Opel Frontera Electric Start: Neue Basisversion ab 29.340 Euro
Der Opel Frontera Electric ist jetzt auch als günstige Start-Version erhältlich. Alle Daten, Preise und Ausstattungen im Überblick
Der Opel Frontera erhält eine neue Basisversion namens Start. Damit erhöht sich die Zahl der Ausstattungsversionen von drei auf vier. Die neue Variante ist bereits in der Preisliste aufgeführt und wird ausschließlich für den Frontera mit kleiner Batterie angeboten. Die Änderung ist für uns Anlass genug, unsere Modellübersicht zu aktualisieren.
Die neue Start-Variante ist von außen am leichtesten an den komplett schwarzen Radkappen zu erkennen. Zudem bietet sie 16-Zoll-Stahlräder, LED-Scheinwerfer, ein 10-Zoll-Instrumentendisplay, eine Klimaanlage und Parksensoren hinten. Allerdings erfolgt der Systemstart weiterhin per Zündschlüssel und statt eines Touchscreens wird eine Smartphone-Halterung eingebaut. Der Preis liegt bei 29.340 Euro. Damit ist die neue Basisversion kaum günstiger als bisher, denn noch im Juli gab es den Frontera Electric Edition ab 29.540 Euro. Die Preise für den elektrischen Frontera Edition beginnen nun bei 30.840 Euro. Auch die übrigen Preise stiegen.
Exterieur | Interieur | Antriebe/Batterien | Preise
Bildergalerie: Opel Frontera Electric (2025, Bilder zum Test)
Der Opel Frontera Electric wurde im April 2024 vorgestellt, die ersten Exemplare wurden im Herbst des gleichen Jahres zugelassen. Zunächst gab es nur die Version mit der kleinen Batterie (44 kWh), die 54-kWh-Variante folgte erst im Sommer 2025. Technische Basis für den Frontera (nicht zu verwechseln mit dem SUV, das von 1991 bis 2004 gebaut wurde) ist die Smart Car Platform, die auch dem Citroën C3 und den Fiat Grande Panda zugrundeliegt. Der Frontera beruht allerdings auf der Langversion dieser Plattform. Damit ist der Wagen ein Schwestermodell des Citroën C3 Aircross.
Exterieur
Den Frontera gibt es optional auch als Siebensitzer; das gilt allerdings nur für die Mildhybrid-Versionen. Der Frontera Electric, um den es hier geht, ist dagegen stets ein Fünfsitzer. Mit 2.670 mm hat das Modell den gleichen Radstand wie der Citroën C3 Aircross und ist genau einen Zentimeter länger. Auch die Höhe ist mit 1.635 mm fast identisch. Von der Länge her liegt der Frontera Electric zwischen dem 24 cm kürzeren (aber teureren) Mokka Electric und dem 27 cm längeren Opel Grandland Electric.
| Länge | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Opel Mokka Electric | 4,15 m | 1,53 m | 2,56 m | 310–1.060 Liter |
| Opel Frontera Electric | 4,39 m | 1,64 m | 2,67 m | 460–1.600 Liter |
| Opel Grandland Electric | 4,65 m | 1,66 m | 2,68 m | 550–1.580 Liter |
Der Kofferraum fasst wie beim Citroën C3 Aircross 460 bis 1.600 Liter – ein sehr guter Wert für ein kleines SUV. Optional gibt es eine Dachreling für bis zu 240 Kilogramm Gepäck; auch ein eigens für den Frontera designtes Dachzelt soll angeboten werden.
Opel Frontera Electric GS (2025)
Opel Frontera Start (2026)
Interieur
Im Cockpit des Frontera gibt es serienmäßig nur ein 10-Zoll-Instrumentendisplay. Bei der Basisversion Start kommt eine Handy-Halterung hinzu, allen anderen Varianten bieten jedoch einen 10-Zoll-Touchscreen. Darunter gibt es einige physische Tasten; auch die Außenspiegel werden mit einer Vier-Wege-Wippe eingestellt und es gibt vier Tasten für die vier Fensterheber – bei günstigen Einstiegsmodellen nicht unbedingt selbstverständlich.
Opel Frontera Electric in der Basisversion mit Smartphone-Halterung
Zum Systemstart hat die Basisvariante Start noch immer einen Zündschlüssel; bei der folgenden Version Edition ist für 350 Euro Aufpreis ein Startknopf erhältlich, bei GS und Ultimate ist er nun Serie. Die Fahrmodi P, N, R und D werden über einen Schalter in der Mittelkonsole aktiviert.
Dieses Bild von 2025 zeigt das Cockpit mit eingestecktem Zündschlüssel. Die Basisversion wird immer noch damit gestartet
Antrieb und Batterien
Der Frontera Electric hat stets einen 83-kW-Frontantrieb. Dabei wird ein Permanentmagnet-Synchronmotor (PSM) verwendet, der nur 125 Newtonmeter Drehmoment liefert – das ist deutlich weniger, als die Mildhybridvarianten bieten. Die beiden Energiespeicher haben eine Lithiumeisenphosphat-Chemie (LFP). Mit dem 44-kWh-Akku sind bis zu 308 Kilometer nach WLTP möglich, mit dem 54-kWh-Modell 400 km.
| Frontera Electric 44 kWh | Frontera Electric 54 kWh | |
| Antrieb | FWD 83 kW, 125 Nm | FWD 83 kW, 125 Nm |
| 0–100 km/h / Spitze | 12,1 Sek. / 143 km/h | 13,0 Sek. / 143 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 18,3 kWh/100 km | 16,3 kWh/100 km |
| Akku netto | 44 kWh (LFP) | 54 kWh (LFP) |
| WLTP-Reichweite | 304–307 km | 394–400 km |
| Max. Ladeleistung AC / DC | 11 / 100 kW | 11 / 100 kW |
| DC-Ladedauer 20–80 % | 26 min | 28 min |
| EU-Leergewicht | 1.589 kg | 1.610 kg |
Auffällig ist, dass das Extended-Range-Modell trotz höheren Gewichts deutlich sparsamer ist als das normale Modell: Der Unterschied beträgt zwei Kilowattstunden – ein erheblicher Unterschied. Bei Opel sagte man uns, das liege daran, dass die neue Batterie die Energie "effizienter an den Motor" abgebe. Genaueres war nicht zu erfahren. Möglicherweise liegt es an einem Inverter mit höherem Wirkungsgrad. Opel gab in früheren Preislisten neben dem kombinierten WLTP-Verbrauch auch Autobahnverbräuche an; diese lagen bei 25,0 kWh/100 km für den kleinen Akku und 22,4 kWh/100 km für den großen.
Seit Herbst 2025 hat der Frontera serienmäßig einen dreiphasigen 11-kW-Bordlader; bei der Variante mit kleinem Akku musste er anfangs für 400 Euro dazubestellt werden. Serienmäßig kann außerdem mit bis zu 100 kW Gleichstrom (DC) geladen werden.
Für die Ladedauer werden 26 min bei der kleinen und 28 min bei der großen Batterie angegeben, allerdings für einen Ladehub von 20–80 %. Die von uns errechnete Ladegeschwindigkeit in diesem SoC-Bereich beträgt 1,0 bzw. 1,2 kWh/min – recht bescheidene Werte, die aber bei Stadtautos nicht unüblich sind. Auch die Basisversion des Mini Cooper Electric erreicht nur 0,9 kWh/min, während etwa der VW ID.3 mit bis zu 2,1 kWh/min lädt.
Preise und Ausstattung
Den Opel Frontera Electric gibt es nach wie vor ab rund 29.000 Euro, für die Version mit großer Batterie (und geringerem Verbrauch) zahlt man mindestens 33.040 Euro. Die Ausstattungen heißen nun Start, Edition, GS und Ultimate.
| Frontera Electric 44 kWh | Frontera Electric 54 kWh | |
| Start | 29.340 Euro | — |
| Edition | 30.840 Euro | 33.040 Euro |
| GS | 33.090 Euro | 35.090 Euro |
| Ultimate | 34.040 Euro | 36.040 Euro |
Die neue Start-Version bietet 16-Zoll-Stahlräder, LED-Scheinwerfer, Regensensor, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber rundum, ein 10-Zoll-Instrumentendisplay, eine manuelle Klimaanlage, einen USB-C-Anschluss, einen Tempomat, einen Spurhalteassistenten und Parksensoren hinten. Der Systemstart erfolgt per Zündschlüssel und statt eines Touchscreens wird eine Smartphone-Halterung eingebaut. Eine Sitzheizung ist nicht verfügbar.
Auch die folgende Version Edition ist noch sparsam ausgestattet. Hier kommen eine Klimaautomatik, der 10-Zoll-Touchscreen, eine Armlehne zwischen den Vordersitzen, ein DAB-Radio, kabellose Smartphone-Anbindung via Android Auto und Apple Carplay und eine Rückfahrkamera hinzu. Das Winter-Paket Edition für 750 Euro umfasst Sitzheizung, Lenkradheizung und Frontscheibenheizung. Mit dem Komfort-Paket Edition für 350 Euro gibt es einen Startknopf statt des Zündschlüssels; auch ein schlüsselloses Zugangssystem vorne und ein Einlegeboden für den Kofferraum kommen hinzu.
Beim GS sind der Startknopf, das schlüssellose Zugangssystem vorne und der Einlegeboden serienmäßig. Hier werden auch 17-Zoll-Aluräder, ein silberner (statt schwarzer) Unterfahrschutz, LED-Rückleuchten sowie elektrisch anklappbare Außenspiegel mit LED-Blinkern montiert. Auch getönte Scheiben, drei USB-C-Anschlüsse und die "Intelli-Sitze" (für jede Pobacke ein Polster, dazwischen eine Rille) sind an Bord. Zur Bicolor-Optik gehören ein schwarzes Dach, schwarze Außenspiegel und ein schwarzes (statt silbernes) Opel-Blitz-Logo auf der schwarzen Frontblende, dem "Opel Vizor".
Bei der Version Ultimate kommen das Winter-Paket (mit Sitz-, Lenkrad- und Frontscheibenheizung), das Tech-Paket mit Nebelscheinwerfern und schwarzer Dachreling, eine Schale fürs kabellose Aufladen des Smartphones sowie ein Totwinkel-Assistent hinzu.
Eine Wärmepumpe, eine Verbrauchsanzeige und Fahrmodi fehlen beim Frontera generell – diese Elemente gibt es auch nicht als Extras.
Test und Konkurrenten
Wir haben den Frontera mit der kleinen Batterie im Juli 2025 getestet. Danach reicht der 83-kW-Antrieb für den Alltag aus. Das Gleiche gilt für das Fahrwerk, das allerdings zuweilen etwas hölzern wirkt. Das größte Plus des Frontera ist das gute Platzangebot. So sitzt man auch als Erwachsener im Fond gut, und der Kofferraum ist wirklich groß. Im Cockpit wird viel Hartplastik verwendet, aber die Rückbank macht beim Umklappen einen deutlich robusteren Eindruck als zum Beispiel beim Dacia Spring.
Zu den Konkurrenten gehört natürlich der Citroën e-C3 Aircross, den es mit 44-kWh-Akku ab 26.640 Euro gibt. Ähnlich groß, aber deutlich teurer sind der Smart #1 (Listenpreise ab 36.990 Euro), der Hyundai Kona Elektro (Listenpreise ab 38.340 Euro) oder der Kia EV3 (nach Liste ab 35.990 Euro). Der Mokka Electric ist wie erwähnt kleiner und hat weniger Kofferraum; er kostet in der Basisversion 37.240 Euro.
Unter dem Strich
Wem die spartanische Ausstattung nichts ausmacht, weil er oder sie nur ein Auto für die Fahrt von A nach B mit viel Innenraum braucht, ist mit dem Frontera gut bedient. Allerdings fehlen dann viele Elemente, die bei den allermeisten Elektroautos inzwischen serienmäßig sind.
Letzte Änderung am 20. August 2026: Neue Basisversion Start aufgenommen, Kapitel zum Interieur hinzugefügt, alle Angaben aktualisiert
Auch interessant
Opel Corsa GSE (2026): Sportversion mit 207 kW startet noch 2026
Mercedes-AMG GT SUV: Neue Bilder vom Interieur
Lucid Gravity 2027: Einstiegspreis niedriger und mehr Auswahl
Tesla Semi: Der Elektro-Sattelschlepper kommt nach Europa
Elektrische C-Klasse: Alle Daten, Preise und Fakten
Toyota E‑Bonus: Bis zu 8.100 Euro Rabatt auf Elektroautos
Hyundai Ioniq 9: Alle Daten, Preise und Reichweiten