Die europäischen Märkte wollen Kleinwagen: Das zeigen auch die Zahlen für das Jahr 2021. Mit dem Boom der Elektroautos werden die Märkte auch immer mehr kleine Modelle in der Null-Emissions-Kategorie verlangen. Und das zu erschwinglichen Preisen. Die Hersteller wissen das und bewegen sich in diese Richtung.

Stellantis, Renault und VW sind dabei wohl die wichtigsten Konzerne. Sie sind und werden nicht die Einzigen sein, aber im Moment sind sie diejenigen, die am meisten mit preisgünstigen Elektroautos für Europa zu tun haben. Doch schauen wir uns die Aussichten genauer an. Auch im Hinblick auf den Erfolg des Dacia Spring.

Mehr als der Fiat Panda

Einer der häufigsten Namen, wenn es um Autos dieser Art geht, ist der des Fiat Centoventi. Er wird 2019 als Konzept vorgestellt und gilt als Erbe des aktuellen Panda.

In den letzten Tagen hat Olivier Francois selbst in einem Interview mit der britischen Zeitschrift AutoExpress wieder über den Centoventi gesprochen. Der CEO der Turiner Marke, der bereits von einem elektrischen Panda im Jahr 2020 gesprochen hatte, kam auf das Thema zurück und erklärte, dass der Centoventi der Auftakt für emissionsfreie Segment A- und auch Segment B-Fahrzeugen sein könnte.

Fiat Concept Centoventi

Werden sie denselben Namen tragen? Verschiedene Namen? Werden es neue Namen sein oder werden bekannte Namen verwendet? Diese Fragen sind noch nicht beantwortet. Aber Informationen über sie werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wir gehen davon aus, dass Fiat bereits 2022 das erste Modell aus dem Centoventi-Projekt vorstellen könnte, das wahrscheinlich die von PSA entwickelte CMP-Plattform nutzt. Stellantis macht es möglich ...

Die französische Antwort

Auch Renault hat ein neues erschwingliches Elektroauto in der Pipeline. Es wird den Namen Renault 4 tragen und frühestens 2024 auf den Markt kommen – unmittelbar nach dem Renault 5. Der 4 wird der ursprünglichen Philosophie von 1961 bis 1992 treu bleiben. Da sind wir uns ganz sicher und alle Studien und Teaser bestätigen diesen Gedankengang bisher.

 

Der Firmenchef Luca de Meo hat bereits versprochen, dass das Modell Teil einer neuen Generation von Elektroautos sein wird, die dank besserer Batterien und Skaleneffekten preislich mit den Verbrenner-Modellen gleichziehen oder zumindest billiger sein werden als das heutige Angebot an emissionsfreien Fahrzeugen.

VW geht mit weiteren Marken voran

VW ist mittlerweile der weltweit zweitgrößte Hersteller von Elektroautos hinter Tesla. Jetzt wurde bekannt, dass der Autobauer auch an Produkten arbeitet, die unterhalb des ID.3 positioniert werden sollen. Das erste greifbare Zeichen für dieses Projekt wurde in Form des ID.Life auf der IAA Mobility in München gezeigt.

VW ID. Life Concept (esterno)

Es ist nicht sicher, dass die Serienversion wirklich preiswert sein wird. Aber da VW nur einmal entwickeln muss und dann auch Skoda, Audi und Seat die Technik nutzen können, könnte das den Preis etwas drücken. Elroq heißt übrigens das erste Serienmodell dieser Fahrzeuggröße. Damit ist klar, dass es ein Skoda sein wird. 2024 soll es soweit sein und der Einstiegspreis könnte bei rund 20.000 Euro liegen.

Übrigens: Während wir hier auf kleine ID.-Modelle warten, hat VW beschlossen, die Produktion des e-up! wieder aufzunehmen. Ein Auto, das hervorragende Zahlen erreicht hat und das auf den Markt zurückkehrt, um die Lücke bis zur Ankunft der neuen Generation von kleinen Elektroautos zu schließen. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass viele Menschen bereit sind, auf Elektroautos umzusteigen. Sofern sie nicht viel Geld ausgeben müssen.