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Elektrische Mercedes C-Klasse angeblich mit 870 km Reichweite

Neues zu der 2026 startenden Mittelklasselimousine auf Basis von MB.EA-M (Update)

Mercedes-AMG C-Klasse EV (2025) Erlkönigfotos
Bild von: Automedia

2025 ist bei Mercedes das Jahr des elektrischen CLA, doch ein Jahr später soll es eine elektrische Mercedes C-Klasse geben. Nun berichtet das Mercedes-Portal MBPassion, dass das Mittelklassemodell bis zu 870 km Reichweite haben soll.

Das wäre noch erheblich mehr als beim CLA, der knapp 800 km schafft. Und mehr als beim bisherigen Mercedes-Spitzenreiter: Der EQS rangiert mit 816 km derzeit auf Platz 2 der reichweitenstärksten Elektroautos. Möglich macht es nach dem Bericht eine große Batterie mit 94,5 kWh Nettokapazität – während beim CLA maximal 85 kWh netto eingebaut werden.

Ähnlich wie beim CLA kommt bei der C-Klasse mit EQ-Technologie (wie das Modell vermutlich heißen wird) noch ein niedriger Verbrauch hinzu. Zusammen mit der 800-Volt-Technik ergibt sich so ein guter Wert beim Reichweite-Nachladen: In zehn Minuten soll man angeblich Strom für 330 km nachladen können – etwas mehr als beim CLA (325 km).  

Auch zu den Antrieben weiß das Mercedes-Portal Neues zu berichten: Der eATS2.0-Antrieb in der sogenannten Large-Variante soll bis zu 250 kW liefern. Die Antriebe werden wohl eher noch stärker sein als beim CLA, der bis zu 280 kW bietet. Dazu kommt bei den Allradlern eine weitere Elektromaschine an der Vorderachse, die wie bei EQE & Co über eine Disconnect Unit abgekoppelt werden kann, wenn sie nicht gebraucht wird. Technische Basis ist die Plattform MB.EA in der Version MB.EA-M (wohl für Mittelklasse), während der CLA bekanntlich auf der MMA-Plattform aufsetzt. Aber beide verwenden den EATS2.0-Antrieb mit Zweiganggetriebe. 

Außerdem gibt es ein neues Erlkönig-Video zur elektrischen C-Klasse von WalkoArt. Inhaltlich bietet es unserer Ansicht allerdings wenig Neues gegenüber den bisherigen Erlkönig-Aufnahmen:

Dass die Mercedes C-Klasse mit EQ-Technologie (wie das Modell in Analogie zur G-Klasse mit EQ-Technologie wohl heißen wird) 2026 startet, hatte Konzernchef Ola Källenius bereits im Sommer 2024 verraten. Inzwischen ist auch klar, dass der GLC mit EQ-Technologie auf gleicher Plattform noch vor der elektrischen C-Klasse startet. Die Erlkönigbilder, welche Autocar Ende letzten Jahres auf X veröffentlicht haben, zeigten sowohl den GLC (links oben) also auch die C-Klasse (übrige drei Bilder):

 

Die Form des Fahrzeugs ist die gleiche wie auf den Automedia-Bildern, die wir bereits im Dezember 2023 und dann wieder im Juni 2024 veröffentlicht haben. Die Optik geht deutlich in Richtung Stufenhecklimousine, weg vom Look des EQE und EQS, bei denen die Silhouette bogenförmig ist. Die C-Klasse hat stattdessen ein deutlich abgesetztes (Stummel-)Heck.

Im Unterschied zu den Bildern von Automedia zeigen die neuen Fotos Türgriffe in traditioneller Bügelform. Auf den Automedia-Bildern der AMG-Version vom Juni 2024 waren sie dagegen plan integriert. Ob das eine AMG-Eigenheit ist? Auf diesen Bildern fiel auch der Heckspoiler deutlich größer aus:

Bildergalerie: Mercedes-AMG C-Klasse EQ als Erlkönig (6/2024)

Die obigen Bilder verraten auch ganz klar, dass die C-Klasse EQ nur einen kleinen Kofferraumdeckel erhält, keine große Kofferraumklappe. Damit entspricht der Kofferraum dem, was wir von der C-Klasse kennen. Ob es daneben einen Kombi geben wird, bleibt einstweilen offen. 

Zuvor hatten wir im Dezember 2023 die folgenden Bilder von Automedia veröffentlicht:

Bildergalerie: Mercedes C-Klasse EQ als Erlkönig (12/2023)

Die C-Klasse EQ sieht in der Seitenansicht dem CLA EQ recht ähnlich. Doch natürlich wird die C-Klasse etwas größer sein und wohl auch ein aufwendigeres Fahrwerk für mehr Fahrkomfort bieten. Hier der Direktvergleich zwischen zwei Erlkönigen: 

Mercedes EQC Limousine als Erlkönig

Mercedes C-Klasse EQ als Erlkönig

Mercedes CLA auf MMA-Basis als Erlkönig

Mercedes CLA auf MMA-Basis als Erlkönig

Durch das kurze Heck wirkt die elektrische C-Klasse gedrungener als der Erlkönig des Mercedes CLA, obwohl die elektrische C-Klasse ja eine Klasse höher antritt. Die Fronthaube ist weit nach unten gezogen, die Scheinwerfer wirken konventionell. Doch das könnte Tarnung sein; vermutlich wird das Modell die gleiche sternförmige Lichtsignatur erhalten, wie sie das CLA Concept und auch die Erlkönige zeigten. Die Rückleuchten sind offensichtlich gefaked. 

Auch dass die Felgen vorne und hinten unterschiedlich sind, deutet noch auf ein serienfernes Modell hin. Die Türgriffe waren hier ebenfalls konventionell ausgeführt. Außerdem hat das Auto ein Glasdach, das etwa von der B- bis zur C-Säule reicht.  

Mercedes C-Klasse EQ als Rendering (Mai 2024)

So stellen sich die Kollegen von Motor1 Italien die elektrische C-Klasse vor (Rendering vom Mai 2024)

Die elektrische C-Klasse wird sich größenmäßig wohl zwischen dem etwa 4,70 Meter langen CLA EQ und dem 4,95 m messenden EQE einsortieren. Als Mittelklassemodell wird sie gegen den BMW i4, die etwas größeren Modelle Audi A6 e-tron und VW ID.7, das Tesla Model 3 und den Hyundai Ioniq 6 antreten.

Der Verbrenner auf Basis der alten Plattform MRA soll übrigens weiter gebaut werden; die optischen Unterschiede werden aber gering sein. Deshalb wird die Verbrenner-C-Klasse wohl demnächst überarbeitet und äußerlich an die Elektroversion angeglichen. Größere Überhänge bei der Verbrennerversion wird es aber trotzdem geben, so Autocar.

Unter dem Strich

Mit dem Mercedes CLA führte Mercedes 2025 die MMA-Plattform ein, etwa ein Jahr später startet dann die elektrische C-Klasse auf Basis der Plattform MB.EA. Beide Plattformen bieten 800-Volt-Technik und bieten damit schnelles Laden. Bei den Antrieben wird die C-Klasse nicht hinter dem CLA zurückbleiben, und auch die Reichweite wird offenbar noch größer sein: 870 km wären wirklich ein Wort. Dazu kommen wohl ein besseres Fahrwerk als beim CLA und mehr Innenraum. Apropos: Ob es eine Kombiversion geben wird, ist noch unklar.