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Mercedes: Verbrenner sollen bis 2030 größtenteils auslaufen

Einzelheiten sollen am 22. Juli verkündet werden

Mercedes: Verbrenner werden bis 2030 größtenteils auslaufen

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

11. Jul. 2021 um 20:11 Uhr

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Mercedes will Verbrenner-Autos noch in diesem Jahrzehnt weitgehend auslaufen lassen. "Wir wechseln von EV First zu EV only", sagte ein Insider der Automobilwoche. Das bedeute allerdings nur, dass es in jeder Baureihe eine Version mit reinem Elektroantrieb geben werde.

Bereits im Juni hatte Konzernchef Ola Källenius gesagt, dass Mercedes sich auf ein politisches Verbrenner-Verbot vorbereite. Etliche Elektroautos einer ab 2024/2025 geplanten neuen Generation sollten dann ein Jahr vorgezogen werden. Genaueres dazu war damals nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Damals hieß es, Källenius wolle seinen Plan noch vor der Sommerpause präsentieren. Nach dem Artikel der Automobilwoche wird dies auf einem Strategie-Tag am 22. Juli geschehen -  also in knapp zwei Wochen.

Plug-in-Hybride werden nach 2030 ebenfalls keine große Rolle mehr spielen. Einen festen Termin für das Verbrenner-Aus werde es jedoch nicht geben, da sie in einigen Märkten auch nach 2030 noch wichtig sein werden. Mercedes hatte bisher das konzerninternen Verbrenner-Ende auf das Jahr 2038 festgesetzt, wobei Källenius in letzter Zeit mehrfach sagte, er wolle dieses Datum vorziehen

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Erzkonkurrent Audi hat kürzlich angekündigt, ab 2033 keine Verbrenner mehr zu verkaufen. Bei BMW ist man wesentlich vorsichtiger; hier gibt es kein öffentlich verkündetes End-Datum. Die Münchner Marke setzt weiter auf Plattformen, die für sowohl für Elektroantriebe als auch für Plug-in-Hybridsysteme und Verbrenner geeignet sind.

Andere Konkurrenten haben schon Ausstiegs-Daten verkündet: Jaguar will schon 2025 Schluss machen und dafür seine komplette Modellpalette umstellen - nur den elektrisch angetriebenen I-Pace will man behalten. Volvo hat das Jahr 2030 genannt.

Mercedes hat bisher EQA, EQB, EQC und EQV auf dem Markt. Sie ähneln den Verbrenner-Fahrzeugen GLA, GLB, GLC und V-Klasse deutlich und beruhen auf den selben Plattformen. Weitere vier Modelle, nämlich EQS, EQE, EQS SUV und EQE SUV, werden aber auf einer neuen Elektro-Plattform namens Electric Vehicle Architecture (EVA) basieren, die Mercedes im Oktober 2020 vorstellte. Der EQS kommt im August auf den Markt, und im September wird der EQE vorgestellt. Ab 2022 sollen dann auch die SUV-Versionen von EQE und EQS gebaut werden.

Die zweite neue Elektro-Plattform heißt Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA) und ist für die Kompakt- und Mittelklasse gedacht. Auf dieser Basis sollen ab 2025 weitere Modelle das Elektro-Portfolio komplettieren. Nach Gerüchten wird das unter anderem die neue C-Klasse betreffen.

Quelle: Automobilswoche (Paywall) via Automotive News Europe

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