Erste Bilder vom Opel Frontera gab es Anfang April, nun folgte die "Weltpremiere". Doch statt wenigstens die wichtigsten Daten zu nennen, speist uns Opel immer noch mit Info-Häppchen ab. Den Rest müssen wir uns zusammenreimen.

Offiziell bekannt war schon, dass es das SUV mit Mildhybrid-Benziner und als Elektroauto geben wird. Neu ist dagegen, dass die Elektroversion, vermutlich Frontera Electric genannt, in der Basis etwa 29.000 Euro kosten und 300 km Reichweite haben wird. Später soll eine Variante mit 400 km Reichweite folgen. Außerdem wird es das Auto optional auch als Siebensitzer geben. Das Kofferraumvolumen liegt bei etwa 450 bis 1.600 Liter. Optional gibt es eine Dachreling für bis zu 240 Kilo Gepäck; auch ein eigens für den Frontera designtes Dachzelt soll angeboten werden.

Opel Frontera Electric: Optional wird es einen Siebensitzer geben, aber der Platz ganz hinten dürfte nur für Kinder reichen

Optional wird es einen Siebensitzer geben, aber der Platz ganz hinten dürfte nur für Kinder reichen

Neu auch: Es werden nur zwei Ausstattungsversionen namens Frontera und Frontera GS offeriert. Die Basisversion erhält statt eines Touchscreens nur eine Smartphone-Halterung, der GS kommt dagegen serienmäßig mit dem Pure Panel daher, einer Kombination aus zwei 10-Zoll-Bildschirmen direkt nebeneinander.

Opel Frontera Electric in der Basisversion mit Smartphone-Halterung

Opel Frontera Electric in der Basisversion mit Smartphone-Halterung

Eine Besonderheit ist der Intelli-Seat, der ein ähnliches Konzept verfolgt wie manche Sättel für sportliche Fahrräder: Es gibt für jede Pobacke ein Polster und dazwischen eine Rille. Und das wars auch schon mit den offiziellen Informationen.

Opel Frontera Electric: Der

Aber wenn wir uns den Rest richtig zusammenstückeln, ist der Frontera Electric das Schwestermodell des Citroen e-C3 Aircross. Damit dürfte das Auto ebenfalls rund 4,40 Meter lang sein – das heißt, er ist 25 cm länger al der Opel Mokka Electric und 25 cm kürzer als der Opel Grandland Electric. Damit passt er sehr gut in die Modellpalette. Allerdings ist das Auto mit dem Basispreis von 29.000 Euro deutlich günstiger als der Elektro-Mokka, den es erst ab 40.800 Euro gibt. Der Preis ist andererseits rund 6.000 Euro höher als beim Citroen e-C3, den es ab 23.300 Euro gibt.

Bildergalerie: Opel Frontera (2024)

Technische Basis ist wohl die Smart Car Platform, die neben dem Frontera auch den C3 und den C3 Aircross (sowie weitere, noch nicht vorgestellte Stellantis-Modelle) trägt. Vermutlich erhält der Frontera Electric wie der e-C3 in der Basis einen 44-kWh-Akku mit günstiger LFP-Chemie. Auch der 83-kW-Frontantrieb dürfte übernommen werden. Die billige Batterie, der schwächere Antrieb und die in der Basis rudimentäre Display-Ausstattung erklären wohl auch den günstigen Preis.

Kollege Manu von unserer Schwesterpublikation Motor1 hat schon eine Sitzprobe im neuen Frontera durchgeführt. Danach hat der 1,90-Meter-Mann auf allen fünf Sitzplätzen noch ziemlich gut, der Kofferraum wirkte auf ihn "einfach gewaltig". Im Cockpit fiel ihm allerdings der verstärkte Einsatz von Hartplastik auf.

Unter dem Strich

Das Opel-Jahr 2024 wird dominiert von zwei neuen SUV-Modellen: dem Frontera und dem Grandland. Beide gibt es auch als Elektroauto. Damit ist die ganze Palette "durchelektrifiziert", vom Corsa, Astra, Astra Kombi und Mokka, Frontera, Grandland bis zu den drei Nutzfahrzeugen Combo, Zafira/Vivaro und Movano. Für die Mitte des Jahrzehnts wurde zudem noch ein Elektro-Crossover namens Manta Electric angekündigt. Außerdem gilt unseres Wissens immer noch die Generallinie, dass Opel ab 2028 nur noch Elektroautos verkauft, auch wenn das in letzter Zeit seltener zu hören ist ...

Bildergalerie: Opel Frontera (2024): Sitzprobe