Elektroauto-Markt im Februar: BEV-Anteil steigt auf 17,7 Prozent
Tesla mit dickem Minus in den ersten beiden Monaten des Jahres
Update: Inzwischen wurden auch die bis auf die einzelnen Modelle heruntergebrochene Statistik veröffentlicht. Lesen Sie dazu unseren neuen Artikel.
Der Autoabsatz in Deutschland schwächelt leicht, doch Elektroautos können gegen den Trend zulegen. Lag der Elektroauto-Anteil an den Verkäufen in Deutschland letztes Jahr noch bei kümmerlichen 13,6 Prozent, waren es im Februar 2025 nun 17,7 Prozent.
Damit ist der rekordhohe BEV-Anteil im Jahr 2023 (dem letzten Jahr mit Förderung) von 18,3 Prozent schon fast wieder erreicht. Ob das so bleibt, ist jedoch nicht gesagt. Außerdem wäre ein Anteil von rund 25 Prozent nötig, um die geplanten CO2-Flottengrenzwerte zu erreichen, so der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK).
Insgesamt wurden im zweiten Monat des Jahres 203.434 Pkw neu zugelassen. Das war laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) ein Minus von 6,4 Prozent gegenüber dem Februar 2024. Da der Vorjahresmonat jedoch einen Arbeitstag mehr hatte, liegt der kalenderbereinigte Rückgang über alle Antriebsarten hinweg bei nur -1,7 Prozent, wie der VDIK ergänzt.
| Feb. 2025 | Änderung | Anteil | Jan/Feb. 2025 | Änderung | Anteil | |
| Alle Antriebe | 203 434 | -6,4% | 411.074 | -4,6% | ||
| BEVs | 35.949 | +30,8% | 17,7% | 70.447 | +41,0% | 17,1% |
| PHEVs | 19.534 | +34,0% | 9,6% | 37.246 | +28,6% | 9,1% |
Knapp 36.000 Elektroautos (BEVs) wurden im Februar verkauft. Nach etwas mehr als 34.000 Stück im Januar ist das ein Fortschritt. Beide Monate zusammengenommen, ergeben sich etwas mehr als 70.000 Stromer, was 41 Prozent mehr war als im Vorjahreszeitraum. Bei allen Vergleichen mit dem Vorjahr ist jedoch zu bedenken, dass der Elektroauto-Absatz in den ersten Monaten des Jahres 2024 besonders schwach war – die Förderung wurde ja Ende 2023 gekappt und viele Käufe wurde vorgezogen.
Die nach Modellen aufgeschlüsselte Zulassungsstatistik für Februar wird erst am morgigen Freitag veröffentlicht – wir werden berichten. Doch es gibt bereits eine Aufstellung nach Marken. Daraus geht hervor, dass Tesla im Februar 1.429 Neuzulassungen in Deutschland verzeichnete und damit nur wenig mehr als die 1.277 Fahrzeuge, die es im Januar waren. Das Minus von Tesla gegenüber dem Vorjahreszeitraum lag im Februar bei 76 Prozent, in beiden Monaten zusammen bei 70 Prozent. Auch im Gesamtjahr 2024 musste Tesla bereits ein heftiges Minus bei den deutschen Neuzulassungen von 41 Prozent hinnehmen. Und im Januar lag der Tesla-Absatz europaweit ebenfalls satt im Minus.
Plug-In-Hybride (PHEVs) waren im Februar und im Januar deutlich weniger gefragt als reine Elektroautos. Auch sie verzeichneten aber ein Plus gegenüber dem Vorjahr. Die Förderung für PHEVs wurde bereits im Dezember 2022 gestrichen, also ein Jahr früher als bei Elektroautos. Insgesamt kamen BEVs und PHEVs seit Jahresbeginn auf 26,2 Prozent des Gesamtmarktes.
Unter dem Strich
Dass der Elektroauto-Absatz im Januar und Februar 2025 besser lief als in den Vorjahresmonaten, ist kein Wunder, schließlich waren Letztere wegen der gekappten Förderung besonders schwach. Auffällig ist jedoch, dass Tesla ein starkes Minus hinnehmen musste. Das wird zum Teil am Modellwechsel beim Model Y liegen. Ob auch das Negativ-Image von Unternehmenschef Elon Musk eine Rolle spielt, wissen wir erst im zweiten Quartal, weil dann das Facelift des Model Y auf dem Markt ist.
Auch interessant
Neuzulassungen Mai 2026: Elektroautos legen um fast 40 Prozent zu
BMW X5 M Electric (2028) zeigt deutliche Unterschiede zum neuen iX5
Elektro-Prämie: 33.000 Anträge in der ersten Woche
Skoda Peaq: Siebensitzer-SUV wird am 23. Juni vorgestellt
Tesla sollte Europa verlieren. Die Daten sagen etwas anderes
Cupra Raval und VW ID. Polo: Produktionsstart in Spanien
Stellantis: Neue günstige City-Stromer ab 2028 geplant