Audi bestätigt elektrisches Einstiegsmodell für 2026
Neuer A2 e-tron soll offenbar Verbrenner-Modelle A1 und Q2 ablösen
In der Pressemeldung zum neuen Concept C hat Audi auch den Start eines elektrischen Einstiegsmodells im Jahr 2026 bestätigt, das in Ingolstadt gebaut wird. Weitere Details wurden nicht verraten, doch angeblich soll der Neuling A2 e-tron heißen und gleich zwei Verbrenner ersetzen: den A1 und den Q2. Aber es gibt noch mehr Neues zu den Zukunftsplänen von Audi.
Wenn der Wagen den 4,05 Meter langen A1 ersetzen soll, wird es sich wohl um einen Kleinwagen handeln; der Q2 ist zwar 4,21 Meter lang, gehört aber als A1-Derivat in dieselbe Schublade. Als Plattform kommt eigentlich nur MEB Small infrage, also die verkürzte Form des MEB, die auch den VW ID. Polo sowie die kleinen SUVs VW ID. Cross (alias ID.2 X), Cupra Raval und Skoda Epiq trägt.
Neuer Chefdesigner von Audi: Der 1971 geborene Massimo Frascella war zuvor Head of Design bei Jaguar Land Rover
Das Design des Neulings wird wohl vom neuen Audi-Chefdesigner Massimo Frascella verantwortet, der nun das Concept C vorstellte. In der Pressemeldung dazu heißt es wörtlich: "Auch im kommenden Jahr führt das Unternehmen seine Modelloffensive fort. Beispielsweise mit einem rein elektrischen Einstiegsmodell, das ab 2026 in Ingolstadt produziert wird (...)."
Außerdem plant Audi weiter einen elektrischen A4, der noch in diesem Jahrzehnt auf den Markt kommen soll. Auch ein luxuriöses Elektro-Flaggschiff ist in Planung; es wurde ursprünglich als "Projekt Landjet" entwickelt. Dieses Modell dürfte A8 e-tron heißen und könnte der Studie Grandsphere ähneln.
Audi Grandsphere Concept von 2021: Eine Studie des kommenden A8 e-tron?
Geplant ist laut den britischen Kollegen zudem ein Elektro-SUV mit sehr hoher Reichweite, das Q9 e-tron heißen und gegen den Range Rover Electric antreten soll. Den kennt Frascella gut, denn er hat ihn in seiner vorherigen Funktion als JLR-Chefdesigner selbst entworfen.
Audi Concept C mit offenem Hardtop ....
... und geschlossen
Das Concept C, das 2027 in Serie gehen wird, soll nicht den 2023 ausgelaufenen TT beerben, der mit 4,20 Metern aber auch deutlich kürzer war als die 4,52 m lange Studie. Er wird zwischen dem TT und dem Supersportler R8 positioniert, wie Audi-Chef Gernot Döllner bei der Vorstellung gegenüber Autocar sagte.
Technische Basis ist wie beim Porsche 718 eine angepasste Version der Premium Platform Electric (PPE), bei der die Gewichtsverteilung ähnlich sein soll wie bei einem Verbrenner mit Mittelmotor. Das Auto ist ausschließlich als Elektroauto geplant, stellte Frascella klar. Es soll aber wahrscheinlich simulierte Verbrenner-Sounds und virtuelle Gangwechsel erhalten.
Keinen rein batterieelektrischen Antrieb wird dagegen der R8 bekommen: Der Supersportler erhält ein Plug-in-Hybridsystem mit einem über 900 PS starken V8-Verbrenner erhalten, so die britische Publikation.
Unter dem Strich
Die Zukunftspläne von Audi haben sich nicht allzu stark verändert. Über einen A2 e-tron, einen A4 e-tron und einen A8 e-tron wird seit Langem gemunkelt, und es waren mehr als Gerüchte, denn es gab Äußerungen dazu aus der Ingolstädter Manager-Etage. Am interessantesten ist natürlich das Modell, das als Erstes startet: der A2 e-tron. Er dürfte auf MEB Small oder MEB+ Small basieren, Frontantrieb und eine LFP-Batterie haben. Wie seine Schwestermodelle wird er 2026 starten, die Reihenfolge ist noch unklar.
Unser Titelbild zeigt ein Detail der Audi-Studie Ai:Me von 2019.
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