Kia Niro: 2022 startende zweite Generation mit Habaniro-Look?
Die futuristische Studie wurde 2019 offenbar nicht umsonst gezeigt
Im April 2019 zeigte Kia auf der New York Auto Show eine futuristische Designstudie namens Habaniro, die nun als Inspirationsquelle für die zweite Generation des Niro dienen soll. Das berichtet nun die britische Zeitschrift Autocar auf ihrer Online-Seite.
Präsentiert werden soll die neue Niro-Generation noch dieses Jahr, der Marktstart findet nach dem Artikel aber erst 2022 statt – und damit sechs Jahre nach der 2016 eingeführten ersten Version des 4,38 Meter langen SUVs. Wie bisher soll es auch den Niro II als Hybrid, Plug-in-Hybrid sowie als Elektroauto geben.
Bildergalerie: Kia Habaniro Concept (2019)
Auch der neue Niro soll nicht auf einer dedizierte Elektroauto-Plattform basieren, sondern eine weiterentwickelte Form der bisher eingesetzten Technik. Bisher wird die Elektroversion in zwei Motor-Akku-Kombinationen angeboten, die nach der Akkugröße benannt werden:
| e-Niro 39,2 kWh | e-Niro 64 kWh | |
| Akku / WLTP-Reichweite | 39 kWh / 289 km | 64 kWh / 455 km |
| Antrieb | PSM vorne | PSM vorne |
| Leistung / Drehmoment | 100 kW / 395 Nm | 150 kW / 395 Nm |
| Basispreis | 38.290 Euro | 42.790 Euro |
Die Studie Habaniro hatte Allradantrieb und eine Reichweite von rund 480 Kilometer. Allradantrieb ist für den neuen Niro wohl nicht zu erwarten. Aber eine höhere Reichweite dürfte drin sein. Autocar weist auf den Hyundai Kona hin, der (mit den gleichen Motor-Akku-Kombinationen wie beim e-Niro) 305 bzw. 482 km nach WLTP-Norm schafft. Der Kona ist allerdings mit 4,21 Meter deutlich kürzer und einem Leergewicht der Basisversion von 1.610 Kilo auch etwas leichter als der mindestens 1.667 Kilo schwere e-Niro.
Laut Autocar macht die Basisversion des e-Niro in Großbritannien weniger als fünf Prozent der Verkäufe aus. In Deutschland dürften die Verhältnisse ähnlich sein. So könnte die 39-kWh-Batterie bei beim neuen e-Niro entfallen, mutmaßen die britischen Kollegen.
Sicher nicht vom Habaniro übernommen werden die Scherentüren. Doch soll der neue e-Niro ebenfalls eine Clamshell-Motorhaube bekommen (also eine, die bis zu den Radhäusern hinunter reicht). Außerdem soll das neuen Modell eine steilere Dachsäule am Heck bekommen sowie einen Vorsprung, der das Modell ein klein wenig mehr in Richtung Stufenheck bringt. Am Heck könnte es auch bumerangförmige Rückleuchten geben wie beim Habaniro. Diese Elemente besaß auch der im Frühjahr fotografierte Erlkönig des neuen Niro.
Innen soll der neue Niro ein "cleanes" Design bekommen, mit bündig integrierten Tasten; die Klima-Einstellungen sollen durch ein Touchpad mit Schieberegler ersetzt werden. Wie beim Kia EV6 soll es ein auf dem Armaturenbrett stehendes Instrumentendisplay und einen ebensolchen Touchscreen geben, und auch das Lenkrad soll übernommen werden.
Quelle: Autocar
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