ersten Modelle sollen noch in diesem Jahr zu den Händlern rollen.

Zu der Diesel-Version finden Sie hier alle Infos auf unserer Schwesterseite Motor1.com.

"Mit dem neuen Movano-e komplettieren wir unser Angebot an elektrischen Nutzfahrzeugen. So können unsere Kunden aus Handel und Handwerk emissionsfrei unterwegs sein. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit der neuen Movano-Generation weitere Marktanteile für Opel gewinnen werden", erklärt Opel-CEO Michael Lohscheller.

Der neue Movano ist also ein Badge-engineerter Fiat Ducato. Genau wie der Peugeot Boxer oder der Citroën Jumper. Der Movano-e ist dementsprechend ein opelisierter E-Ducato. Dadurch sorgen die technischen Daten für keine großen Überraschungen – würde man meinen.

Bildergalerie: Opel Movano-e (2021)

Mit einer Leistung von 90 kW (122 PS) und einem maximalen Drehmoment von 260 Newtonmeter soll auch der neue Movano-e souverän alle Anforderungen des Arbeitsalltags in der Stadt genauso wie über Land erfüllen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 110 km/h. Anders als das Fiat-Pendant stecken im Opel aber Lithium-Ionen-Batterie mit 37 oder 70 kWh-Kapazität.

Der E-Ducato kann hingegen mit 47 oder 79 kWh großen Akkus ausgerüstet werden. So verändern sich natürlich auch die Reichweiten. Nach WLTP-Zyklus schafft der Movano-e entweder 117 oder 224 Kilometer, der Fiat fährt 235 oder 370 Kilometer weit. 

Die Batterien sind so im Fahrzeugboden zwischen den Achsen verbaut, dass sie die Funktionalität und das Ladevolumen des Movano-e nicht einschränken. Durch ihre Lage tief im Fahrzeug senken sie zudem den Schwerpunkt – dies soll sich insbesondere in Kurven und bei Seitenwind positiv bemerkbar machen. Ein regeneratives Bremssystem, mit dem der Movano-e in der Schubphase oder beim Bremsen Energie rekuperieren kann, macht den Elektro-Transporter noch effizienter.

Opel Movano-e (2021)

Beim Kastenwagen kann aus vier Längen (L1-4) und drei Höhen (H1-3) gewählt werden. Das maximale Ladevolumen reicht von 8 bis 17 Kubikmeter. Die Türen der H3-Version sind 2,03 Meter hoch. Die Flügeltüren weisen einen Öffnungswinkel von bis zu 180 Grad (optional bis zu 270 Grad) auf.

Das zulässige Gesamtgewicht des großen Opel reicht von 2,8 bis 4,0 Tonnen, so dass er bis zu 2,1 Tonnen Nutzlast schultern kann. Die Ladekante liegt (je nach Variante) bei 494 Millimetern, die Ladebreite beträgt zwischen den Radhäusern 1.422 und zwischen den Seitenwänden 1.870 Millimeter.

In der Standardkabine finden drei Personen in einer Reihe Platz. Die auf Wunsch erhältliche Doppelkabine bietet eine zweite Sitzreihe für vier weitere Passagiere. Das Portfolio an Technologien – viele davon serienmäßig im Fahrzeug – reicht vom automatischen Notbremsassistent über Toter-Winkel-Warner und Spurhalte- bis zum Anhänger-Assistent.

Mit OpelConnect, der myOpel App und Free2Move gibt es dazu eine Reihe von Services und Bedienmöglichkeiten für leichte Nutzfahrzeuge und elektrifizierte Modelle via Smartphone. Die „Charge My Car“-Funktion der Free2Move Services App ermöglicht die europaweite Nutzung von Ladepunkten – inklusive der Bezahlung.

OpelConnect soll in Verbindung mit Free2Move Fleet Services das professionelle Flottenmanagement erleichtern: So lassen sich der Standort des Fahrzeugs lokalisieren und Fahrtrouten optimieren. Darüber hinaus behält der Telematikdienst Wartungsintervalle sowie Kraftstoffverbrauch im Blick.

Der neue Movano-e ergänzt den Combo-e und den Vivaro-e als jüngstes Mitglied der erfolgreichen Opel-Nutzfahrzeugfamilie. Und damit ist auch das gesamte Portfolio elektrifiziert.