Hyundai spendiert auch dem normalen Ioniq 5 die größere Batterie mit 84 kWh, die im Ioniq 5 N debütierte. Zudem gibt es ein Facelift, das allerdings sehr dezent ausfällt, eine verbesserte Ausstattung und eine sportliche Ausstattungsversion namens N line.

Bisher hatten die gehobenen Versionen des Hyundai Ioniq 5 einen 77-kWh-Akku, der nun durch besagte 84-kWh-Batterie ersetzt wird. Vermutlich gelang das durch eine neue Batteriechemie, denn mehr als die bisherigen 32 Module passen wohl nicht in den Ioniq 5. Da die Speicherkapazität um 9 Prozent wächst, dürfte auch die Reichweite entsprechend zunehmen. Bei der Version mit Heckantrieb könnten sich so bis zu 550 km ergeben statt der bisherigen 507 km. Damit kann der Wagen künftig auch mit dem VW ID.4 Pro mithalten, der 550 km Reichweite bietet.

Neu ist auch, dass man die Batterie-Vorkonditionierung nun manuell einschalten kann, wie Hyundai Deutschland (die internationale Pressemeldung ergänzend) mitteilt. Zuvor war die Funktion über die Anwahl eines Ladepunkts im Navigationssystem aktiviert worden.

2022 Hyundai Ioniq 5

Aktueller Hyundai Ioniq 5

Hyundai Ioniq 5 (2024)

Facelift

Optisch erhält der neue Ioniq 5 einen anderen Frontstoßfänger, der etwas bulliger wirkt. Auch am Heck wurde der Stoßfänger überarbeitet. Offenbar dadurch wächst die Länge um 20 auf 4.655 mm, während die anderen Maße gleich bleiben. Außerdem gibt es neue Felgen, einen um 5 cm längeren Heckspoiler und einen Heckscheibenwischer:

Hyundai Ioniq 5 (2021)
Hyundai Ioniq 5 (2024)

Innen wurde die Mittelkonsole überarbeitet. So gibt es hier nun mehr physische Tasten für die am häufigsten genutzten Funktionen.

Neue Tastenleiste unter dem Touchscreen

In der Mittelkonsole befinden sich nun physische Tasten, mit der man die Sitz- und Lenkradheizung sowie die Einparkhilfe bedienen kann. Zudem ist die kabellose Ladestation für Smartphones weiter nach oben gerückt:

Hyundai Ioniq 5 (2021): Das Cockpit
Hyundai Ioniq 5 (2024): Das Cockpit der N-Line-Version

Das Lenkrad enthält nach wie vor die "interaktiven Pixel-Lichter", also die vier Lichtpunkte in der Mitte, vermutlich zum Anzeigen des SoC beim Laden. Es arbeitet nun aber mit kapazitiver Technik, das heißt, man muss nicht mehr am Lenkrad rütteln, um dem Auto mitzuteilen, dass man noch da ist – es reicht, das Steuer zu berühren. Anmerkung am Rande: Die Bilder zeigen die Version mit kamerabasierten Außenspiegeln, die es auch bisher schon gab (für 1.700 Euro, aber nur in Verbindung mit dem Uniq-Paket).

Neu sind auch verbesserte Assistenzsysteme und das "ferngesteuerte" Umklappen der zweiten Sitzreihe vom Kofferraum aus. Darüber hinaus soll das neue Modell Vibrationen und die Geräusche der Elektromotoren besser dämpfen und das Fahrwerk soll stabiler sowie agiler wirken. 

Hyundai Ioniq 5 N Line (2024)

Hyundai Ioniq 5 N Line, erkennbar an dem kleinen Schriftzug neben dem Scheinwerfer auf der Beifahrerseite

Die neue Ausstattung N Line bringt sportliche Designelemente, darunter spezielle Stoßfänger vorn und hinten, spezielle Seitenschweller und exklusive 20-Zoll-Räder. Innen gibt es Pedale im Metall-Look, ein anderes Lenkrad und Armaturenbrett, einen schwarzen Dachhimmel und Sportsitze mit roten Kontrastnähten.

Der überarbeitete Ioniq 5 startet in Korea schon im März 2024. Die anderen Märkte folgen im Lauf des Jahres.

Unter dem Strich

Hyundai verbessert den Ioniq 5 da, wo er zurücklag: bei der Maximalreichweite. Beim Schnellladen braucht er dank 800-Volt-System noch keine Konkurrenz zu fürchten, wenn man von Kia und Genesis absieht. Bleiben noch die Preise: Trotz des 7.000-Euro-Rabatts kostet die 77-kWh-Version mit dem 168-kW-Heckantrieb noch 47.800 Euro. Einen VW ID.4 Pro gibt es schon ab 40.900 Euro.

Bildergalerie: Hyundai Ioniq 5 (2024)