Vor zwei Tagen veröffentliche Polestar Teaser-Bilder von drei kommenden Modellen. Dass eines davon der Polestar 3 ist, war anhand der Silhouette leicht zu erahnen. Nun wissen wir auch, wie die übrigen Modelle heißen werden, und Polestar-Chef Thomas Ingenlath verriet gegenüber Autocar und AutoExpress noch einiges mehr.

Den Anfang macht, wie bereits bekannt, der 2022 startende Polestar 3. Er basiert wie der kommende Volvo XC90 auf einer neuen Version der Scalable Platform Architecture (SPA2), doch soll er aerodynamischer und kraftvoller ausfallen, so die Berichte. Mit Preisen über 75.000 Euro wird der Wagen das künftige Flaggschiff der Marke Polestar sein und mit fossilen Modellen wie dem Porsche Cayenne konkurrieren.

Polestar 3 (Teaserbild vom Juni 2021)
Polestar 3: Eine (aero)dynamischere Version des kommenden Volvo XC90

Keine hellseherischen Fähigkeiten nötig waren für die Einsicht, dass nuf den Polestar 3 ein Polestar 4 und ein Polestar 5 folgen würden. Aber was das für Autos sein werden, war nicht bekannt. Laut Ingenlath handelt es sich beim Polestar 5 um die Serienversion des Precept. Bisher hieß es, das Auto würde spätestens 2025 starten, Autocar erfuhr nun, dass es schon 2024 so weit sein soll.

Polestar 5: Die Serienversion des Precept
Polestar 5: Die Serienversion des Precept
Polestar Precept
Polestar Precept

Davor aber startet logischerweise noch der Polestar 4, und der bleibt noch ein wenig rätselhaft. Das Auto liegt von der Größe her zwischen dem Polestar 3 (einem großen SUV) und dem Polestar 5 (einer Sportlimousine). Preislich soll das Modell aber günstiger als diese beiden Modelle sein.

Polestar 4: Etwas kleiner und coupéhafter als der Polestar 3
Polestar 4: Kleiner, günstiger und coupéhafter als der Polestar 3

Der Polestar 4 ist also kleiner als der Polestar 3, und die Karosserie geht noch mehr in Richtung Coupé. Die Silhouette des Modells erinnert ein wenig an den Volvo C40 Pure Electric, doch die Basis soll laut Autoexpress nicht die Compact Modular Architecture (CMA) sein, sondern eine Plattform namens PMA, offenbar eine Variante der Sustainable Experience Architecture (SEA) von Konzernmutter Geely.

Die Preise sollen bei ungefähr 45.000 bis 47.000 Euro liegen. Das Interieur wird (passend zu den günstigeren Preisen) etwas einfacher sein als beim Top-Modell Polestar 3, der Antrieb soll jedoch der gleiche "Polestar drivetrain" sein – vermutlich der 300-kW-Antrieb aus dem Polestar 2.

"This car is slightly smaller, yes, but we will not compromise much on the interior length. It's slightly more ground-hugging and has a bit more of a coupé type of roofline". (Polestar-Chef Ingenlath)