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Porsche Macan bekommt In-Car-Gaming und mehr Anhängelast

Neues Modelljahr bringt zudem den Digital Key und Künstliche Intelligenz für die Sprachbedienung

Porsche Macan mit In-Car-Gaming
Bild von: Porsche

Mit dem neuen Modelljahr 2026 erhält der Porsche Macan ein paar Detailverbesserungen. Am wichtigsten wohl: Die maximale Anhängelast steigt bei den Allradmodellen um 500 Kilo und beträgt nun bei allen Versionen 2,5 statt 2,0 Tonnen. Der Hecktriebler zieht nach wie vor maximal zwei Tonnen. Je nach Markt kann die höhere Anhängelast auch nachträglich in die Papiere eingetragen werden.

Außerdem bekommt das Elektro-SUV einen Digital Key, sodass man die Türen künftig auch per App ver- und entriegeln kann. Der Digital Key gehört zum sogenannten "Komfortzugang", der bisher das automatische Ver- und Entriegeln mit der Fernbedienung in der Tasche umfasst. Zudem kann damit der Frunk mit einer Wischgeste, der Kofferraum mit einer Fußbewegung geöffnet werden. Künftig ist das Ver- und Entriegeln auch per iPhone, Apple Watch und kompatiblen Android-Geräten möglich.

Mit dem Porsche Digital Key lässt sich der Macan nun auch per App entriegeln

Mit dem Porsche Digital Key lässt sich der Macan nun auch per App entriegeln

Bild von: Porsche

Der digitale Fahrzeugschlüssel wird in der Apple Wallet oder einer entsprechenden Wallet-App auf Android gespeichert. Damit lässt sich der Macan auch starten. Möglich wird dies durch die Kombination von Near Field Communication (NFC), Bluetooth Low Energy (BLE) und Ultra-Wideband (UWB). Selbst wenn das Smartphone geladen werden muss, bleibt die Funktionalität des digitalen Schlüssels in Apple Wallet oder einer nativen Wallet-App auf Android erhalten.

Den Digital Key kann man auch an Freunde und Bekannte weiterreichen – über Apple Mail, Nachrichten, WhatsApp und weitere Dienste. So kann man den digitalen Schlüssel auch mit bis zu sieben weiteren Nutzern teilen. Dabei kann festgelegt werden, ob diese Personen lediglich Zugang zum Fahrzeug erhalten oder es auch fahren dürfen.

Daddeln wie zu Hause: Gesteuert werden kann auch mit dem Handy

Daddeln wie zu Hause: Gesteuert werden kann auch mit dem Handy

Bild von: Porsche

Darüber hinaus enthält das "App-Center" – so nennt Porsche sein Äquivalent zum Apple App Store bzw. Google Play Store – um In-Car-Games erweitert. Sie können per Touchscreen oder Bluetooth-Controller gesteuert werden. Auf dem optionalen Beifahrerdisplay kann man die Apps auch während der Fahrt vom Beifahrersitz aus nutzen. Um die Person am Steuer nicht abzulenken, kann man den Sound über ein Bluetooth-Headset hören.

Spielen auf dem beifahrer-Display, während das Auto geladen wird - oder sogar während der Fahrt

Spielen auf dem beifahrer-Display, während das Auto geladen wird - oder sogar während der Fahrt

Bild von: Porsche

Auch der Porsche Charging Planner wurde optimiert, sodass Ladestationen und -anbieter gezielter priorisiert oder ausgeschlossen werden können. Und die Sprachsteuerung Voice Pilot ist dank Künstlicher Intelligenz smarter als bisher. Der Assistent versteht nun komplexe, zusammenhängende Fragen und erkennt den Bezug von Aussagen. Auch Fragen zur Fahrzeugbedienung werden beantwortet.

Das Paket mit dem Rundumsicht-System Surround View und dem Einparkassistenten für 1.071 Euro wurde fürs neue Modelljahr verbessert. Wie bisher umfasst es vier Kameras, die eine 360-Grad-Sicht um das Auto herum sowie eine Querverkehrsansicht ermöglichen. Der zum Paket gehörende Einparkassistent erkennt geeignete Parklücken und übernimmt in Längs- oder Querparklücken das Lenken sowie die Vor- und Rückwärtsbewegungen.

Für 2026 kommt die Funktion "transparente Fronthaube" hinzu: Dabei wird der Bereich vor dem Fahrzeug auf dem Touchscreen angezeigt, was vor allem beim Manövrieren in unübersichtlichem Gelände hilft. Neu ist auch das "trainierte Parken": Ein einmalig manuell durchgeführter Parkvorgang wird gespeichert und wenn man wieder an dieselbe Stelle kommt, bietet das Auto an, den Parkvorgang selbst zu übernehmen. Bis zu fünf verschiedene Parkroutinen können gespeichert werden.

Zudem kommt ein neuer Rückfahrassistent hinzu: Er ermöglicht das automatisierte Rückwärtsfahren einer zuvor vorwärts gefahrenen Strecke – ideal für enge Zufahrten oder verwinkelte Parkhäuser. Das System merkt sich Routen von bis zu 50 Metern Länge und bietet eine sichere, autonome Rückführung, bei der der Fahrer nur noch überwachend eingreifen muss.

Das neue Modelljahr wird bis Ende des Jahres eingeführt. In Deutschland startet die Umstellung schon im Herbst.

Unter dem Strich

Hersteller wie Togg oder Xpeng bezeichnen ihre Elektroautos als Mobile Devices auf Rädern: Die Elektronik steht im Mittelpunkt, ist also viel als nur ein Extra. Bei deutschen Herstellern geht man nicht so weit, hier spielen Fahrwerk, Lenkung etc. noch eine wichtigere Rolle. Aber In-Car-Gaming und KI kommen auch hier ins Rollen. Zumindest die Kinder, aber auch so manchen Erwachsenen wird es freuen, wenn sich die Ladepause auf diesem Weg verkürzen lässt.