Elektro-Ebbe in Deutschland: Nicht einmal 12 Prozent der im ersten Quartal 2024 neu zugelassenen Autos waren batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs). Damit lag die BEV-Quote noch unter der Zahl für 2021 (13,6 Prozent) und deutlich unter den Zahlen für 2022 und 2023 (beide rund 18 Prozent).

Das geht aus den neuen Zahlen des Kraftfahrtbundesamts hervor. Unter den 694.785 Neuzulassungen waren nur 81.337 Elektroautos. Meistverkauftes Modell war wie gehabt das Tesla Model Y mit mehr als 11.000 Stück, gefolgt vom VW ID.4 und ID.5, die zusammen auf 4.200 Stück kamen und vom Skoda Enyaq (rund 3.900 Stück). Danach wurden die Platzierungen durcheinandergewürfelt, was zum Teil wohl auch an den geringen Stückzahlen lag.

Elektroauto-Bestseller in Deutschland im 1. Quartal 2024

  1. Quartal 2024 2023 (Platzierung) 2022 (Platzierung)
1. Tesla Model Y 11.045 Stück 45.818 Stück (1.) 35.426 (1.)
2. VW ID.4/5  4.226 36.353 (2.) 24.847 (4.)
3. Skoda Enyaq  3.922 23.498 (3.) 12.184 (>10.)
4. Audi Q4 e-tron   3.428 18.061 (6.) 12.406 (>10.)
5. Mercedes EQA  2.766 13.839 (>10.) 6.883 (>10.)
6. BMW i4  2.595 12.869 (>10.) 3.769 (>10.)
7. VW ID.3  2.565 22.270 (5.) 23.286 (5.)
8. Mercedes EQE  2.478 7.865 (>10.) 3.277 (>10.)
9. Cupra Born  2.412 17.464 (7.) 12.564 (>10.)
10. Smart EQ Fortwo  2.198 10.689 (>10.) 9.700 (>10.)
Alle BEVs 81.337 524.219 470.559
Alle Kfz 694.785 2.844.609 2.651.357
BEV-Quote 11,7 Prozent 18,3 Prozent 17,7 Prozent

Auf Platz 4 landete nun nicht mehr der Fiat 500 Elektro, der es mit knapp 1.500 Stück noch nicht einmal unter die Top 10 schaffte. Hier dürfte der Modelljahreswechsel eine Rolle spielen. Auch der VW ID.3 wurde verdrängt. Stattdessen machte der Audi Q4 e-tron zwei Plätze gut. Auf Platz fünf folgte der Mercedes EQA, dessen Facelift offenbar für steigende Verkaufszahlen sorgte; er hatte es im Gesamtjahr 2023 nicht unter die 10 verkaufsstärksten Modelle geschafft.

Auf Platz sechs folgt der BMW i4, dicht gefolgt vom VW ID.3 und vom Mercedes EQE, der es bislang noch nie auf eine so hohe Position schaffte, und vom Cupra Born, der bisher zwei Plätze abgeben musste. Überraschenderweise schaffte es auch der Smart EQ Fortwo mit fast 2.200 Stück noch einmal in unsere Liste, während die neuen Modelle Smart #1 und #3 zusammen nicht einmal auf 1.700 Stück brachten.

Nicht unter die Top 10 schafften es im 1. Quartal wie erwähnt der Fiat 500 Elektro (im letzten Jahr noch 4.), das Tesla Model 3 (zuvor 8.), der BMW iX1 (zuvor 9.) und der Mini Cooper (zuvor 10.). Bei Volvo hat der EX30 mit 1.686 Stück bereits den EX40 überholt; zählt man EX40 und die coupéhafte Variante EC40 zusammen, ergeben sich 1.683 Stück. 

Tesla war mit 13.068 Stück die Marke mit den meisten verkauften Elektroautos, VW kam auf 8.637 Stück, BMW auf 7.959, Mercedes auf 7.720 und Audi auf 5.861. MG war mit 3.055 Elektroautos die stärkste China-Marke, BYD kam nur auf 393 BEVs, Nio auf 102, Fisker auf 78 Stück und Vinfast auf 20.

Unter dem Strich

Dass der deutsche Elektroauto-Markt um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartals schrumpfte, während der Gesamtmarkt noch etwas zulegte, haben wir schon vor ein paar Tagen gemeldet. Nun ist auch die BEV-Quote bekannt: Sie liegt bei beschämenden 11,7 Prozent. Die drei meistverkauften Modelle sind die gleichen wie im Gesamtjahr 2023. Bei den übrigen Modellen sind die Zulassungszahlen zum Teil so klein, dass sich daraus kaum Trends ablesen lassen.