Auf einer Pressekonferenz heute Morgen hat die Renault-Gruppe ihre Geschäftsergebnisse für das Jahr 2021 vorgestellt. Nach zwei Verlustjahren kehrte sie wieder in die Gewinnzone zurück. Außerdem zeigte der französische Autokonzern ein Teaserbild von einer neuen Studie mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor, die im Mai vorstellt wird.

Doch das war noch nicht alles: Renault hat auch seine Elektroauto-Pläne für die nächsten drei Jahre vorgestellt. 2022 starten danach der Mobilize Limo, der Elektro-Megane und die verblechte Version des Elektro-Kangoo. 2023 folgt dann die Pkw-Version des Elektro-Kangoo und das kleine Elektrofahrzeug im Twizy-Stil von Mobilize.

Spannend wird es 2024. Dann sollen nicht weniger als vier neue Elektro-Renaults auf den Markt kommen, darunter die bereits angekündigten Modelle Renault 4 und Renault 5 sowie die Alpine-Version des R5 und ein Van (siehe unser Titelbild).

Freunde von günstigen Elektroautos dürften sich besonders für das Dacia-Elektroauto interessieren, das ebenfalls 2024 auf den Markt kommt. Es soll den Spring als günstigstes Elektroauto ablösen. De Meo bezeichnete das Auto bei dem Online-Event als "Nachfolger des Spring".

Der 3,73 Meter lange Dacia Spring ist ein B-Segment-SUV, er gehört also ins Kleinwagensegment. Doch der neue Elektro-Dacia wird nicht etwa auf der Plattform CMF-BEV aufsetzen, sondern auf der Plattform CMF-A, wie de Meo sagte – gemeint ist aber wohl  CMF-AEV. Demnach wird der Neuling im A-Segment antreten, es handelt sich also um einen Kleinstwagen.

Zu den neuen Elektroautos von Renault, Alpine und Dacia gesellt sich der Nachfolger des Nissan Micra, der auf der gleichen Plattform wie der R4 und R5 entsteht. Der japanische Elektro-Kleinwagen, der Ende Januar angekündigt wurde, wird von Renault in Frankreich gebaut und könnte auch anders heißen als Micra.

Renault 5 (Designstudie, 2021)
Renault 5 (Designstudie, 2021)
Strategie-Pressekonferenz am 27. Januar 2022
Nissan-Micra-Nachfolger

Die genannten Neulinge gehören zu dem Plan der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz, bis Ende des Jahrzehnts 35 neue Elektroautos auf den Markt zu bringen. Die meisten davon entstehen auf fünf Plattformen, darunter CMF-AEV (wohl die Plattform des neuen Elektro-Dacias), CMF-BEV (R4, R5 und Micra-Nachfolger) und CMF-EV (Elektro-Megane, Nissan Ariya). Auf der Plattform CMF-EV wird auch der 2025 startende Elektro-Crossover von Alpine namens GT X-Over basieren. Ebenfalls auf dieser Plattform wird der kommende Scénic basieren – das heißt, Renault will den Kompaktvan künftig als Elektroauto anbieten.

Hier sehen Sie ein Video der Pressekonferenz. Der Ausblick auf die Auto-Neuheiten (in englischer Sprache) beginnt bei etwa 42:00.