Im Stammwerk von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover startet nach der Serienproduktion des ID. Buzz Cargo jetzt auch die Fertigung des ID. Buzz Pro, also des "normalen" Elektro-Busses für Privatleute.

Der Standort Hannover ist neben Zwickau und Emden der dritte Standort von Volkswagen in Deutschland, an dem Fahrzeuge der ID-Familie produziert werden. Außerhalb Deutschlands werden ID-Modelle auch in China gebaut.

In diesem Jahr sollen bis zu 15.000 ID. Buzz Pro und Cargo gebaut werden. Nach dem Hochlauf sollen künftig bis zu 130.000 Fahrzeuge pro Jahr in Hannover produziert werden können. Dabei dürfte es aber nicht nur um den ID. Buzz gehen, sondern auch um dessen Camping-Version VW ID. California sowie um das Audi-Modell mit dem Projektnamen Artemis.

Außerdem wird in Hannover noch der fossil angetriebene T 6.1 und der T7 Multivan gebaut, während der Caddy und der Crafter in Polen gefertigt werden. Die Fertigung des Amarok in Hannover wurde schon 2020 eingestellt, und der Wagen ist in Europa auch nicht mehr bestellbar. Der angeblich zum Jahreswechsel 2022/2023 startende Nachfolger basiert auf dem Ranger von Partner Ford. Mittelfristig soll es von diesen beiden Modellen auch Elektroversionen geben.

Aber zurück zum ID. Buzz: Beide Versionen werden bilanziell CO2-neutral ausgeliefert – das heißt offenbar, die bei der Produktion verursachten Treibhausgas-Emissionen werden durch den Kauf von Zertifikaten kompensiert. Außerdem kommen recycelte Kunststoffe zum Einsatz und das Interieur ist komplett tierlederfrei, also vegan.

Der VW ID. Buzz Pro und der ID. Buzz Cargo sind seit dem 20. Mai bei allen VW-Nutzfahrzeuge-Händlern in Deutschland bestellbar. Die Preise beginnen bei knapp 65.000 Euro vor Förderung für die Privatleute-Version mit 150-kW-Heckantrieb und 421 km Reichweite. Die dreisitzige, verblechte Cargo-Variante mit der gleichen Motor-Akku-Kombination gibt es ab 54.430 Euro. Die Auslieferungen beginnen im Herbst.

Bildergalerie: VW ID. Buzz (2022)