MG 4X (2026): Kompakt-SUV mit neuer Feststoff-Hybrid-Batterie
MG präsentiert den 4X als erstes SUV der MG4-Familie. Das kompakte Crossover nutzt eine innovative Liquid-Solid-State-Batterie
MG macht aus dem MG4 eine Familie. Mit dem MG 4X präsentiert die chinesische Marke ein kompaktes Elektro-SUV, das auf derselben Architektur wie der bekannte Hatchback aufbaut, sich optisch und konzeptionell aber klar als eigenständiges Modell positioniert. Der Buchstabe "X" ist dabei Programm: Laut MG steht er für "unbegrenzte Möglichkeiten" und soll die Lifestyle-Ausrichtung des Crossovers unterstreichen.
Äußerlich teilt der 4X die Designsprache seines Schwestermodells, interpretiert sie aber mit SUV-spezifischen Mitteln neu. Vorn zieht eine durchgehende LED-Lichtleiste die Blicke auf sich, flankiert von einem beleuchteten Markenlogo.
An den Seiten sorgt eine prägnante Schulterlinie für Spannung, während die deutlich höhere Bodenfreiheit den Crossover-Charakter unmissverständlich klarstellt. Am Heck greift MG das Gestaltungsprinzip des MG4 auf und setzt ebenfalls auf ein durchgehendes Rückleuchtenband.
Mit 4.39 Metern Länge bewegt sich der MG 4X klar im Kompaktsegment. Der Radstand von 2.750 Millimetern ist dabei ein entscheidender Wert: Gegenüber dem BYD Atto 2, einem der direkten Rivalen, beträgt der Vorsprung hier immerhin 130 Millimeter, was sich im Innenraum spürbar bemerkbar machen dürfte. Und schon der Atto geizte nicht unbedingt mit Beinfreiheit! Der Kia EV3 als weiterer direkter Konkurrent bringt es auch nur auf 2,69 m Radstand.
Das eigentliche Highlight des MG 4X ist die Batterie, und hier setzt MG ein deutliches Zeichen. Während Feststoffbatterien in der Branche seit Jahren als Zukunftstechnologie diskutiert werden und die meisten Hersteller sie bestenfalls für die zweite Hälfte des Jahrzehnts in Aussicht stellen, verbaut MG eine sogenannte Liquid-Solid-State-Batterie bereits jetzt in einem Serienfahrzeug der Einstiegsklasse. Kein Technologieträger, kein Sondermodell, sondern die Basisversion.
Die Technologie stammt aus dem SAIC-Konzern und unterscheidet sich grundlegend von konventionellen Lithium-Ionen-Akkus. Der entscheidende Unterschied liegt im Elektrolyten: Während herkömmliche Batterien vollständig auf Flüssigkeit setzen, besteht er hier zu rund 95 Prozent aus festen Materialien. Nur etwa fünf Prozent Flüssigkeit verbleiben im System, was der Technologie ihren Namen gibt.
Das klingt nach einem Detail, hat aber weitreichende Konsequenzen: Feststoffbatterien sind thermisch stabiler, weniger brandgefährdet und liefern auch bei Kälte eine zuverlässigere Leistung als herkömmliche Zellen. Hinzu kommt das Potenzial für eine höhere Energiedichte, was langfristig größere Reichweiten bei gleicher Baugröße ermöglichen soll. Für den MG 4X gibt der Hersteller eine Reichweite von 510 Kilometern nach CLTC an.
Im Innenraum hat MG auf Kooperationen mit Technologieunternehmen gesetzt. Das digitale Cockpit entstand gemeinsam mit Oppo; das daraus resultierende Hand-Car-Interconnection-System verbindet Smartphone und Fahrzeug so eng, dass Inhalte wie Navigation, Apps oder Medien nahezu ohne Verzögerung zwischen beiden Welten wechseln können. Für die Fahrerassistenz zeichnet Horizon Robotics verantwortlich. Das System beinhaltet Navigate on Pilot für Autobahnfahrten sowie automatisches Einparken, ein Funktionsumfang, der in dieser Fahrzeugklasse nicht selbstverständlich ist.
Innerhalb des MG-Portfolios schließt der 4X die Lücke zwischen dem MG4 Hatchback und größeren SUV-Modellen wie dem ZS EV. Letzteren dürfte er beerben, da es den neuen ZS seit 2024 nicht vollelektrisch gibt. Konkrete Preisinformationen hat MG noch nicht veröffentlicht.
Ob und wann der MG 4X nach Europa kommt, ist bislang nicht offiziell bestätigt. Angesichts der Tatsache, dass MG den MG4 hierzulande erfolgreich etabliert hat und kompakte Elektro-SUV zu den meistgefragten Fahrzeugsegmenten in Europa zählen, wäre ein Export jedoch naheliegend. Das Modell brächte dafür einige Argumente mit: eine neue Batterietechnologie, die in dieser Fahrzeugklasse ihresgleichen sucht, eine bewährte Plattform und ein Segment, in dem der Wettbewerb zwar hart, die Nachfrage aber groß ist.
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